Blackout auf der Elbe querab von Cuxhaven-Altenbruch: Schlepper sichern "Ida Rambow"
Am späten Donnerstagnachmittag kam es auf dem Containerschiff "Ida Rambow" auf der Elbe vor Cuxhaven zu einem Blackout (Maschinenausfall). Der manövrierunfähige Frachter musste querab von Altenbruch zwischen den Tonnen 38 und 40 notankern.
Glücklicherweise an einer Stelle, an der der weitere Schiffsverkehr auf der Elbe nicht behindert wurde. Die "Ida Rambow" ist 149 Meter lang und 22 Meter breit. Der Tiefgang beträgt 8,71 Meter.
Eigner ist immer zuerst in der Verantwortung
Zwei Schlepper der Firma Wulf - "Wulf 7" und "Wulf 9" - eilten dem Schiff zu Hilfe. Diese Anforderung technischer Unterstützung obliegt immer erst dem Eigner, erklärt Philipp Kiss, Leiter der Verkehrszentrale Cuxhaven des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Elbe-Nordsee.
"Neuwerk" war zur Absicherung vor Ort
Als Absicherung wurde außerdem die "Neuwerk", Mehrzweckschiff des Bundes, zum Ort des Geschehens beordert. Auch dies sei ein ganz normaler Vorgang für den Fall von Zwischenfällen beim Ankern, beim Herstellen der Schleppverbindung oder beim Schleppen für den Fall, dass eine Grundberührung oder eine Kollision drohe, so Philipp Kiss. In diesem Fall habe die "Neuwerk" nicht eingreifen müssen.
Liegeplatz beim Offshore-Energiezentrum
Der Weg in den Cuxhavener Hafen war nicht allzu lang: Die "Ida Rambow" wurde an den Liegeplatz 9 (unweit von Siemens Gamesa im Deutschen Offshore-Energiezentrum) geleitet, wo sie auch am Freitag zur Mittagszeit noch lag. Auch die Organisation des Liegeplatzes sei zuerst Aufgabe des Eigners (zumeist einer Reederei), erläutert Philipp Kiss. Gelinge das nicht, unterstütze die Verkehrszentrale bei der Suche. Bei der im Revier bestens bekannten "Ida Rambow" aus der traditionsreichen Familienreederei Rambow aus Drochtersen/Assel sei das nicht der Fall gewesen.
Auf Schiffstracker-Portalen ist der jüngste Kurs der aus Richtung Nord-Ostsee-Kanal kommenden "Ida Rambow" - mit einigen Drehungen vor Altenbruch - noch zu sehen. Dabei ist zu erkennen, dass der Containerfrachter, der rechnerisch 1008 Standard-20-Fuß-Container transportieren kann (1008 TEU), zeitweilig durch die Strömung dem Rand des Fahrwassers direkt vor dem Altenbrucher Strand recht nah gekommen war. Nicht nur der Experte spricht daher von einem glücklichen Verlauf.
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