Aktionstag in Süderwisch: Quartiersplatz wurde zum Wohnzimmer
Anlässlich des "Tages der Städtebauförderung" hatten die Stadt und diverse Partner-Institutionen am Sonnabend zum Frühlingsfest im Sanierungsgebiet eingeladen.
Mehr Aufenthaltsqualität und weniger Verkehr - mit diesen Schlagworten könnte man den Fortschritt im Cuxhavener Stadtteil Lehfeld zusammenfassen. Was sich in einem Bereich zwischen Oderstraße, Schneidemühlplatz und Pommernstraße in vergangenen Jahren im Detail getan hat, konnten Interessierte anlässlich des "Tages der Städtebauförderung" erleben.
Informationen zur Quartiersentwicklung gab es sozusagen "frei Haus": Fachleute aus der Stadtverwaltung, Ratsmitglieder und ein Team der Siedlungsgesellschaft standen als Ansprechpartner bereit, sobald es um Fragen der Stadtentwicklung oder einzelne Baumaßnahmen ging.
Entspannte Stunden in Gesellschaft
Nachdem die soziale Komponente (also das Miteinander der in einem Viertel lebenden Menschen) im Rahmen der bundesweit mit drei unterschiedlichen Programmen hinterlegten Städtebauförderung sehr hoch angesiedelt ist, standen am vergangenen Sonnabend allerdings nicht unbedingt die Zahlen und Fakten im Vordergrund. Stattdessen kam es beim "Tag der Städtebauförderung" darauf an, ein paar entspannte Stunden in Gesellschaft zu verbringen: mit Nachbarn, Freunden oder ein paar Zufallsbekanntschaften, die man womöglich eben erst an einem der unter freiem Himmel aufgestellten Tische gemacht hatte.
Nach dem Vorbild vorangegangener Veranstaltungen, die in Vorjahren unter anderem im zweiten Cuxhavener Sanierungsgebiet (dem Lehfeld) zu erleben waren, hatte man diesmal in Süderwisch ein kleines Straßen- oder wie es offiziell hieß: Frühlingsfest auf die Beine gestellt. Im Dreieck zwischen der Pommernstraße, dem Schulgelände oder der Kirche säumten Stände der im Quartier tätigen Partnerinitiativen die Laufwege der Besucher. Crêpes oder Kartoffelpuffer wurden als Snacks angeboten, und nach einem Stopp beim am Straßenrand geparkten Café-Mobil lag es nahe, den Cappuccino-Becher einmal quer über den Platz zu balancieren: Im Kirchen-Foyer durfte man sich gegen eine freiwillige Spende ein Stück Kuchen aussuchen.
Das Leben im Quartier ist bunt
Gegen zwölf Uhr, noch bevor sich die Meile mit Menschen aus den umliegenden Häusern füllte, war die Veranstaltung offiziell eröffnet worden. Den Oberbürgermeister vertretend begrüßte Stadtbaurat Andreas Eickmann nicht nur Besucherinnen und Besucher, sondern auch die zum Gelingen des Aktionstages beitragenden Initiativen. "Dieses Viertel ist bunt", bekräftigte Eickmann - ein Hinweis, der sich auf die Vielfalt der das Quartiersleben in Süderwisch ausmachenden Nationalitäten bezog.
Für Kinder, die aus der Nachbarschaft, aber auch aus anderen Cuxhavener Stadtteilen zum "Tag der Städtebauförderung" kamen, bot das Fest eine Menge: An Basteltischen vor dem Kirchenportal durften sie Perlen zu Armbändern auffädeln oder Sommerblumen in selbst verzierten Töpfchen aussähen. Nebenan gab es ein Polaroid als Erinnerung an oder - Stichwort: Foto - ein Bilderrätsel mit Motiven aus der eigenen Umgebung. Den Funkturm zuzuordnen war keine Kunst. Aber wo, um alles in der Welt, findet man in Süderwisch einen Postkasten?
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