Nach zwei Jahren Handballpause stand Jule Törck wieder auf dem Spielfeld für den TSV Altenwalde und trug ihren Teil dazu bei, dass die Altenwalderinnen nach langer Zeit mal wieder ein Spiel gewannen. Foto: Unruh
Nach zwei Jahren Handballpause stand Jule Törck wieder auf dem Spielfeld für den TSV Altenwalde und trug ihren Teil dazu bei, dass die Altenwalderinnen nach langer Zeit mal wieder ein Spiel gewannen. Foto: Unruh
Handball

Wieder ein Sieg: TSV Altenwalde beendet 277-tägige Durststrecke

von Jan Unruh | 05.10.2025

Nach 277 Tagen des Wartens hat die erste Frauenmannschaft des TSV Altenwalde endlich wieder einen Sieg errungen. In einem packenden Spiel gegen die SG Friedrichsfehn/Petersfehn II triumphierten sie mit einer starken Teamleistung.

Die Erleichterung war spürbar. Nach einem Dreivierteljahr hat die erste Frauenmannschaft des TSV Altenwalde wieder ein Spiel gewonnen. "Endlich haben wir uns belohnt", sagte TSV-Trainerin Miriana Schnautz freudestrahlend. Auch für sie war es eine Premiere. 

In der Franzenburger Halle trafen am späten Sonnabendnachmittag in der Handball-Landesliga mit dem TSV Altenwalde und der SG Friedrichsfehn/Petersfehn II zwei noch sieglose Teams aufeinander. Für die Altenwalderinnen war die Marschroute klar: Der erste Erfolg sollte unbedingt her. Dementsprechend motiviert starteten sie in die Partie, verwarfen aber gleich einen Siebenmeter und gerieten wenig später in Rückstand. Doch anders als in den Vorwochen ließen sie sich davon nicht beeindrucken. Die junge TSV-Mannschaft wirkte viel wacher als noch im vergangenen Heimspiel. Der Lohn: Nach 15 Minuten führten sie mit 6:2 - trotz des zweiten verworfenen Siebenmeters. Das Besondere dabei: Die ersten sechs Tore wurden von sechs verschiedenen Spielerinnen erzielt. Eine von ihnen war Linksaußen Jule Törck, die nach zwei Jahren Handballpause wieder auf dem Spielfeld stand. Eigentlich ist sie bei den Fußballerinnen des TSV Altenwalde die Torgarantin. Nun stand sie wieder mit dem Ball in der Hand in der Halle - und auch gleich in der Startformation. "Ein super Einstand von ihr", freute sich Trainerin Schnautz. Trotz der langen Pause strahlte sie sofort ein gewisses Selbstvertrauen aus, das den Altenwalderinnen sichtlich guttat. Bis zur Halbzeitpause verteidigten die TSVerinnen den Vorsprung (13:10). Erstmals in dieser Saison gingen sie mit einer Führung in die Kabine. Die war aber schnell wieder weg. Innerhalb von nicht einmal drei gespielten Minuten in der zweiten Hälfte glichen die Gäste zum 13:13 aus. Doch auch davon zeigte sich der TSV unbeeindruckt, zog wieder etwas davon (17:14), ehe Petersfehn wieder ausglich und eine Viertelstunde vor Schluss sogar in Führung ging (18:19). Die Altenwalderinnen blieben konzentriert. Wieder war Törck mit ihrem dritten Tor an diesem Tag zur Stelle und sorgte für den schnellen Ausgleich. Beide Mannschaften schnupperten am ersten Saisonsieg, doch das Schnautz-Team holte ihn sich. Fünf Tore in Folge von der 50. bis zur 55. Minute brachten die Vorentscheidung (25:21). Die beiden Gegentreffer, die sie zum 25:23-Endstand noch kassierten, waren nicht mehr als Ergebniskosmetik. Als die Schlusssirene ertönte, gab es kein Halten mehr. Insgesamt 277 Tage haben die Altenwalderinnen auf diesen Moment gewartet. "Da hat das anschließende Hallenputzen gleich mehr Spaß gemacht", sagte eine gelöste Miriana Schnautz. Auch für sie war es der erste Sieg als Trainerin der ersten Damenmannschaft. "Das gibt allen ein gutes Gefühl", sagte sie. 

TSV Altenwalde: Finnya Arp (im Tor), Laura Kühne (5), Lea Stammer, Sophia Schwarz, Franziska Hunold (1), Denise Bode (1), Leni Janßen, Sarah Giesche (5), Jeanne Breuer (5), Feray Tokmak (1), Freia Sievern (4), Silja Spinck, Jule Törck (3). 

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