23. Jahrestreffen der "Mölders"-Veteranen führte nach Cuxhaven
Zum 23. Mal trafen sich die Erstbesatzungs-Veteranen des Zerstörers "Mölders" in Cuxhaven, um Erinnerungen auszutauschen. Ihr Schiff ist als Museumsschiff im Marinemuseum Wilhelmshaven erhalten.
Aus ihrer Einsatzzeit sind sie stürmische Bedingungen gewohnt, und das Wetter forderte den "Mölders"-Veteranen am Wochenende einiges ab. Zum 23. Mal trafen sich rund 45 Kameraden der Erstbesatzung wie immer am zweiten Wochenende im Oktober. Diesmal in Cuxhaven, wo Gerd-Michael Wilwert, gleichzeitig Sprecher der Erstbesatzung, eingeladen und alles organisiert hatte.
Der in den USA gebaute Zerstörer "Mölders" war am 20. September in Boston (USA) als zweiter von drei Lenkwaffen-Zerstörern der sogenannten Klasse 103 in Dienst gestellt worden. Die anderen beiden hießen "Rommel" und "Lütjens". Die D 187 "Rommel" wurde bereits 1998 außer Dienst gestellt, die D 185 "Lütjens" ebenso wie die D 186 "Mölders" im Jahr 2003.
Regelmäßig im Instandsetzungs-Einsatz
Bis heute erhalten ist einzig die "Mölders", und zwar als Museumsschiff im Marinemuseum Wilhelmshaven. Seitdem kümmern sich Kameraden der Erstbesatzung, deren Nachfolger und ehemalige Besatzungsmitglieder der Schwesterschiffe "Lütjens" und "Rommel" sowie weitere schifffahrtsgeschichtlich Interessierte zweimal im Jahr (im Mai und im September) jeweils eine Woche lang um die Instandhaltung des Schiffs (Entrosten, frische Farbe auftragen, kleine Reparaturen). Ein Einsatz, der unter dem Namen "PönEx" (Pönen = Malen, Ex = gleich Exercise/Üben) bekannt ist.
Das jährliche Oktober-Treffen sei jedoch einzig den Mitgliedern der Erstbesatzung vorbehalten, so Gerd-Michael Wilwert, wobei dieses längst auf die Ehefrauen ausgeweitet worden sei. Wilwert erinnert sich noch an die erste Reise: 334 Leute aus ganz Deutschland auf einem Schiff unterwegs in Richtung Karibik zum US-Trainingszentrum Guantanamo auf Kuba, wo das Schiff bei zahlreichen Probefahrten auf Herz und Nieren getestet wurde.
Über ganz Deutschland verteilt
Diese Vielfalt der Herkunft spiegelt sich noch heute in den Orten der Ehemaligentreffen wider - jedes Jahr an einem anderen Ort, von Baden-Württemberg bis zur Nordsee. Der Besuch in Cuxhaven begann und endete mit einer Flaggenparade vor dem Quartier; dazwischen erkundete die Gruppe das Aeronauticum in Nordholz und verbrachte gemeinsame Zeit in den nahegelegenen Fischrestaurants im Hafen.
Eine Regenpause kam am Sonnabend gerade recht, um vom Unterdeck der Alten Liebe der bereits verstorbenen Kameraden zu gedenken und als Erinnerung einen Blumenstrauß in die Elbe zu werfen und eine Gedenkminute einzulegen. Am Sonntag ging es zurück in die Heimatorte.
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