Cuxhavener CDU will stärkste Kraft im Stadtrat werden
Bei der Kommunalwahl am 13. September treten die Christdemokraten mit 51 Kandidatinnen und Kandidaten an.
Die Cuxhavener CDU schickt 51 Kandidatinnen und Kandidaten in den Kommunalwahlkampf. Die Listen für die Stadtratswahl sind damit voll besetzt, in allen drei Wahlbereichen treten jeweils 17 Bewerber an.
Bei der Listen-Vorstellung sprach CDU-Stadtverbandsvorsitzender Christoph Frauenpreiß von einer Verjüngung: So seien viele, die 2021 erstmals kandidierten, bei der kommenden Wahl abermals mit von der Partie. Neben Mitgliedern, die sich mit frischem Engagement um ein Mandat bewerben, gebe es auch erfahrene Bewerber, ergänzte Vorstandsmitglied Melanie Eitzen-Fischer. Die CDU verwies zudem auf einen breiten gesellschaftlichen Mix: "Unter den Kandidatinnen und Kandidaten haben wir viele Handwerker, Arbeitnehmer und übrigens auch viele Ehrenamtliche", sagte Frauenpreiß bei einem Pressetermin. Das Ziel, das die Christdemokraten mit diesem Personaltableau erreichen möchten, beschrieb der Stadtverbandsvorsitzende in einem Satz: "Wir wollen stärkste Kraft im Stadtrat werden."
Union greift nach dem vierten Ortsbürgermeister-Posten
Auch in den Ortsräten möchte die Union in der kommenden Wahlperiode die Führung übernehmen. In Sahlenburg, Altenbruch und Lüdingworth war das schon im laufenden Turnus gelungen; nach der bevorstehenden Kommunalwahl wolle man "in allen vier Ortschaften" - also auch in Altenwalde - "den Ortsbürgermeister stellen". Gute Chancen rechnet sich die CDU außerdem bezüglich der Ortsvorsteher-Ämter (in Berensch-Arensch und in Holte-Spangen) aus.
"Personell haben wir jeder Wählerin und jedem Wähler etwas anzubieten", urteilte der CDU-Ratsfraktionsvorsitzende Thiemo Röhler über die Kandidatenlisten für den Rat. Jene werden in Wahlbereich III von Enak Ferlemann und Beatrice Lohmann, in Wahlbereich II von Thomas Brunken und Christoph Frauenpreiß und in Wahlbereich I von Röhler selbst sowie von Franka Güntzler angeführt. Es gehe aber nicht nur um Listen, betonte Röhler, sondern auch um persönliche Stimmen. "Sie wirken sich auf das Parteiergebnis und auf die Fraktionsstärke aus."
Haustür-Wahlkampf und Gartenzaun-Gespräche
Dass viele Parteimitglieder den Sprung in die aktive Politik wagen wollen, erklärt sich die Cuxhavener CDU, die mit Thomas Brunken den nächsten Oberbürgermeister stellen will, mit ihrer lokalen Verankerung. "Mit Blick auf die Lage im Bund hält es der ein oder andere vielleicht auch für an der Zeit, aktiv Farbe zu bekennen", räumte Frauenpreiß auf Nachfrage ein. "In Gesprächen hören wir trotzdem, dass klare Themen dominieren", so der Vorsitzende. "Da gibt es viele, die uns sagen: In der Stadt geht es nicht so voran, wie wir uns das wünschen."
Wähler, die ähnlich denken, möchte die Union bis zum 13. September mit Wochenmarkt-Ständen, mit den von Thomas Brunken entwickelten "Gartenzaungesprächen" oder im Haustür-Wahlkampf erreichen. "Kommunikation ist das A und O", ergänzte Thiemo Röhler und versah den Satz mit einer Spitze gegen die amtierende Verwaltungsführung: Wenn gewählte Vertreter immer weniger in der Lage seien, das Verwaltungshandeln zu erklären, sei es kein Wunder, dass Unruhe in der Bevölkerung wachse. (kop) .
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