1200 Helfer räumen Cuxhaven auf: Kuriose Funde beim "Tag der sauberen Stadt"
Mehr als 1200 Freiwillige beteiligten sich am "Tag der sauberen Stadt" in Cuxhaven. Sie sammelten Müll in Parks und den Straßen und Gräben. Dabei kamen auch kuriose Funde ans Licht - und vielerorts zeigte sich, wie viel Arbeit noch nötig ist.
Beim "Tag der sauberen Stadt" (14. März 2026) waren wieder Hunderte freiwillige Helferinnen und Helfer unterwegs. Gemeinsam reinigten sie Straßen, Wege und Grünflächen, um die Umwelt zu schützen. Die Technischen Dienste stellten Material zur Verfügung und luden im Anschluss - wie jedes Jahr - zu einer "Besenparty" auf den Bauhof ein.
Die Stadt hatte erneut Vereine, Verbände, Organisationen, Unternehmen und Privatpersonen zu der Aktion eingeladen. Rund 1200 Freiwillige meldeten sich an. Einige waren bereits am Freitag mit Müllsäcken und Arbeitshandschuhen in Cuxhavens Straßen und Grünanlagen unterwegs. Unter den Helfenden waren auch viele Jugendliche und Kinder.
Am Sonnabendvormittag um 9 Uhr versammelten sich zudem die "Cux-Retter" auf dem Ritzebüttler Marktplatz - Mitglieder der Blaulichtfamilie. Die DLRG Cuxhaven war dieses Mal gemeinsam mit dem Technischen Hilfswerk (THW), der Bereitschaft des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Cuxhaven sowie der Facheinheit Information und Kommunikation im Einsatz. Gesammelt wurde unter anderem im Schlossgarten und am Landwehrkanal an der Altenwalder Chaussee. Rund 50 freiwillige Helferinnen und Helfer schwärmten mit Greifern und Müllsäcken in den Schlosspark aus.

Mehr Schlamm als Wasser und ein fauliger Geruch
Der meiste Müll liegt in den Gräben. Früher war die DLRG noch selbst durch die Gräben gegangen, um Unrat herauszuholen. Das sei heute jedoch kaum noch möglich, berichten die Einsatzkräfte: zu viel Müll, dazu stinkender Schlamm und kaum Sicht. "Der Geruch ist unbeschreiblich", sagte einer der Helfer. Genau das soll sich jedoch bald ändern.
Denn auch der Stadt Cuxhaven ist der desolate Zustand bekannt. Für den Schlossgraben wurde bereits ein Sanierungskonzept erarbeitet. Nach jahrzehntelanger Vernachlässigung gilt sein ökologischer Zustand als alarmierend. Für die Sanierung hat die Stadt bereits eine Förderzusage über 2,8 Millionen Euro von der KfW-Bank erhalten.

Weniger erfreulich: Einige Mitglieder eines angrenzenden Kleingartenvereins nutzten die Gelegenheit, um ihren Müll auf die von den Helfern bereitgelegten Sammelhaufen zu werfen, statt selbst mit anzupacken. Geduldet wird das zwar, doch auf dem Bauhof war man sich einig: Schön wäre es, wenn sich diese Gartenbesitzer auch außerhalb ihrer Parzellen an der Aktion beteiligt hätten.
Die Aufräumaktion hat in Cuxhaven Tradition. Bereits vor der Jahrtausendwende hatte die Stadt erstmals dazu aufgerufen. Seitdem beteiligen sich regelmäßig Feuerwehren wie die Freiwillige Feuerwehr Döse und deren Jugendabteilung, Verkehrsvereine - etwa aus Duhnen - sowie zahlreiche weitere Gruppen.
Unverzichtbar ist auch die Unterstützung der städtischen Mitarbeiter: 25 Beschäftigte aus der Abfallwirtschaft und 15 aus dem Gartenamt waren am Sonnabend im Einsatz.

Organisiert wird der "Tag der sauberen Stadt" von Karen von Thaden aus dem Team der Abfallwirtschaft und auch die Suppe und Getränke bei der Besenparty werden von den Mitarbeitenden ausgegeben. "Ich bin total zufrieden, wie es gelaufen ist - und dass das Wetter mitgespielt hat", sagte von Thaden.
Bei den Aufräumarbeiten kamen auch einige kuriose Fundstücke zum Vorschein, darunter ein Gebiss im Schlossgraben, ein Fotoalbum sowie Fahrräder und jede Menge Plastikmüll. Marlon Wulf und Frank Schneider sammelten am Sonnabend den Metallschrott ein und brachten ihn zum Bauhof in der Meyerstraße. Die Ausbeute fiel deutlich kleiner aus als im vergangenen Jahr. Für beide ist das allerdings ein gutes Zeichen.