Cuxhavener "Fest der Kulturen": Weltreise im Kleinformat
Vielfalt als Standortfaktor: Mit dem "Fest der Kulturen" ist am Sonntag (30. August 2026) in Cuxhaven die Interkulturelle Woche 2026 gestartet.
Mit einem "Fest der Kulturen" hat in Cuxhaven am Sonntag die "Interkulturelle Woche 2026" begonnen. Die vom Bundesfamilienministerium, der Initiative "Demokratie leben" und dem lokalen Bündnis für Demokratie Cuxhaven unterstützte Reihe bietet keineswegs nur eine Woche lang, sondern bis in den Monat Oktober hinein ein vielseitiges kulturelles Programm.

Vielfalt war auch bei der Auftaktveranstaltung angesagt. Das "Fest der Kulturen" ließ sich durchaus mit einer kleinen Weltreise vergleichen, die man allerdings ganz bequem - nämlich innerhalb der Mauern des Hauses der Jugend - unternehmen konnte. In einer Begrüßung wandte sich Oberbürgermeister Uwe Santjer aber weniger an die zwischen den einzelnen Stationen hin- und herpilgernden Besucher. Seine Worte galten am Sonntag vor allem denjenigen Bürgern, die in Cuxhaven eine neue Heimat gefunden haben und ins Haus der Jugend gekommen waren, um andere an ihren kulturellen Wurzeln teilhaben zu lassen.

"Schön, dass wir euch alle hier haben"
"Schön, dass wir euch alle hier haben", sagte Santjer. Menschen unterschiedlicher Herkunft seien "kein Manko, sondern eine Stärke". Das "Rezept" für Cuxhavens Erfolge sind nach seinen Worten die Vereine und Institutionen vor Ort, getragen von vielen Ehrenamtlichen, die sich kümmern. "Wir haben in unseren Genen, dass wir gut miteinander umgehen, und das macht uns stark", schloss der Oberbürgermeister, bevor er der Veranstaltungsreihe einen nachhaltigen Effekt ("Wochen, die bleiben") wünschte.

Svenja Plock, Leiterin des Hauses der Jugend, freute sich darüber, die Auftaktveranstaltung der "Interkulturellen Woche" in den eigenen Räumen ausrichten zu dürfen. Die für einen Sonntagnachmittag ausgesprochen gut besuchte Veranstaltung bot aus ihrer Sicht die Chance, die kulturelle Vielfalt Cuxhavens "mitzuerleben und mitzufühlen".

Allerhand "Neuland" zu entdecken
Der Kreis der an der Abendrothstraße vertretenen Nationen reichte von der Türkei über Portugal bis zur Ukraine - und dazwischen gab es allerhand "Neuland" zu entdecken. Polnische Lebensart oder indische Spezialitäten in Cuxhaven? Gibt es! Kostproben aus den Länderküchen wurden in einer solchen Fülle angeboten, dass man schon einigermaßen großen Hunger mitbringen musste, um einen gegen einen kleinen Obolus verkauften Kulinarik-Pass "abzuarbeiten". Finger-Food boten zudem einzelne Initiativen an, die beim "Fest der Kulturen" mit von der Partie waren. Das Begegnungszentrum "Tante Emma" aus dem Lotsenviertel zum Beispiel, das mit einem der aus Italien bekannten Motorkarren - dem neuen "Tante Emma"-Infomobil - angereist war. Unter dem Strich hatte Plock nicht zu viel versprochen, als sie in ihrer Begrüßung von einem "kunterbunten Haus" sprach, das es am Sonntag zu entdecken gab.

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