CNV Medien

Das Mehrzweckschiff "Neuwerk" des Bundes wurde sicherheitshalber zum Havaristen beordert, musste jedoch nicht eingreifen. Archivfoto: Reese-Winne
Das Mehrzweckschiff "Neuwerk" des Bundes wurde sicherheitshalber zum Havaristen beordert, musste jedoch nicht eingreifen. Archivfoto: Reese-Winne
Havarie vor dem Strand

Blackout auf der Elbe querab von Cuxhaven-Altenbruch: Schlepper sichern "Ida Rambow"

von Maren Reese-Winne | 02.10.2026 Zuletzt aktualisiert: 02.10.2026 17:58 Uhr

Am späten Donnerstagnachmittag kam es auf  dem Containerschiff "Ida Rambow" auf der Elbe vor Cuxhaven zu einem Blackout (Maschinenausfall). Der manövrierunfähige Frachter musste querab von Altenbruch zwischen den Tonnen 38 und 40 notankern.

Glücklicherweise an einer Stelle, an der der weitere Schiffsverkehr auf der Elbe nicht behindert wurde. Die "Ida Rambow" ist 149 Meter lang und 22 Meter breit. Der Tiefgang beträgt 8,71 Meter.  

Eigner ist immer zuerst in der Verantwortung

Zwei Schlepper der Firma Wulf - "Wulf 7" und "Wulf 9" - eilten dem Schiff zu Hilfe. Diese Anforderung technischer Unterstützung obliegt immer erst dem Eigner, erklärt Philipp Kiss, Leiter der Verkehrszentrale Cuxhaven des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Elbe-Nordsee.  

"Neuwerk" war zur Absicherung vor Ort

Als Absicherung  wurde außerdem die "Neuwerk", Mehrzweckschiff des Bundes, zum Ort des Geschehens beordert. Auch dies sei ein ganz normaler Vorgang für den Fall von Zwischenfällen beim Ankern, beim Herstellen der Schleppverbindung oder beim Schleppen für den Fall, dass eine Grundberührung oder eine Kollision drohe, so Philipp Kiss. In diesem Fall habe die "Neuwerk" nicht eingreifen müssen.

Liegeplatz beim Offshore-Energiezentrum

Der Weg in den Cuxhavener Hafen war nicht allzu lang: Die "Ida Rambow" wurde an den Liegeplatz 9 (unweit von Siemens Gamesa im Deutschen Offshore-Energiezentrum) geleitet, wo sie auch am Freitag zur Mittagszeit noch lag. Auch die Organisation des Liegeplatzes sei zuerst Aufgabe des Eigners (zumeist einer Reederei), erläutert Philipp Kiss. Gelinge das nicht, unterstütze die Verkehrszentrale bei der Suche. Bei der im Revier bestens bekannten "Ida Rambow" aus der traditionsreichen Familienreederei Rambow aus Drochtersen/Assel sei das nicht der Fall gewesen.

Unter anderem auf dem Schiffstrackerportal "Marinetraffic" ist der Kurs der manövrierunfähigen "Ida Rambow" vor dem Altenbrucher Strand nachzuvollziehen. Screenshot: Marinetraffic

Auf Schiffstracker-Portalen ist der jüngste Kurs der aus Richtung Nord-Ostsee-Kanal kommenden "Ida Rambow" - mit einigen Drehungen vor Altenbruch -  noch zu sehen. Dabei ist zu erkennen, dass der Containerfrachter, der rechnerisch 1008 Standard-20-Fuß-Container transportieren kann (1008 TEU), zeitweilig durch die Strömung dem Rand des Fahrwassers direkt vor dem Altenbrucher Strand recht nah gekommen war. Nicht nur der Experte spricht daher von einem glücklichen Verlauf. 

Unter anderem auf dem Schiffstrackerportal "Marinetraffic" ist der Kurs der manövrierunfähigen "Ida Rambow" vor dem Altenbrucher Strand nachzuvollziehen. Screenshot: Marinetraffic

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?

(1 Stern: Nicht gut | 5 Sterne: Sehr gut)

Feedback senden

CNV-Newsletter

Wissen, was im Cuxland los ist: Alle wichtigen Nachrichten aus der Stadt und dem Landkreis Cuxhaven direkt in Ihr Postfach. Hier für den CNV-Newsletter anmelden.


Top Nachrichten



Bild von Maren Reese-Winne
Maren Reese-Winne

Redakteurin
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

reese-winne@no-spamcnv-medien.de

Lesen Sie auch...
Männergruppen geraten aneinander

Massenschlägerei in Cuxhaven: Polizei richtet Hinweisportal für Fotos und Videos ein

Wende im Betrugsprozess

670.000 Euro mit gefälschter Markenware? Verfahren gegen Cuxhavener eingestellt

Fester Stopp in der Stadt

Cuxhavener Fleckenmarkt: Publikumsliebling verändert das Leben eines Schaustellers

Austausch soll Gefahr ausschalten 

Große Rückrufaktion in der Volkswagen-Gruppe betrifft auch Tausende im Kreis Cuxhaven