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Beim ersten Heimspiel der Cuxhaven BasCats feierten die Cat Dancer ihr Debüt in der Cuxlandhalle – und begeisterten das Publikum. Foto: Unruh
Beim ersten Heimspiel der Cuxhaven BasCats feierten die Cat Dancer ihr Debüt in der Cuxlandhalle – und begeisterten das Publikum. Foto: Unruh
Cheerleading

Mit Leidenschaft und Euphorie: Cat Dancer Cheerleader erobern die Cuxlandhalle

von Denice May | 01.10.2026 Zuletzt aktualisiert: 01.10.2026 18:14 Uhr

Die Cat Dancer bringen frischen Wind in die Spielpausen: Mit mitreißenden Choreografien und glitzernden Outfits verzaubern sie das Publikum bei den Basketball-Heimspielen und beweisen, dass Cheerleading mehr ist als nur Tanzen.

Die Musik ist laut. Aus den Boxen dröhnt der nächste Song, Pompons rascheln. Dann geht es los. Arme nach oben, eine Drehung, ein Schritt zur Seite - und wieder von vorn. Noch einmal. So sieht es aus und klingt es, wenn im Mehrzweckraum der Cuxlandhalle die Cat Dancer tanzen.

Halloween steht Ende des Monats vor der Tür, deshalb wird an einer besonderen Choreografie gearbeitet. Die Bewegungen sind "ungewöhnlicher" als bei einem normalen Tanz, dazu kommen präzise Armbewegungen und jede Menge Ausdruck. Und was sonst ganz besonders wichtig ist, ist bei diesem Tanz verboten: Lächeln.

Seit Juni gibt es die Cat Dancer in ihrer heutigen Form. Sie sind das Dance-Team der Forte Energie RW Cuxhaven BasCats und bei den Heimspielen der Basketballer nun ein fester Bestandteil des Abends. 32 Cheerdancer gehören zum Team: 20 Juniors im Alter von acht bis zwölf Jahren und zwölf Seniors zwischen 13 und 20 Jahren.

(v.l.) Teammanagerin Susana Stamm-Berreco Pomares mit den Coaches Janina Gerlach und Tami McDuffie. Foto: Cat Dancer

Und offenbar haben viele weitere Mädchen Lust darauf, dazuzugehören. Die Warteliste wird nämlich immer länger. Viel Arbeit für Susana Stamm-Berreco Pomares, die Teammanagerin und Abteilungsleiterin Cheerleading bei Rot-Weiss Cuxhaven. Sie organisiert, betreut, ist Ansprechpartnerin für die Mädchen und ihr Umfeld. Während des Trainings hat sie den Blick für die Kleinigkeiten. Sitzt ein Arm richtig? Wird der Ablauf eingehalten? Wo stimmt die Synchronität noch nicht? Sie entdeckt Fehler, hilft bei der Weiterentwicklung und ist gleichzeitig mittendrin im Geschehen.

Zweimal in der Woche trainieren die beiden Gruppen. Die jüngsten Interessentinnen müssen derzeit allerdings noch warten. Für Kinder zwischen vier und sieben Jahren soll eine eigene Gruppe entstehen: die Peewees. Außerdem ist eine zusätzliche Trainingsgruppe geplant, in der es weniger um Auftritte und mehr um die gezielte Weiterentwicklung geht - um Technik, Ausdruck und Synchronität. Dafür werden noch zwei Co-Trainer gesucht. Auch ältere Kinder ab 13 Jahren können noch einsteigen.

Dass die Cat Dancer inzwischen so viel Aufmerksamkeit bekommen, hat auch mit ihren ersten Auftritten zu tun. Beim Cuxhavener Buttfest Anfang September und beim ersten Heimspiel der BasCats standen sie vor großem Publikum. Für die Mädchen ist das mehr als eine kurze Tanzeinlage in der Halbzeit. "Sie freuen sich darauf, weil sie sich mit den BasCats identifizieren", erzählt Susana Stamm-Berreco Pomares.

Die Seniors haben noch freie Plätze und freuen sich auf Verstärkung. Foto: May

Die Verbindung zum Basketball ist dabei durchaus persönlich. Das weiß besonders Tami McDuffie. Die 33-Jährige stand selbst schon als Jugendliche bei den Cuxhavener Cheerdancern auf dem Feld. Sie hat die Zweitliga-Basketballer angefeuert, war für ein Jahr in Bremerhaven und erlebte dort die Heimspiele der Eisbären. Eine Zeit, die ihr bis heute in Erinnerung geblieben ist. Jetzt steht sie auf der anderen Seite der Halle. "Ich möchte diese Leidenschaft an die Jüngsten weitergeben", sagt Tami McDuffie, bei der die tänzerischen Elemente eine große Rolle spielen. Sie achtet auf weiche Bewegungen und vor allem auf den Ausdruck. Die Mädchen sollen die Schritte nicht nur beherrschen, sondern auch zeigen.

Ihre Trainerkollegin Janina Gerlach bringt eine andere Erfahrung mit. Sie war als Jugendliche Cheerleaderin bei den Footballern in Bremerhaven. "Da gab es weniger Tanzelemente, sondern eher Pyramiden", erzählt sie. Die Bewegungen waren körperlicher, technischer. Genau diese unterschiedlichen Erfahrungen ergänzen sich heute. Janina Gerlach kennt also auch das Gefühl, auf der anderen Seite der Halle zu stehen, und genießt heute ihre neue Rolle: "Es erfüllt mich einfach und macht mich stolz, wenn ich die Mädchen strahlen sehe."

Besonders bei den Juniors gibt es bereits eine Warteliste. Foto: May

Das sieht man auch beim Training. Die Mädchen lachen, wenn eine Bewegung noch nicht klappt. Sie werden ernst, wenn es um den nächsten Durchgang geht. Und wenn eine Choreografie endlich sitzt, kommt der Moment, auf den alle gewartet haben: Musik an, Pompons hoch - und die ganze Gruppe bewegt sich gleichzeitig.

Seit Juni haben die Seniors bereits fünf Choreografien gelernt, die Juniors drei. Für die Trainerinnen bedeutet das nicht nur Arbeit in der Halle. Auch außerhalb des Trainings wird vorbereitet, geplant und gebastelt. Damit die Mädchen bei ihren Auftritten im wahrsten Sinne des Wortes glänzen, haben Tami McDuffie, Janine Gerlach und Susana Stamm-Berreco Pomares stundenlang tausende Glitzersteine auf die Outfits geklebt. Einer nach dem anderen. Viel Kleinarbeit für ein paar Minuten Glitzern im Scheinwerferlicht.

So perfekt wie das Aussehen der Outfits sind die Rahmenbedingungen in der Mehrzweckhalle noch nicht - er hat nämlich keine Spiegel. Die Tänzerinnen können während des Trainings also nicht sehen, ob ihre Bewegungen wirklich so aussehen, wie sie sollen. "Wir filmen aber viel mit", erklärt Susana Stamm-Berreco Pomares. Die Aufnahmen ersetzen die Spiegel zumindest ein Stück weit. Trotzdem hoffen die Verantwortlichen, dass sich irgendwann ein Sponsor findet, der klappbare Spiegelwände ermöglicht. Die könnten nach dem Training platzsparend verstaut und auch von anderen Gruppen genutzt werden. Bis dahin müssen Handyvideos reichen.

Zum Ende der Trainingsstunde wird die Musik noch einmal lauter, die Pompons fliegen und alle Mädchen reißen ihre Arme gleichzeitig nach oben. Wer das mal live erleben möchte, hat am Sonnabend, 3. Oktober, beim Heimspiel der Forte Energie RW BasCats Cuxhaven gegen Rasta Vechta III Gelegenheit dazu. 

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Denice May

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