Rundturnhalle in Cuxhaven wieder freigegeben - ein Team muss trotzdem improvisieren
Entwarnung für Sport-Fans in Cuxhaven: Nach intensiven Untersuchungen darf die Rundturnhalle wieder genutzt werden. Während sich die Organisatoren des Masters-Turniers freuen, muss eine Mannschaft dennoch ihre Pläne umstellen und improvisieren.
Der Abschlussbericht des Statikers liegt vor: Die Rundturnhalle ist wieder für den Sport freigegeben. Das verkündete der Landkreis Cuxhaven am Donnerstagnachmittag (21. Januar 2026).
Die marode Sporthalle an der Beethovenallee hatte die Cuxhavener Sportwelt in den vergangenen Tagen in Atem gehalten. Nach den starken Schneefällen und anschließenden Schneeverwehungen wurde die Rundturnhalle - wie alle kreiseigenen Sporthallen - vorsichtshalber gesperrt. Doch während die meisten Sporthallen wenige Tage später wieder freigegeben wurden, blieb die Rundturnhalle geschlossen - auch als der Schnee längst geschmolzen war. Die zusätzliche Last auf dem Flachdach war nicht mehr das Problem, sondern die Feuchtigkeit, die in die Decke gezogen ist.
Aus Sicherheitsgründen engagierte der Landkreis Cuxhaven einen Tragwerksprüfer, der extra aus Süddeutschland angereist ist. Der hat sich die Situation Ende vergangener Woche vor Ort angeschaut. Eine Woche nach den Untersuchungen liegt der schriftliche Abschlussbericht nun vor. Mit einem Ergebnis, das bei Sportvereinen und Schulen Erleichterung auslöst. Die Halle ist wieder für den Sport nutzbar.

So kann unter anderem das Masters-Turnier, eine der größten Sportveranstaltungen im Landkreis, am nächsten Freitag, 30. Januar 2026, ein allerletztes Mal in der Rundturnhalle stattfinden. "Wir sind froh, dass die Halle wieder freigegeben wurde", sagt Rainer Brenner, Sprecher des Masters-Komitees. Seit vielen Wochen bereitet er sich mit seinem Team auf den Budenzauber vor. Wenn die Halle nicht bespielbar gewesen wäre, hätte das Turnier ausfallen müssen. Ein Umzug in eine andere Halle sei in Anbetracht des riesigen Zuschauerinteresses und des logistischen Aufwandes nicht möglich gewesen, heißt es vom Masters-Komitee.

Trotz der Freigabe der Halle müssen aber die Cuxhaven BasCats umziehen. Eigentlich hätten sie am Sonnabend (24. Januar 2026) ihr Heimspiel der 2. Basketball-Regionalliga gegen Fortuna Logabirum, wie immer, in der Rundturnhalle austragen sollen. Doch ihr Stammverein Rot-Weiss Cuxhaven hat andere Prioritäten gesetzt und richtet stattdessen das dritte Masters-Qualifikationsturnier in der großen Sporthalle an der Beethovenallee aus.
Die BasCats weichen in die Franzenburger Halle nach Altenwalde aus. Das sorgte für rege Diskussionen. Die BasCats-Verantwortlichen sind nicht glücklich, mussten sich der Entscheidung des Vereins aber beugen. "Für uns bedeutet das richtig viel Aufwand. Das ist extrem schwierig", sagt Ufuk Üre. Erstmals in ihrer Geschichte werden sie eine Heimbegegnung in Altenwalde austragen - ohne Parkett und in ungewohnter Umgebung.

"Es wird für beide Mannschaften ein Auswärtsspiel", sagt BasCats-Coach Dennis Tiedemann. Auf ihn und seine Vereinskollegen wartet aber vor allem im Vorwege noch eine Menge Arbeit. Bis 16 Uhr wird in Franzenburg noch Handball gespielt, erst danach können die BasCats in die Halle. "Es wird ein Spagat. Wir sind gefordert", sagt Tiedemann. Unterstützung bekommt er dabei von den Basketballern des TSV Altenwalde, die ihr Heimspiel am Sonnabend zeitlich etwas nach hinten verlegen wollen, um dann direkt nach den BasCats zu spielen. "Ich gehe davon aus, dass es klappt", sagt TSV-Trainer Lars Duderstadt, der aber noch auf die Rückmeldung des Gegners aus Bremen wartet. "Basketballer müssen zusammenhalten", ergänzt er abschließend.