Fünf Stunden lang Bildung und Spaß: Volkshochschule Cuxhaven öffnete ihre Türen
Nähte reparieren oder fotografieren? Eine neue Sprache lernen oder beruflich noch einmal durchstarten? Die Cuxhavener Volkshochschule öffnete am Sonnabend (24. Januar) ihre Türen und bot spannende Einblicke in das Kursangebot.
Französisch für den Urlaub pauken, einen Kochkurs belegen oder Yoga üben - in der Volkshochschule kann jeder Mensch lernen, worauf er Lust hat. Seit mehr als 100 Jahren gibt es diese Einrichtung in der Stadt Cuxhaven. Und dennoch kennen viele Menschen das Bildungsangebot noch gar nicht.
Die Sichtbarkeit und Akzeptanz der Volkshochschule in der Öffentlichkeit zu erhöhen - das war das Ziel des "Tages der offenen Tür", zu dem die Cuxhavener VHS am vergangenen Sonnabend eingeladen hatte. Dabei gab es nicht nur reichlich Gelegenheit, in verschiedene Kursinhalte hineinzuschnuppern und sich kreativ auszutoben, sondern auch die Möglichkeit, mit den Dozentinnen und Dozenten ins Gespräch zu kommen.
In allen Etagen - vom Keller bis zum Obergeschoss - standen die Türen offen und es gab eine Menge zu entdecken. Fotoexperte Martin Limper setzte die Besucherinnen und Besucher ins "Blitzlichtgewitter", Diana Land, die online zugeschaltet wurde, tauchte mit den Gästen ein in die spanische Sprache und Uwe Brand gab Impulse, das erste, eigene Buch zu schreiben.
Apropos Schreiben: Gudrun Wäschenbach erklärte die Geheimnisse der Sütterlin-Schreibschrift - in der das "e" aussieht wie ein "n". Und das ist nicht die einzige Herausforderung für das ungeübte Auge: Kein Buchstabe kommt bei der Sütterlin-Schrift ohne wilde Schnörkel, weite Bögen oder scharfe Zacken aus.
Das freie Tanzen stärkt die Gesundheit
Richtig viel los war im Raum 001 bei Stephanie Hohmann. Unter dem Motto "Tanz dich frei" animierte die Kursleiterin und Entspannungstrainerin die Besucherinnen und Besucher, die Hüften zu schwingen und das Leben bei guter Musik zu genießen. Von Abba und Italo-Pop bis zum deutschen Schlager wurde der passende Soundtrack geliefert. "Das freie Tanzen stärkt die Gesundheit, regt die Kreativität an und stärkt das Selbstbewusstsein", erklärte Stephanie Hohmann.
Eher handwerkliche Fähigkeiten waren im Keller beim ADFC gefragt. Johannes Theiner, Martina Zaft und Siegfried Brunotte codierten Fahrräder, berieten zum Thema Sicherheit und informierten über das umfangreiche Programm des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs.

Claudia Mann von der Impro-Theater-Gruppe "Impronautiker" ermunterte die Teilnehmenden, in unterschiedliche Rollen zu schlüpfen und spielerisch Kreativität, Spontaneität, Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit zu trainieren. Außerdem gab es für die Besucherinnen und Besucher Kostproben aus dem Gedächtnistraining, Handy- und Computerschulungen und das Angebot "Sprechen Sie Denglisch?" (deutsch eingefärbtes Englisch) mit Bärbel Olbricht.
Im Bistro ließ es sich gemütlich bei Kaffee und Kuchen verschnaufen, und wer nach kleinen Schätzen oder besonderen Fundstücken suchte, wurde an den Flohmarktständen fündig. Am Ende des "Tages der offenen Tür" waren sich alle Beteiligten einig: Bildungskost schmeckt prima.
