Ära endet: Deutschmann verlässt das AAG in Cuxhaven nach 13 Jahren als Schulleiter
Am Amandus-Abendroth-Gymnasium in Cuxhaven endet mit der Verabschiedung von Schulleiter Wolfgang Deutschmann eine bewegte Ära. Lob, Tränen und musikalische Einlagen prägen die emotionale Abschiedsfeier.
"Heute geht eine Ära zu Ende", begann Studiendirektorin Juliane Kahle am Donnerstag (19. Juni 2026) in ihrer Rede. Gemeint ist die Ära des Schulleiters Wolfgang Deutschmann. In der Aula des Amandus-Abendroth-Gymnasiums (AAG) in Cuxhaven wurde er feierlich verabschiedet: viele Reden, viel Zustimmung, musikalische Untermalung, Geschenke und zum Ende einige Tränen.

Die Zahl 13 prägte Herrn Deutschmann maßgeblich, wie seine Nachfolgerin Juliane Kahle verdeutlichte: an einem 13. geboren und 13 Jahre als Schulleiter waren nur einige der Punkte. Kennen und schätzen gelernt habe auch schulfachlicher Dezernat Wolfgang Broy den Schulleiter. Er betonte den Hang zum Unorthodoxen, das humanitäre Engagement, aber auch die Diskretion von Deutschmann. Nach seinen Worten spielte er am Klavier "Over the Rainbow".

"Was ein Glück, dass wir dich haben"
"Sie haben verstanden, das Schiff einer toleranten Erziehung auf Kurs zu halten", richtete sich der stellvertretende Landrat Richard Schütt an den Schulleiter und überbrachte zudem eine Videobotschaft von Landrat Thorsten Krüger. "Was ein Glück, dass wir dich haben", betonte Uwe Santjer im Anschluss. Der Oberbürgermeister zitierte einige ehemalige Schüler: "Er war mein bester Lehrer", "Herr Deutschmann hat mich inspiriert und motiviert. Er hat mir den Grundstein für meinen beruflichen Werdegang gegeben." Diese Nachrichten zeigen, wie viel Bedeutung Wolfgang Deutschmann an der Entwicklung vieler junger Leute habe, sagte Santjer. "Immer da, wo du bist, sollst du wissen, dass wir stolz sind und Cuxhaven immer deine Heimat ist", betonte er und überreichte ihm eine Kugelbake.

Zwischen den Reden spielten Bläserklassen aus dem fünften und sechsten Jahrgang "Hardrock Blues" und "When the Saints Go marching in". "Wir freuen uns stets über dein Lachen", sagte Martin Reese, Rektor der Grundschule Groden. "Du bist ein Mann der Tat", wandte er sich an Wolfgang Deutschmann. Für den Ruhestand überreichte er ihm einen Theatergutschein: "Aber du musst ja noch zwei Wochen durchhalten in diesem Theater", sagte er lachend. Auch im Namen des Schulelternrats fand Nancy Tremba bewegende Worte. "Es gibt Menschen, die eine Schule verwalten, und es gibt die, die eine Schule prägen." Sie beschrieb den Schulleiter als stets ansprechbar mit einer beeindruckenden Nähe zu seinen Schülern. "Unsere Kinder fühlen sich wohl, sicher und sie fühlen sich gesehen", hob sie hervor. Dem konnte sich Schülervertreterin Yumna Al-Mwalad nur anschließen: "Wir haben gemerkt, dass Sie sich auch für uns Menschen hier interessieren." Der Weggang des Schulleiters werde eine Lücke hinterlassen, beschrieb sie.

"W wie weitsichtig, O wie offene Tür und optimistisch, L wie loyal und leidenschaftlich. F wie für alle da, fair und fürsorglich, G wie gelassen und geduldig. A wie ansprechbar und authentisch, N wie nahbar und G wie ganz schwer zu ersetzen." So beschrieben die Lehrer Katrin Blößl und Philipp Keller den Schulleiter anhand seines Vornamens.

"Als Schulleiter warst du wirklich sehr toll. Leider musst du fort an einen schülerfreien Ort", wurde der Liedtext von "Probier's mal mit Gemütlichkeit" am Ende des Stücks umgedichtet. Wolfgang Deutschmann war sichtlich ergriffen und wischte sich ein paar Tränen weg.

Übergabe des "Staffelstabs"
Die letzten Worte der Feier gehörten dem Schulleiter selbst. Er betrat die Bühne und machte ein Foto vom Publikum: "Das glaubt mir sonst keiner", sagte er lachend. Er sei mit dem Grundsatz "Nicht geschimpft ist genug gelobt" großgeworden. Daher sei er von den vielen lobenden Worten überrascht worden. "Ihr sollt hier gerne lernen", wandte sich Deutschmann an die Schüler. Die Zeit am AAG sei für ihn wie im Fluge vergangen. "Unser Streben und unser Ziel sollte das Glück unserer Kinder sein", betonte er und bekam Zustimmung. Als Schulleiter weitermachen könne er nicht, da er den jetzigen Abiturienten vor neun Jahren versprochen habe, mit ihnen zu gehen. So übergab er das Schild des Direktors an Juliane Kahle als "Staffelstab" weiter.

Mit "Time to Say Goodbye" endete die Verabschiedung emotional und berührend - einige Leute waren den Tränen nah. Auch die Eheleute Deutschmann zückten die Taschentücher. Auch wenn seine Ära als Schulleiter endet, stehen für Wolfgang Deutschmann bereits neue Pflichten an: In den nächsten Tagen wird er Großvater. Er warte nur auf den Anruf, um nach Hamburg zu seinem Enkelkind zu fahren.











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