Starker Start, bitteres Ende: TSV Altenwalde verliert erneut
Hoffnung, Einbruch, Enttäuschung: Die Handball-Frauen des TSV Altenwalde kassieren gegen den TSV Morsum die nächste Niederlage in der Landesliga - und der Abstieg rückt bedrohlich nahe.
Stark angefangen, dann aber ganz stark nachgelassen - für die Handball-Frauen des TSV Altenwalde rückt der Abstieg aus der Landesliga immer näher. Auch nach dem Heimspiel gegen den TSV Morsum standen die Altenwalderinnen mit leeren Händen da. Trainerin Miriana Schnautz war ratlos nach dem Spiel.
Die Stimmung in der Franzenburger Halle nach der 20:25-Niederlage war getrübt - sowohl bei den Zuschauern als auch bei den Spielerinnen des TSV Altenwalde. Im 14. Saisonspiel kassierten sie die zwölfte Niederlage. Seit Wochen stehen sie am Tabellenende. Eine Bilanz, die wenig Hoffnung macht. Dennoch versucht Trainerin Miriana Schnautz Woche für Woche, die positiven Dinge herauszustellen. Die gab es am Sonnabend gegen Morsum auch. Vor allem die Anfangsphase war ganz nach dem Geschmack der Trainerin. Nach zwölf Minuten stand es 7:2 für ihre Mannschaft. Die Abwehr um Torfrau Finnya Arp stand sicher - und im Angriff wurden die Chancen konsequent genutzt. Doch wie so oft in den vergangenen Wochen schafften die Altenwalderinnen es nicht, diese Leistung über einen längeren Zeitraum abzurufen. Beim Stand von 9:4 in der 17. Minute gab es einen unerklärlichen Bruch im Spiel. Beim heimischen TSV lief plötzlich so gar nichts mehr.
Einfache Ballverluste, falsche Wurfentscheidungen und eine unaufmerksame Deckung. Sie retteten dennoch einen knappen Vorsprung in die Halbzeitpause (9:8). Auch nach dem Seitenwechsel nahm das Drama aus Sicht des TSV Altenwalde seinen Lauf. Unglaubliche 20 Minuten blieben sie ohne selbst erzieltes Tor. Erst in der 38. Minute erlöste Lea Stammer ihre Mannschaft mit dem Treffer zum 10:10-Ausgleich. Bis 15 Minuten vor Schluss blieb der Spielstand ausgeglichen. Dann sorgten die Gäste mit vier Toren in Folge für eine kleine Vorentscheidung (16:21). Altenwalde tat sich weiter schwer im Angriff. Morsum hatte wenig Mühe, den Vorsprung über die Zeit zu retten. So stand nach 60 Minuten eine 20:25-Niederlage auf der Anzeigetafel. "Das ist nicht zu erklären und irgendwie nicht in Worte zu fassen", sagte eine spürbar enttäuschte Miriana Schnautz nach der Partie. Wieder hat es nicht geklappt mit einem Sieg vor heimischer Kulisse. Die Hoffnungen auf den Klassenerhalt schwinden weiter. "Unsere Abschlüsse sind katastrophal und wir haben definitiv ein Fitnessproblem", sagt Schnautz. Den letzten und bisher auch einzigen Heimerfolg feierten die Altenwalderinnen Anfang Oktober gegen Friedrichsfehn II. Dort müssen sie am kommenden Sonnabend zum Rückspiel antreten.
Ob die Begegnung die erhoffte Trendwende bringt, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch: Will der TSV Altenwalde den Abstieg noch abwenden, müssen die gezeigten guten Ansätze über die volle Spielzeit abgerufen werden. Die Zeit dafür wird immer knapper - und die Aufgaben nicht leichter.
TSV Altenwalde: Finnya Arp und Joy Stüven (im Tor), Laurta Kühjne (4), Lea Stammer (5), Sophia Schwarz, Aileen Ruppelt, Denise Bode, Sina Paape, Sarah Giesche (1), Jeanne Breuer (3), Feray Tokmak, Leni Janßen, Kassandra Steffens, Freia Sievern (7), Silja Spinck, Darenka Steffens.