Cuxhavener Weihnachtsmarkt-Betreiber zieht Fazit - und will in 2026 etwas ändern
Hakan Bingöl zieht ein Fazit seiner beiden Weihnachtsmärkte in Cuxhaven. Gleichzeitig wirft er schon jetzt den Blick voraus und verrät, woran er im Jahr 2026 arbeiten möchte.
Zwei Weihnachtsmärkte aus der Hand ein- und desselben Veranstalters: Ob das funktionieren würde, hatten sich nicht nur Konkurrenten gefragt. Von einer Herausforderung sprach auch der Betreiber von "Winter- " und "Weihnachtszauber". Rückblickend äußert sich Hakan Bingöl mehr als zufrieden.
Er selbst, so Hakan Bingöl, sei überrascht gewesen vom Ausmaß des positiven Feedbacks, das er nicht nur im Kreis von Kollegen oder Bekannten, sondern vor allem von Besuchern der beiden Märkte erhalten habe. Lob bezog sich offenbar auf das Gesamtbild - und nicht zuletzt auf eine in den Markt am Schloss integrierte Zeile mit Hütten, die von Kunsthandwerkern bespielt wurden. Auch diese Aussteller sollen sich mit der Gästefrequenz sehr zufrieden gezeigt haben.

Konkurrenz-Effekte blieben laut Veranstalter aus
Ein paar Bedenken hatte der seit 2010 im Event-Geschäft tätige Cuxhavener selbst gehabt: Würde er sich mit zwei jahreszeitlichen Märkten (am Schloss und im Kurpark) selbst Konkurrenz machen? Letzteres sei nicht passiert; nach Bingöls Angaben haben sich "Weihnachtszauber am Schloss" und der "Cuxhavener Winterzauber" nicht nur hinsichtlich des Angebots, sondern auch in puncto Auslastung ergänzt. An den Wochenenden soll der Markt in Döse überdurchschnittlich gut besucht gewesen sein. Wochentags seien Besucherspitzen vor allem beim "Weihnachtszauber am Schloss" zu verzeichnen gewesen.
Den dortigen Markt möchte Bingöl nach eigenen Angaben sukzessive aufwerten: Er plane, das kulinarische Angebot weiter zu verfeinern, teilte der Gastronom auf Anfrage von cnv-medien.de mit. Atmosphärisch werde man beim Markt in Ritzebüttel weiterhin auf klassische Weihnachtstraditionen setzen. So hat es sich nach Bingöls Worten bereits bei der Premiere im zurückliegenden Jahr bezahlt gemacht, weihnachtliche Musik anstelle von Après-Ski-Hits zu spielen.
"Das war die richtige Entscheidung", bilanziert der Weihnachtsmarkt-Betreiber, dem schließlich auch Stimmen aus den Reihen der ursprünglichen Mitbewerber Respekt zollten. Bei der Neuvergabe des Weihnachtsmarktes im August vergangenen Jahres hatte auch die örtliche Kaufmannschaft ihren Hut in den Ring geworfen. Als unterlegene Bewerberin hatte die Werbegemeinschaft City Cuxhaven sinngemäß von einer verpassten Chance gesprochen: Das Konzept einer Echteis-Schlittschuhbahn hätte aus Sicht der Einzelhändler-Vereinigung das Weihnachtsgeschäft in der Fußgängerzone beleben können.

Stadt: Kaufleute hätten durchaus etwas machen können
Der Auffassung, dass Kaufleuten im Zuge der Marktvergabe die Möglichkeit genommen worden sei, eigene weihnachtliche Akzente zu setzen, traten offizielle Stellen bereits vor mehreren Wochen entgegen. Anders als streckenweise kolportiert wurde, existiere kein sich auf den Bereich Nordersteinstraße erstreckender Gebietsschutz. Das machte Erster Stadtrat Marcus Itjen noch im Dezember in einem Pressegespräch deutlich. Itjen wies auf insgesamt 14 Standplätze zwischen "Butt" und Südersteinstraße hin. Eine Nutzung dieser Spots (für Buden oder Verkaufsstände) wäre bei der Stadt zu beantragen gewesen; die Vergabe habe mitnichten dem Weihnachtsmarkt-Betreiber oblegen, hieß es aus dem Cuxhavener Rathaus. Dort legte man in Reaktion auf kritische Stimmen aus der Kaufmannschaft dar, dass nur drei der beschriebenen Punkte bespielt worden seien, während elf Standplätze ungenutzt blieben. Das Lotsenviertel tangiere die beschriebene Vergabedebatte überhaupt nicht, hieß es zudem.