Historienspektakel 2026 in Cuxhaven gestartet: Feuershow und Gaukler begeistern Gäste
Das historische Markttreiben verwandelt das Fort Kugelbake in Cuxhaven in eine mittelalterliche Welt. Handwerker, Gaukler & eine Feuershow locken Besucher noch bis Sonnabend (8. August 2026). Was das Historienspektakel noch zu bieten hat. (Mit Video)
Ein dumpfer Hammerschlag hallt über das Gelände. Aus der Esse des Schmieds steigen Funken auf, während nur wenige Meter weiter der Duft von frisch gebackenem Brot und offenem Feuer in der Luft liegt. Händler preisen lautstark ihre Waren an, und zwischen den historischen Zelten scheint das 21. Jahrhundert plötzlich weit weg zu sein. Das Historienspektakel im Fort Kugelbake hat zum 27.Mal seine Tore geöffnet.
Lediglich die Smartphones in den Händen der Besucher und auch Händler erinnern daran, dass das historische Markttreiben im Fort Kugelbake nicht im Mittelalter, sondern im Sommer 2026 stattfindet.
Bereits am Eingang tauchen die Besucher in eine andere Zeit ein. Auf den beiden Höfen des Forts haben mehr als 30 Handwerks-, Handels- und Marktstände ihre Zelte aufgeschlagen. Wer langsam über den Platz schlendert, entdeckt hinter jeder Ecke etwas Neues. An einem Stand entstehen filigrane Reliefmalereien, nur wenige Schritte weiter präsentiert ein Händler kunstvoll gearbeiteten Schmuck. Zwischen Fellen, Holztruhen und bunten Stoffbahnen hängen handgenähte Gewänder, deren Schnitte an vergangene Jahrhunderte erinnern.

Zwischen Schmiedefeuer und Schaubäckerei
In der historischen Schaubäckerei werden mit geübten Handgriffen Teigtaschen geformt und gefüllt. Daneben brutzeln Fleischspieße über offenem Feuer. Wer es süßer mag, findet Crêpes, während Met, Guinness und andere Getränke ausgeschenkt werden.
Auch die Handwerker lassen sich bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. Der Schmied bringt glühendes Eisen mit kräftigen Hammerschlägen in Form. Besucher dürfen sich selbst an Hammer und Amboss versuchen und erleben, wie viel Kraft und Präzision dafür notwendig sind. Beim Bogenschießen geht es dagegen um Konzentration und Zielgenauigkeit. Kinder und Erwachsene stellen sich gleichermaßen der Herausforderung und versuchen, den Pfeil möglichst mittig ins Ziel zu bringen.
An anderer Stelle entstehen kleine Kunstwerke. Künstler zeichnen Porträts ihrer Gäste, während Besucher im historischen Badehaus einen Einblick in die Badekultur vergangener Zeiten erhalten. Mittelalterliches Glücksspiel und Wahrsager gehören ebenfalls zum Marktgeschehen und sorgen für neugierige Blicke.
Gaukler beziehen das Publikum mit ein
Der Mittelpunkt des Geschehens ist jedoch die Bühne, im zweiten Hof des Forts. Dort wechseln sich den ganzen Tag über Musik und Artistik ab. Vor allem die jüngsten Besucher lassen sich nicht lange bitten, wenn die Gaukler "Lauter!" fordern. Schon schallt ein vielstimmiges Rufen über den Platz. Nicht jeder anzügliche Gag wirkt dabei zeitlos. Der eine oder andere etwas verstaubte Witz hätte wohl besser tatsächlich im Mittelalter bleiben dürfen. Dem Publikum scheint das die Freude jedoch kaum zu nehmen.

Nach einer rasanten Messerjonglage liegt der Geruch von Spiritus in der Luft. "Hat jemand einen Feuerdrachen dabei?", fragt der Gaukler verschmitzt. Gemeint ist ein Feuerstein. Gespannt verfolgen die Zuschauer jede Bewegung. "Mama, der geht gleich in Flammen auf", ruft ein Junge mit großen Augen. Wenige Sekunden später fliegen brennende Fackeln durch die Luft.

Noch bis Sonnabend Mittelalter erleben
Wer das bunte Treiben noch erleben möchte, hat dazu auch am Freitag (7. August) von 11 bis 23 Uhr sowie am Sonnabend (8. August) von 11 bis 18 Uhr Gelegenheit. Während am Freitag erneut die große Feuershow den Höhepunkt bildet, endet das historische Markttreiben am Sonnabend mit dem Abschlusskonzert von Satolstelamanderfanz um 17.15 Uhr.

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