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Anne Brandes und Coach Tim Raue gaben im Halbfinale alles, um mit dem letzten Löffel noch die letzte Show zu erreichen. Foto: Joyn/Benedikt Müller
Anne Brandes und Coach Tim Raue gaben im Halbfinale alles, um mit dem letzten Löffel noch die letzte Show zu erreichen. Foto: Joyn/Benedikt Müller
Ein Abend mit Höhen und Tiefen

"The Taste"-Drama: Weg zum Finale wird zur Zerreißprobe für Anne Brandes aus Cuxhaven

von Tim Larschow | 10.12.2025 Zuletzt aktualisiert: 09.01.2026 02:35 Uhr

Im Halbfinale der Sat.1-Kochshow "The Taste" wurde es für Anne Brandes aus Altenbruch spannend. Es ging um nicht weniger als den letzten freien Platz im Finale am 17. Dezember - und für Brandes wurde es ein emotionaler Abend mit Höhen und Tiefen.

Zu Beginn der Sendung trat Gastjuror Frank Rosin auf den Plan. Er ließ die Coaches direkt gegeneinander antreten: Der beste Löffel sicherte einem Kandidaten einen garantierten Finalplatz. Tim Raue und Elif Ozan überzeugten Rosin mit ihren Kreationen, und Raue entschied sich schließlich dafür, Patrick "Pako" Ködel ins Finale zu schicken - nicht jedoch Anne Brandes.

Rose geschmacklich in Szene setzen

Anschließend folgte die Duellrunde. Die Kandidatinnen und Kandidaten erhielten ihre Gegner per Losverfahren, bewertet wurde diesmal von Rosina Ostler. Die ehemalige "The Taste"-Finalistin von 2014 ist inzwischen Zwei-Sterne-Köchin und kehrte als Gastjurorin zurück. Ihr Thema lautete "Flower-Power": Gekocht wurde mit eingelegten Blüten, süß oder sauer.

Anne Brandes zog im Losverfahren Leonardo Vincenzo Ceruzzi "Leo", der bislang die meisten Sterne gesammelt hatte. Beide sollten die Rose geschmacklich in Szene setzen, und beide Löffel konnten überzeugen.

"Mit meinem Los war ich eigentlich sehr zufrieden und hatte direkt viele Ideen. Mit meinem Duellgegner war ich auch sehr glücklich. Leo und ich kochen sehr unterschiedlich und das macht den Vergleich vielleicht besser", erzählt sie. Dennoch entschied sich Ostler gegen Brandes, womit diese in die Entscheidungsrunde musste.

Anne Brandes zeigt den Löffel, der letztlich den entscheidenden Unterschied machte. Foto: Joyn /Benedikt Müller

Tea Time wird für Brandes zur letzten Hürde

Im finalen Kochdurchgang des Abends lautete das Motto "Tea Time". Drei Teesorten standen zur Auswahl, deren Aromen kreativ in einem Löffel verarbeitet werden mussten - ein Thema, das ausgerechnet Rosina Ostler bereits 2014 selbst zum Verhängnis geworden war. Die Zeit war knapp, und die Kandidatinnen und Kandidaten mussten binnen Sekunden eine Idee entwickeln. "Die Aufregung ist kaum in Worte zu fassen. Ich bin sehr lange dabei und bin mehr als zufrieden, aber jetzt, so kurz vor dem Finale, will man doch einfach nur dabei sein", erzählt Brandes und ergänzt: "Ich war konzentriert und habe einfach mein Ding gemacht."

Auf die Frage, wie man in diesem Moment auf die Idee für den Löffel kommt, sagt die Profiköchin aus Altenbruch: "Die Entscheidungsfindung passiert in Sekunden und oft bin ich gestolpert, aber in diesem Fall hieß es: Die erste Idee wird umgesetzt, denn für eine zweite fehlt einfach die Zeit", so Brandes. Sie entschied sich für eine Kombination aus chinesischem Rauchtee mit Räuchertofu, Spitzkohl, Tsatsiki und Salat. Ihr Löffel überzeugte Rosina Ostler optisch wie geschmacklich: Der intensive Tee war harmonisch eingebunden, und die Komposition wirkte stimmig.

"Das Gefühl, es dann geschafft zu haben, war unbeschreiblich. Das Finale ist einfach ein Traum", sagte die Altenbrucherin, die das letzte Ticket für die finale Show bekam.

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