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Eine Jury aus Berlin besichtigt im Rahmen des 6. Bundeswettbewerbs der Kleingärtner die Anlage des KGV Döse-Nord. Foto: Melanie Seidel
Eine Jury aus Berlin besichtigt im Rahmen des 6. Bundeswettbewerbs der Kleingärtner die Anlage des KGV Döse-Nord. Foto: Melanie Seidel
Mehr als Beete und Pflanzen

"Deutsche Meisterschaft" der Kleingärtner: Ein Cuxhavener Verein ist vorne mit dabei

von Tim Larschow | 08.07.2026 Zuletzt aktualisiert: 09.07.2026 17:46 Uhr

Der 26. Bundeswettbewerb "Gärten im Städtebau" zeichnet Kleingartenvereine aus, die nicht nur ökologisch überzeugen, sondern auch das Miteinander im Wohnumfeld stärken. Der KGV Döse-Nord gehört zu den 19 besten Vereinen Deutschlands.

Für den Kleingärtnerverein Döse-Nord e.V. dreht sich seit mehr als einem Jahr vieles um den 26. Bundeswettbewerb der Kleingärtner. Der Wettbewerb findet alle vier Jahre unter dem Motto "Kleingartensommer: cool und gemeinsam statt hitzig und einsam" statt. Gesucht werden Vereine, die mit innovativen und nachhaltigen Konzepten zeigen, welche Bedeutung Kleingärten für Klimaschutz, Artenvielfalt und das gesellschaftliche Zusammenleben haben.

Bereits im Landeswettbewerb konnte sich der Verein aus Döse durchsetzen und wurde als eine der schönsten Kleingartenanlagen Niedersachsens ausgezeichnet. Die Ehrung fand in Berlin statt und gleichzeitig die Eintrittskarte für den Bundeswettbewerb. Als einer von nur 19 qualifizierten Vereinen darf Döse-Nord nun auf den Bundessieg hoffen.

"Cool und gemeinsam statt hitzig und einsam"

Vor wenigen Tagen machte sich die Jury der Bewertungskommission aus Berlin selbst ein Bild von der Anlage. Dabei wurden sowohl die gärtnerische Gestaltung als auch ökologische Maßnahmen, das Vereinsleben und das soziale Engagement genau unter die Lupe genommen.

"Mit dem Motto 'Kleingartensommer: cool und gemeinsam statt hitzig und einsam' gibt es 2026 erstmals zwei Wettbewerbsschwerpunkte", erklärt Dirk Sielmann, Präsident des Bundesverbandes der Kleingartenvereine Deutschlands e.V. "Die Kleingärtner sollen einerseits zeigen, wie ihre Gärten den Folgen des Klimawandels begegnen und als kühle Rückzugsorte für ihre Nutzer und die Nachbarschaft dienen. Andererseits geht es darum, sichtbar zu machen, wie durch ehrenamtliches Engagement sozialer Zusammenhalt - auch über die Grenzen der Kleingartenanlagen hinaus gelebt wird", so Sielmann.

Für den Vorsitzenden des Vereins, Thomas Meyer, ist bereits die Teilnahme ein großer Erfolg: "In unserem Kleingärtnerverein geht es um weit mehr als um Beete und Pflanzen. Es geht um Gemeinschaft, gegenseitige Unterstützung und ein lebendiges Miteinander von Menschen aller Generationen", sagt er und ergänzt: "Die Qualifikation für den Bundeswettbewerb als einer von nur 19 Vereinen deutschlandweit ist für unsere Mitglieder eine besondere Anerkennung. Natürlich hoffen wir auf eine gute Platzierung. Sie wäre für uns Ansporn, unseren Kleingartenpark Döse-Nord weiterzuentwickeln." Auch künftig wollen die Döser-Kleingärtner noch mehr für Naturerlebnis, Nachhaltigkeit und Offenheit auf der Anlage tun - zum Vorteil der Mitglieder und der gesamten Nachbarschaft.

Seniorengarten, Konzerte und Smartphone-Kurse 

Ein Vorzeigeprojekt ist etwa der Seniorengarten auf der Parzelle 1/9 von Carlo Fautz. Er ist zweiter Vorsitzender des Kleingartenvereins und stellt rund zehn Prozent seiner Gartenfläche kostenlos zur Verfügung. Darauf befinden sich vier nummerierte Hochbeete mit jeweils zwei Quadratmetern Fläche. Hier können Menschen gärtnern, für die ein eigener Kleingarten zu groß oder zu arbeitsintensiv wäre. Von dem Angebot profitieren alleinstehende Personen ebenso wie ehemalige Parzelleninhaber, denen die Bewirtschaftung einer ganzen Parzelle beispielsweise aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr möglich ist.

Doch das ist längst nicht alles: Barrierefreie Hochbeete, Konzertabende, Smartphone-Kurse für Mitglieder sowie das Winter- und Laternenfest mit einem Tag der offenen Tür zeigen, wie lebendig das Vereinsleben sein kann. All das entwickelt sich in Döse rund um eine kleine Gemeinschaftslaube im Herzen einer der bundesweit herausragenden Kleingartenanlagen.

Die Jury des Wettbewerbs im Rosengartens. Foto: Melanie Seidel

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Tim Larschow

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