Pokalaus für Rot-Weiss Cuxhaven: Warum Trainer Lars Uder dennoch "sehr zufrieden" ist
Rot-Weiss Cuxhaven schnuppert an der Pokalüberraschung, muss sich Rotenburg aber knapp geschlagen geben. Dennoch zeigt sich der neue Trainer Lars Uder nach dem Schlusspfiff "sehr zufrieden". Jetzt geht es ins erste Stadtderby der Saison.
Sie haben bis zur letzten Sekunde an der Pokalüberraschung geschnuppert, doch am Ende hat es nicht ganz gereicht. Fußball-Bezirksligist Rot-Weiss Cuxhaven verlor am Donnerstagabend das Bezirkspokalduell gegen das Landesliga-Topteam des Rotenburger SV knapp mit 2:3. Eine Leistung, die Mut macht für die nächsten Aufgaben.
"Ich bin sehr zufrieden mit dem Auftritt", sagte RW-Trainer Lars Uder nach dem Spiel. Er ist erst seit gut einer Woche im Amt. Für ihn war es bereits das zweite Spiel in so kurzer Zeit. Und trotz der Niederlagen - 1:4 in Apensen und nun das 2:3 gegen Rotenburg - hat er viele gute Ansätze seiner Mannschaft gesehen.
Favorit hat auf der Kampfbahn einen schweren Stand
Am Donnerstagabend waren die Cuxhavener von Anfang an griffig und machten es den favorisierten Gästen schwer. In den ersten 45 Minuten war es ein ausgeglichenes Duell. Rotenburg hatte aber nach neun Minuten die große Chance zur Führung, doch Can Sengül traf frei vor Torhüter Colin Switala nur den Pfosten. Switala, der im Sommer aus Sahlenburg zu den Kampfbahnkickern gewechselt ist, stand erstmals in einem Pflichtspiel für Rot-Weiss zwischen den Pfosten und zeigte eine starke Leistung.
Auf der Gegenseite rollte ein Schuss von Jan-Michel Matthee knapp am Tor vorbei und Ali Hasani schoss aus aussichtsreicher Position zentral auf den Gästekeeper. Kurz vor der Halbzeit rettete dann erneut das Aluminium für Rot-Weiss. Ein Schuss über Switala hinweg klatschte an die Latte. Das Unentschieden war leistungsgerecht zu diesem Zeitpunkt.
Rotenburg macht Druck, aber das Tor fällt auf der anderen Seite
Nach dem Seitenwechsel kam Rotenburg mit Wucht im Bauch aus der Kabine, machte nun mehr Druck, doch das erste Tor fiel auf der anderen Seite. Gabriel Costa setzte sich stark durch und traf aus rund 18 Metern zum 1:0 für Rot-Weiss. Die Freude währte aber nur sehr kurz. Quasi im Gegenzug glich Linus Baselt mit einem strammen Schuss aus 16 Metern zum 1:1 aus. Als wiederum nur sieben Minuten später Can Sengül leicht im Strafraum gehalten wurde, zeigte Schiedsrichter Per Felzel auf den Elfmeterpunkt. Sengül ließ sich die Chance nicht nehmen und traf zum 1:2.
Rot-Weiss musste sich schütteln, sorgte aber immer wieder mit Nadelstichen für Gefahr. In der 79. Minute ließen sie sich aber auskontern. Sengül legte quer auf Robert Posilek, der nur noch einschieben brauchte - 1:3. Es roch nach Entscheidung, doch die Cuxhavener kämpften. Erst scheiterte Costa am Gästekeeper, doch der Ball prallte direkt zu Ali Hasani, der nur eine Minute nach dem 1:3 wieder verkürzte.
Kampfbahnkicker werfen in der Schlussphase alles rein
Rot-Weiss kämpfte, warf alles rein, hatte aber keine ganz zwingende Torchance mehr. So blieb es beim knappen 2:3 und dem Pokalaus für die Cuxhavener. Große Trauer herrschte bei den Cuxhavenern aber nicht. Der Auftritt gegen Rotenburg war ein Mutmacher, zumal am Sonntag in der Liga das erste Stadtderby auf dem Plan steht.

Um 15 Uhr empfängt Rot-Weiss die Aufsteiger des Duhner SC. Fast geschlossen schaute sich die Mannschaft von Trainer Aleksandar Milakovic das Pokalduell am Donnerstagabend an. "Wir freuen uns auf das Derby", sagte Milakovic. Für ihn ist es schon etwas ganz Besonderes, dass es überhaupt in einem Ligaspiel zu dem Duell kommt. "Vor kurzem haben uns noch zwei Ligen getrennt, jetzt spielen wir gegeneinander. Das macht den ganzen Verein stolz", sagt Milakovic.
Er sieht sich und sein Team als klaren Außenseiter, doch verstecken wollen sie sich auch nicht. Mit vier Punkten aus den ersten beiden Spielen haben die Duhner gezeigt, dass sie schon früh in der Bezirksliga angekommen sind. "Wir haben nichts zu verlieren", sagte auch Bruno da Silva Oliveira am Rande des Pokalspiels. Der Druck liege bei Rot-Weiss. Das weiß auch Cuxhavens Teammanager Daniel Gonzalez. Nach zwei Niederlagen zum Saisonstart soll am Sonntag gegen Duhnen unbedingt der erste Sieg her. "Egal, ob es ein Derby ist oder nicht", sagt er.
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