Bundeswehr-Plakate in Cuxhaven beschmiert: Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung
In Cuxhaven sorgen beschmierte Bundeswehr-Plakate für Aufsehen. Die Ermittlungen der Polizei laufen. Die Vorbereitungen auf den "Tag der Bundeswehr" gehen wie geplant weiter. Die Deutsche Marine verurteilt den Vorfall.
Beschmierte oder zerstörte Plakate, vor allem zu Wahlen, sind keine Seltenheit. Aktuell wurden in Cuxhaven jedoch Plakate zum "Tag der Bundeswehr" von Unbekannten beschmiert.
Unter anderem betroffen sind die Plakate am Feldweg, am Karl-Olfers-Platz und an der Abendrothstraße. Wie Stephan Hertz, Pressesprecher der Polizeiinspektion Cuxhaven, auf Nachfrage mitteilt, sind insgesamt fünf Plakate betroffen. "Die Beschädigungen wurden am 14. Mai festgestellt und von Amts wegen Strafanzeigen wegen Sachbeschädigung gegen unbekannt eingeleitet." Die Ermittlungen werden durch das Fachkommissariat Polizeilicher Staatsschutz der Polizeiinspektion Cuxhaven geführt, erläutert Hertz. Zur Intention sagt der Pressesprecher: "Von einer politischen Motivation wird zurzeit ausgegangen." Er erläutert, dass Sachbeschädigungen dieser Art öfter vorkommen. "Aber außerhalb von Wahlkampfphasen sind beschädigte Plakate mit politischer Motivation eher selten im hiesigen Zuständigkeitsbereich."
Abgerissen, beschriftet oder bemalt
Auch die Deutsche Marine äußert sich zu den Vorfällen. Mindestens zwei Plakate wurden abgerissen und vier weitere beschriftet oder bemalt, teilt eine Sprecherin der Deutschen Marine auf Anfrage von cnv-medien.de mit. "Die Höhe des entstandenen Sachschadens beläuft sich auf etwa 1500 Euro." Vorfälle dieser Art kämen vereinzelt vor, stellten jedoch kein flächendeckendes oder regelmäßiges Problem dar, sagt die Sprecherin. "Unabhängig davon verurteilen wir jede Form von Sachbeschädigung."
Die Planungen zum "Tag der Bundeswehr" seien von solchen Vorfällen nicht beeinflusst und laufen wie vorgesehen weiter. "Die Marineflieger nehmen die überwiegend positive und interessierte Haltung der Bevölkerung gegenüber dem Tag der Bundeswehr in Nordholz weiterhin deutlich wahr", betont die Sprecherin der Deutschen Marine.
Hohes Interesse an der Arbeit der Bundeswehr
Die CNV-Redaktion hat sich ebenfalls beim Bundesministerium der Verteidigung erkundigt. "Der angesprochene Vorgang wird aufgrund seiner regionalen Dimension nicht durch das Bundesministerium der Verteidigung bewertet", teilt eine Sprecherin mit. Der "Tag der Bundeswehr" sei die größte öffentlichkeitswirksame Veranstaltung der Bundeswehr. "Im letzten Jahr wurde mit über 280.000 Besucherinnen und Besuchern ein Rekord erreicht." Das zeige sowohl das hohe Interesse als auch die Wertschätzung der Bevölkerung für die Arbeit der Bundeswehr, sagt die Sprecherin des Verteidigungsministeriums.

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