Captain Ahab's Culture Club in Cuxhaven als Kultstätte und Treffpunkt neu etablieren
Seit 2023 ist "Captain Ahab's Culture Club" in seine ursprüngliche Wirkungsstätte in Grimmershörn zurückgekehrt. Aber noch fehlt der Kick der vergangenen Zeiten. Das soll jetzt anders werden. Aktive machen sich auf und suchen Unterstützung.
"Der Club war jeden Freitag voll. Die Leute standen in Dreierreihen am Tresen und lauschten ganz unterschiedlicher Musik. Es war das Zentrum der Bucht und des ganzen Stadtteils; die Leute kamen dorthin, ohne sich extra dafür zu verabreden", schwärmt Frank Oehne, Gründungsmitglied von "Captain Ahab's Culture Club". Er ist einer derjenigen, die sich dafür einsetzen, dass all dies nach unruhigen Zeiten wieder genau so kommt.
Verein zu alter Stärke zurückführen
Zusammen mit Klaus Gilg, Schriftführer des Vereins, bekräftigte er dieser Tage den Willen, den Verein zu erhalten und zu alter Stärke zurückzuführen - weil alles andere zu schade wäre. Nach Schwierigkeiten und Unstimmigkeiten wie personellen Engpässen, unterschiedlichen Vorstellungen, dem zwischenzeitlichen Umzug in die Kleinkunstbühne und nicht zuletzt Corona - wollten sie nach vorne schauen, so Klaus Gilg.
Alle Mitglieder können mitreden
Die finanzielle Lage sei "schwierig, aber lösbar". Der Verein sei nicht pleite. Bei einer Mitgliederversammlung Anfang 2025 solle ein neuer Vorstand gewählt werden. Ein Baustein des Wiederaufbaus: Mehr Einbeziehung der rund 320 Mitglieder. "Wir suchen zum Beispiel jemanden, der bereit wäre, verlässlich bei den Veranstaltungen die Tontechnik zu übernehmen." Wer sich schon einbringen möchte, kann sich vorab unter klaus.gilg@mac.com melden.

Klaus Gilg kündigt weiter an: "Alle Mitglieder sollen per Brief angeschrieben und zu ihren Wünschen befragt werden." Bei einer Programmerweiterung seien klassische Konzerte ebenso denkbar wie Mottotage - etwa Themen wie 20-er oder 60er-Jahre. Die Räume seien aber auch für viele andere Zwecke geeignet.
Viele Geschmäcker ansprechen
"Licht und Akustik sind deutlich besser geworden und die Bühne prima", verrät Klaus Gilg. Selbst so große Formationen wie die Big Band Cuxhaven fänden auf und vor der Bühne Platz. Bei Pächter Frank Mertinkus und Tochter Anna-Lena Claus stoße der Verein auf große Kooperationsbereitschaft. So solle durch Deko und Beleuchtung wieder eine echte Clubatmosphäre entstehen. Auch das gastronomische Angebot solle vielfältig sein und weit über Fingerfood hinausgehen.
"Mitglieder hängen an diesem Ort"
"Die Mitglieder hängen an diesem Ort", sind Gilg und Oehne überzeugt. Schließlich handle es sich um ein waschechtes Stück Cuxhavener Architektur- und Militärgeschichte: Einst diente der Kuppelsaal den Mannschaften der kaiserlichen Marine als Kantine, später war hier die Unteroffiziersmesse.
Anfang unter einfachsten Bedingungen
In den Anfangsjahren des Ahab's Clubs (los ging es im Jahr 1999 auf Initiative von Nik Schumann und Fiete Andres, die einen Auftrittsort für ihre Jazzformation "Esther & the Roaring Forties" schaffen wollten und beim Eigentümer Helmut König auf offene Arme stießen) gab es noch keine Bühne für Bands oder auch Kabarettisten, die häufig zu Gast waren.
"Die Gastronomie bestand aus hingestellten Bierkisten und Rotweinflaschen in Kartons, geliefert von Alkohol-Frey", grinst Frank Oehne. "Eine Bewirtschaftung gab es noch nicht, jeder warf etwas in die Kasse." Der Club diente auch als Nachbarschaftstreff "für alle zwischen Alter Liebe und Kugelbake".
Viele könnten beitragen
Dieser Ort der Begegung solle nicht untergehen. Der Club lebe von Mitgliedsbeiträgen und Sponsoren - weitere Förderer würden dem Verein Rückendeckung verleihen. Auch Stadt und Kurverwaltung könnten heimischen Künstlern und Anbietern mehr Aufmerksamkeit entgegenbringen, findet Klaus Gilg.
Am Freitag Country mit der Band "New Horses"
Aber auch Mitglieder und Nichtmitglieder seien gefordert, mit ihrer Anwesenheit Solidarität zu zeigen. Los gehen könnte das sofort: Beim Auftritt der Countryband "New Horses" am Freitag, 15. November, soll auch - aber nicht nur - dem Linedance gefrönt werden. Los geht es um 20.30 Uhr (Einlass und Gastronomie ab 19 Uhr).
"Die Feuerzangenbowle" auf der großen Leinwand
Für den 6. Dezember wird ein besonderer Filmabend versprochen: Während auf einer großen Leinwand der Filmklassiker "Die Feuerzangenbowle" mit Heinz Rühmann gezeigt wird, kann eine Kostprobe von einer echten Feuerzangenbowle genommen werden. Weihnachtsstimmung inbegriffen.
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