Empfang nach internationalen Erfolgen: Otterndorf ist stolz auf seine Ruderer
Otterndorfs junge Ruderer feiern goldene Erfolge auf internationalem Parkett und setzen neue Maßstäbe im Sport. Die Stadt und der Verein sind stolz auf die Athleten - und feierten diese an dem Ort, an dem alles begann.
Das Bootshaus platzte aus allen Nähten. Zahlreiche Mitglieder der Otterndorfer Ruderabteilung, Freunde und Förderer waren gekommen, um gemeinsam die historischen Erfolge der vergangenen Wochen zu feiern. Im Mittelpunkt standen vier Personen: drei junge Ruderer und ihr Trainer.
Thore Eibich, Hannes Herting, Christopher tom Wörden und ihr Mentor Martin Ramm haben in den vergangenen Wochen den Namen des TSV Otterndorf auf die internationale Ruderbühne geholt. Mit der Krönung der Goldmedaille bei den U19-Weltmeisterschaften für tom Wörden im deutschen Doppelvierer und Bootstrainer Ramm in Bulgarien. Herting und Eibich waren kurz zuvor beim Coupe de la Jeunesse in Luzern erfolgreich - und sicherten sich ebenfalls jeweils eine Goldmedaille bei einer der wichtigsten internationalen Nachwuchsregatten Europas.

Am Sonntagmittag (23. August 2026) standen sie nach diesen herausragenden Erfolgen erneut im Rampenlicht. Und zwar dort, wo sie in den vergangenen Jahren die Grundlage für das Errungene gelegt haben. Fast täglich sind die drei Ruderer und Trainer Martin Ramm am Ruderhaus - entweder auf dem Hadelner Kanal oder im Kraftraum.
Der Aufwand, den alle vier betrieben haben, ist schon bemerkenswert. Allein in der gerade beendeten Saison spulten sie locker 3000 Kilometer auf dem Wasser ab - in ganz verschiedenen Bootsklassen. Hinzu kommen unzählige Reisekilometer auf der Straße, um an den Wettkämpfen und Leistungsvergleichen in zum Beispiel Berlin, München, Luzern oder eben Plowdiw teilzunehmen.

Das Ganze hat sich gelohnt. Otterndorf ist deutschlandweit ein Begriff bei Ruderern. Für den Verein, aber auch für die Stadt etwas ganz Besonderes. "Wir sind mächtig stolz auf euch", sagte Bürgermeister Claus Johannßen bei der Feierstunde. Das unterstrich TSV-Vorsitzender Thomas Bullwinkel: "Das grenzt an ein sportliches Märchen." Er sprach von einer historischen Vereinsgeschichte. "Wir freuen uns alle", sagte auch Abteilungsleiter Holger Heitsch.
Die drei Sportler und ihr Trainer nahmen die Lobeshymnen von Stadt, Verein und Ruderabteilung gerne entgegen, berichteten im Gegenzug von den Erlebnissen der vergangenen Tage und Wochen. Zwar ist die Saison offiziell beendet, doch die nächste steht bereits in den Startlöchern.
In wenigen Wochen starten die ersten Regatten und Leistungsvergleiche. Lange Pausen können sich Christopher tom Wörden, Hannes Herting und Thore Eibich nicht erlauben. Dafür ist der Rudersport zu kraft- und ausdauerintensiv. "Man macht aber gerade etwas weniger", sagte U19-Goldmedaillengewinner Christopher tom Wörden. Die jüngsten Erfolge haben bei allen Athleten Lust auf mehr gemacht. Dem Verein und der Stadt wird es recht sein.
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