Im Stil einer amerikanischen Versteigerung brachte der Sahlenburger Günter Wichert ein paar Raritäten unters Volk: Das Geld, das die beim Ortsjubiläum verwendeten Fahnen einspielten, soll der örtlichen Grundschule zugutekommen, Foto: Koppe
Im Stil einer amerikanischen Versteigerung brachte der Sahlenburger Günter Wichert ein paar Raritäten unters Volk: Das Geld, das die beim Ortsjubiläum verwendeten Fahnen einspielten, soll der örtlichen Grundschule zugutekommen, Foto: Koppe
Märkte im Advent

Ein Auktionator stahl dem Sahlenburger Nikolaus in diesem Jahr die Schau

von Kai Koppe | 29.11.2025

Der gute Zweck zählte: Während der Veranstaltung zwischen Feuerwehrhaus und Kita kamen am Sonntag ein paar "Sommer-Raritäten" unter den Hammer.

Baumschmuck und Wollsocken konnte man zwischen Feuerwehrhaus und Kita erstehen. Mit ein wenig Bieterglück und dem nötigen Kleingeld ließen sich auf dem diesjährigen Nikolausmarkt aber noch ganz andere "Mitbringsel" abstauben. Ab 14 Uhr kamen am Sonntag zwei Dutzend streng limitierte Sahlenburg-Fahnen unter den Hammer. 

"16 Euro zum Ersten, zum Zweiten und zum …": Dorffest-Veranstalter Günter Wichert nahm wenig Rücksicht auf seine Stimmbänder, schließlich ging es bei der bereits im Vorfeld angekündigten "Versteigerung im amerikanischen Stil" um den guten Zweck: Der Erlös, den die anlässlich der 700-Jahr-Feier aufgelegten Fahnen einspielten, sollte schließlich der Sahlenburger Grundschule zugutekommen.

Versteigerung machte auch Nicht-Bietern Spaß

In der Aussicht, etwas für "ihre" Schule zu tun, ließen sich Marktbesucher, die sich zu Füßen des auf einem Tisch stehenden Auktionators versammelt hatten, wahrlich nicht lumpen: Sobald Wichert sich anschickte, einen Zuschlag zu erteilen, schnellte irgendwo in der Menge ein Arm empor. Und der gehörte nicht selten "der Frau Schelenz" (Grundschulleiterin, die Red.), mal aber auch einem Mitglied der örtlichen Wehr oder "unserem Mann aus Pittsburgh" (wie ein Stammbieter aufgrund der Aufschrift auf seiner Mütze tituliert wurde). Die Auktion war somit auch für Nicht-Bieter ein Riesenspaß. Und zweifellos der Höhepunkt des diesjährigen Nikolausmarktes im Kurteil.

Deko-Artikel, Crêpes und kleine Geschenke

Wer es - passend zum 1. Advent - ruhiger angehen lassen wollte, der stöberte zeitgleich vielleicht an den in der Fahrzeughalle aufgebauten Ständen: Zur Jahreszeit passende Dekoration für Haus und Garten fand sich dort ebenso wie Handgemachtes, das sich als Weihnachts- oder als Nikolausgeschenk eignete. Anlaufpunkt Nummer eins blieb für viele Besucher des Traditionsmarktes aber die Punschbude. Oder auch einer von mehreren Verköstigungsständen. "Wir freuen uns, dass wir unter anderem unsere Theix-Gruppe hier auf dem Markt begrüßen können", warf Ortsbürgermeisterin Claudia Bönnen ein. Der Duft frischer Crêpes wehte über den Platz - mutmaßlich gebacken nach einem Originalrezept aus Sahlenburgs französischer Partnergemeinde. Für die Zusammenstellung des Angebots auf dem diesjährigen Nikolausmarkt zeichnete das Nikolausmarkt-Komitee unter Leitung von Jesse König verantwortlich. Die Organisation betreffend habe man beizeiten dafür Sorge getragen, "den Staffelstab weiterzugeben", verriet Bönnen.

Der Namensgeber des Sahlenburger Nikolausmarktes ließ sich bereits den frühen Nachmittagsstunden blicken - mit Süßigkeiten für die kleinen Besucher im Gepäck. Foto: Koppe
An den Ständen wurden neben Kunsthandwerk oder Punsch auch regionale Spezialitäten (wie "Broden Klüten") angeboten. Foto: Koppe

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Redakteur
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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