Der Kleingartenverein Döse-Nord ist jetzt Partner der Biosphärenregion Wattenmeer
Zwischen Gemüsebeeten, Hochbeeten und kleinen Biotopen will der Kleingartenverein Döse-Nord mehr sein als ein Ort zum Gärtnern. Als neuer Partner der Biosphärenregion setzt er auf Artenvielfalt, Nachhaltigkeit und Offenheit.
Zwischen den Gemüsebeeten, Hochbeeten und kleinen Biotopen in Döse geht es um mehr als das Gärtnern: Der Kleingartenverein Döse-Nord möchte seine Anlage für alle öffnen. Seit Juni ist der Verein deshalb Partner der Biosphärenregion Niedersächsisches Wattenmeer. Am Sonnabend wurde die Partnerschaft mit der Übergabe der Urkunde offiziell gewürdigt und erklärt, wieso ein Kleingartenverein Biosphärenregion-Partner wird.
Viele Gäste waren zu diesem Anlass in den Kleingartenpark gekommen. Thomas Meyer, Vorsitzender des Kleingartenvereins Döse-Nord, begrüßte die Besucher: "Willkommen in unserem Kleingartenpark." Den Verein gibt es seit mehr als 90 Jahren. "Unsere Kleingartenanlage ist seit jeher ein Ort des Gärtnerns, der Erholung und der Gemeinschaft. Im vergangenen Jahr ist aber noch etwas dazugekommen: die Idee, aus der Kleingartenanlage einen offenen Park zu machen."
"Mensch und Natur werden hier in Einklang gebracht"
Ein Ort, an dem Natur erlebt, Wissen vermittelt und gemeinsames Engagement möglich wird - für Vereinsmitglieder, Anwohnerinnen und Anwohner, Kinder und Senioren ebenso wie für Gäste der Stadt. Wer auf dem Weg zum Kurpark oder zum Strand ist, soll hier einen besonderen, vielleicht bislang unbekannten Ort entdecken können.
"Die Partnerschaft mit der Biosphärenregion ist für uns eine Anerkennung und Ermutigung. Unser Park steht für naturnahe Erholung, Naturschutz, Nachhaltigkeit und vieles mehr. Gleichzeitig möchten wir die Natur nicht nur schützen, sondern sie auch für andere erlebbar machen", sagte Meyer.
Dafür ist in der Anlage bereits einiges entstanden: ein Naturerlebnispfad, Fühl- und Schnupperbeete, barrierearme Hochbeete, Biotope und weitere gemeinschaftliche Angebote. Der Kleingartenverein versteht die Anlage damit zunehmend als einen Ort, an dem Natur und Gemeinschaft zusammenkommen.
Oberbürgermeister Uwe Santjer würdigte das Engagement des Vereins. "Die Auszeichnung ist für euch so etwas wie die Ernte, die ihr jetzt einfahrt. Sie ist nicht nur für euch, sondern auch für die Stadt eine wichtige Auszeichnung. Wir gucken uns immer das Wattenmeer oder die Küstenheide an. Aber auch ein Kleingartenpark gehört zum großen Ganzen. Mensch und Natur werden hier in Einklang gebracht."
Auch Mira Hohmann von der Biosphärenregion und nachhaltigen Regionalentwicklung erklärte, warum ein Kleingartenverein Teil der Biosphärenregion sein kann. "Danke an die Ehrenamtlichen für ihr Engagement. Genau ihr bringt die Biosphärenregion zum Leben. Das, was hier entstanden ist, ist das, worum es geht."
Fokus auf nachhaltigem Leben und Wirtschaften
Die Biosphärenregion Niedersächsisches Wattenmeer ist eine Modellregion für nachhaltige Entwicklung und von der UNESCO ausgezeichnet. Dabei gehe es um mehr als den klassischen Schutzgedanken, erläuterte Hohmann. "Die Idee der UNESCO geht über den Schutzgebietsgedanken hinaus. Der Fokus soll auch auf das nachhaltige Leben und Wirtschaften gelenkt werden. Es geht eben auch darum, mit den Menschen Wege auszuprobieren, wie nachhaltiges Leben funktionieren kann. Es geht darum, Natur zu schützen, Wissen zu stärken und zu vermitteln und nachhaltige Regionalentwicklung voranzubringen."
Das Beispiel Döse-Nord zeige, was ehrenamtliches Engagement bewirken könne. "Durch die Auszeichnung und die Partner-Urkunde fühlen wir uns bestärkt, unseren Weg weiterzugehen. Wir sind stolz", freute sich der KGV-Vorsitzende Meyer.
Zum Abschluss wurde die neue Infotafel enthüllt, die künftig auf die Partnerschaft und die Angebote des Kleingartenparks aufmerksam macht. Gemeinsam wurde das Tuch von der Tafel gezogen - damit ist nun auch vor Ort sichtbar, dass der Kleingartenpark Döse-Nord Teil der Biosphärenregion Niedersächsisches Wattenmeer ist.
Wer möchte, kann den Kleingartenpark in Döse jederzeit durchlaufen. Wichtig ist dabei: Die einzelnen Gärten sind privat. Entlang der Wege gibt es dennoch viel zu sehen und zu entdecken. Übrigens ist die Anlage des Kleingartenvereins Döse-Nord offiziell eine der schönsten Deutschlands.
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