Schockmoment bei historischem Erfolg für Bundesligisten aus Armstorf
Der SV Armstorf hat Historisches geschafft. Der Faustball-Bundesligist aus der Börde Lamstedt gewinnt trotz eines Schockmoments das letzte Vorrundenspiel gegen Ahlhorn und schließt die Saison auf Platz drei ab. Nun wartet ein Faustball-Schwergewicht.
Das letzte Heimspiel in der gut gefüllten Lamstedter Sporthalle sollte ein Fest werden. Doch die Stimmung wurde mitten im Bundesligaspiel des SV Armstorf gegen den Ahlhorner SV getrübt. Die Gastgeber führten bereits mit 3:0 nach Sätzen und waren beim Stand von 8:3 im vierten Durchgang kurz davor, den nächsten Satz zu gewinnen. Plötzlich gab es ein Zeichen von der Tribüne. Notfall. Ein Zuschauer brauchte medizinische Hilfe. Sofort wurde die Partie unterbrochen. Es herrschte Stille in der Halle. Ersthelfer versorgten den Mann auf der Tribüne, bis der alarmierte Notarzt kam. Die Spieler gingen in die Kabine. Die Sorge war groß. Dann die leichte Entwarnung. Der Zuschauer war ansprechbar, wurde zu weiteren Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht. Die Begegnung wurde nach Absprache mit den Teams und dem Schiedsrichter nach einer halbstündigen Pause fortgesetzt.
Die Unterbrechung schien den Gastgebern nicht bekommen zu sein. Sie markierten zwar die nächsten beiden Punkte, vergaben danach aber satte sechs Satzbälle. Ahlhorn witterte seine Chance, doch Armstorf rettete sich zum knappen Satzgewinn und damit zur komfortablen 4:0-Führung. Auch im letzten Durchgang ließen sie nichts mehr anbrennen. Engagierte Gäste hatten zwar immer wieder sehenswerte Momente, doch insgesamt war das Team aus der Börde besser und vor allem fehlerfreier. "Es war eine reife und konzentrierte Leistung von uns", sagt Mannschaftskapitän Tobias Buck. Der Lohn: Tabellenplatz drei in der Abschlusstabelle und im nun folgenden Achtelfinale Heimrecht im Rückspiel. Denn erstmals wird es auf dem Weg zur Deutschen Meisterschaft K.-o.-Duelle mit Teams aus dem Süden geben. Der SV Armstorf trifft im Achtelfinale jetzt auf den TV Käfertal aus Mannheim. In Hin- und Rückspiel geht es um den Einzug ins Viertelfinale. "Das ist ein richtiges Highlight für uns.

So etwas haben wir noch nicht erlebt", so Buck. Mit dem TV Käfertal wartet ein Faustball-Schwergewicht auf die Börde-Jungs. Im Sommer wurden die Mannheimer Dritter bei den Deutschen Meisterschaften auf dem Feld. "Die waren gefühlt bei jeder Deutschen Meisterschaft in den vergangenen Jahren dabei", sagt Tobias Buck. Mit Nationalspieler Nick Trinemeier haben sie einen zweifachen Weltmeister als Angreifer. Der 33-jährige Trinemeier hat in seiner Zeit bei der Deutschen Nationalmannschaft alles gewonnen, was man gewinnen kann. "Das wird ein ganz, ganz dicker Brocken. Wir sind krasser Außenseiter", sagt Armstorfs Kapitän. Er und seine Teamkollegen freuen sich auf dieses besondere Duell und geben sich trotz der klaren Vorzeichen kämpferisch: "Es ist nichts unmöglich", sagt Buck. Das Hinspiel wird am 11. Januar 2025 in Mannheim ausgetragen, eine Woche später ist der TV Käfertal dann in der Börde zu Gast.
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