Gerda Dillmann (links) und Andrea Isch bilden seit 2012 das Pianistinnen-Duo i dill-isch; am Sonnabend, 2. Mai, sind die beiden live in der St.-Petri-Kirche zu erleben. Foto: i dill-isch
Gerda Dillmann (links) und Andrea Isch bilden seit 2012 das Pianistinnen-Duo i dill-isch; am Sonnabend, 2. Mai, sind die beiden live in der St.-Petri-Kirche zu erleben. Foto: i dill-isch
Duo i dill-isch in St.-Petri-Kirche

Duo erweckt Zwanziger-Sound mit Chaplin-Magie

01.05.2026

Wenn das Duo i dill-isch in Cuxhavens St.-Petri-Kirche auftritt, wird die Bühne zur Zeitmaschine: Mit Klängen der "Roaring Twenties" und einer Chaplin-Filmvorführung verspricht der Abend ein Spektakel aus Klang, Raum und Bild.

Der Förderverein der St.-Petri-Kirche lädt am Sonnabend, 2. Mai, um 19 Uhr zu einem Konzert ein, das mehr ist als ein Konzert: Das Duo i dill-isch, bestehend aus den Pianistinnen Gerda Dillmann und Andrea Isch, verspricht mit "20 Fingers for the Roaring Twenties" eine Zeitreise in jenes Jahrzehnt, das so viel gewollt und so viel gewagt hat.

Seit 2012 musizieren die beiden Künstlerinnen gemeinsam, und längst haben sie sich als Orgel- und Klavierduo einen Namen erspielt, der weit über das Übliche hinausweist. Auftritte in der Tonhalle Zürich stehen in ihrer Biografie, und wer sie einmal gehört hat, weiß: Hier spielen zwei, die nicht nur Noten lesen, sondern Klangräume erfinden.

Zwischen Aufbruch und Experiment

Ihr Cuxhavener Programm beleuchtet die Zwanziger aus mehreren Blickwinkeln. William Walton trifft auf Edith Sitwell, deren Texte in den berühmten "Façade"-Suiten rhythmisch zur Musik gesprochen werden und dabei fast wie eine frühe Form des Rap klingen. Der junge Olivier Messiaen öffnet in einem frühen Werk bereits seinen ganz eigenen Klangkosmos. Und George Gershwin, der mit der "Rhapsody in Blue" die Grenze zwischen Jazz und Sinfonik sprengte, darf natürlich nicht fehlen.

Den wohl ungewöhnlichsten Moment des Abends dürfte aber eine eigens entwickelte Live-Klavierbegleitung zu einem Film von Charlie Chaplin liefern, historisch geerdet und doch ganz frisch. 

Kirchenmusiker Jürgen Sonnentheil, der den Abend organisatorisch mit auf den Weg gebracht hat, beschreibt die Besonderheit des Formats schlicht und treffend: Klang, Raum und Bild sollen zu einem Gesamterlebnis verschmelzen. Der Eintritt beträgt 15 Euro; Karten sind ausschließlich an der Abendkasse in der Kirche erhältlich. (jp/red)

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