Endlich Grün statt Maulwurfshügel: Otterndorfs Kunstrasenplatz fast fertig
Aus dem holprigen Bolzplatz am Sophienweg in Otterndorf ist eine moderne Kunstrasenfläche geworden. Nach vier Jahren Planung steht der erste Kunstrasenplatz in der Samtgemeinde Land Hadeln kurz vor der Eröffnung.
Die Maulwurfshaufen sind Geschichte, am Otterndorfer Sophienweg erstrahlt der einst holprige Bolzplatz in sattem Grün. Es ist ein besonderer Platz - nämlich der erste Kunstrasenplatz in der Samtgemeinde. Noch ist er nicht ganz fertig. "Wir liegen in den letzten Zügen", sagt Sebastian Reuter, Fußballabteilungsleiter des TSV Otterndorf. In den vergangenen Monaten und Jahren haben die TSV-Verantwortlichen dieses Mammutprojekt gestemmt. "Jetzt können wir langsam sehen, worauf wir vier Jahre hingearbeitet haben", sagt Reuter. Rund eine halbe Million Euro kostet der Kunstrasenplatz. Deutlich weniger als unter anderem die Plätze in Cuxhaven. Das hat aber einen bestimmten Grund: Der Otterndorfer Platz ist kleiner. Die Maße betragen "nur" 40 x 60 Meter. Für Trainingseinheiten und Punktspiele auf Kleinfeld ausreichend. Ziel ist es, den benachbarten Jahnplatz zu entlasten. Dort trainieren aktuell alle Otterndorfer Fußballmannschaften - von der Jugend bis zu den Altsenioren. Das ist dem Rasenplatz deutlich anzumerken. Die Beschaffenheit ist in den vergangenen Jahren immer schlechter geworden. Der Kunstrasenplatz soll Abhilfe schaffen. Und das könnte er schon in wenigen Tagen. Reuter wollte sich noch nicht genau festlegen, doch er geht davon aus, dass der Platz im Laufe des nächsten Monats auch für den Trainingsbetrieb freigegeben werden kann. Aktuell werden im Umfeld des Platzes letzte Arbeiten durchgeführt. Anschließend folgt noch eine offizielle Abnahme, dann darf gekickt werden.

Die Vorfreude ist nicht nur bei den TSV-Verantwortlichen groß. "Wir bekommen gerade ganz viele positive Rückmeldungen", sagt Reuter. Vor allem seitdem der Belag aufgetragen wurde und die Fläche für Fußgänger und Autofahrer ein Hingucker geworden ist. "Bis jetzt ist alles gut verlaufen", freut sich Reuter. Er ist aber auch froh, dass das Projekt für die Planer des TSV bald abgeschlossen ist. "Wir haben unglaublich viel Aufwand betrieben - und das alles ehrenamtlich", sagt er. Das Team bestand insgesamt aus sechs Leuten. Sebastian Reuter und vor allem Lars Stollberger haben eine große Menge an Zeit investiert. Stollberger hat nach Aussage von Reuter dabei den Löwenanteil übernommen. "Er hat die komplette Planung übernommen. Ohne ihn wäre das gar nicht möglich gewesen", sagt der Abteilungsleiter. Zwar steht der Platz auf städtischem Grund und auch Fördermittel von Stadt, Landessportbund und Landkreis sind in das Projekt geflossen, doch letztlich hat der TSV Otterndorf diesen Platz mehr oder weniger selbst gebaut. Zwar soll der Kunstrasen in wenigen Wochen bespielbar sein, doch ganz am Ende sind die Planungen nicht. Flutlichtmasten und Ballfangzäune sind in einem zweiten Schritt im nächsten Jahr geplant. Die Trennung hat vor allem fördertechnische Gründe. In diesem Winter müssen die Mannschaften also noch ohne Licht auskommen, im nächsten Jahr soll der Platz dann auch in den dunklen Abendstunden nutzbar sein - und so richtig hell erstrahlen.
CNV-Newsletter
Wissen, was im Cuxland los ist: Alle wichtigen Nachrichten aus der Stadt und dem Landkreis Cuxhaven direkt in Ihr Postfach. Hier für den CNV-Newsletter anmelden.