Kita-Neubau in Lüdingworth: Jetzt muss nur noch das Land "Ja" sagen
Mit einem Ratsbeschluss zum Finanzierungsmodell in der Tasche will die Stadt an die Kommunalaufsicht herantreten.
Der Bau einer neuen Kindertagesstätte im Ortsteil Lüdingworth hängt inzwischen nur noch an einem "Go" aus Hannover: "Wir hoffen, dass wir die Zustimmung der Kommunalaufsicht bekommen", erklärte Cuxhavens Sozialdezernentin Petra Wüst in einer Ortsratssitzung. "Dann geht es los."
Ortsrat und Rat der Stadt hatten sich in der vergangenen Woche abermals mit dem Neubau-Thema befasst und die nötigen politiosche Weichen gestellt. Zur Debatte stand der Abschluss einer Vereinbarung zwischen der Stadt und dem künftigen Träger DRK. Gemäß eines auf Stadtebene praktizierten Modells wird das Rote Kreuz die Baukosten vorschießen, um das getätigte Investment der Stadt später über die Betriebskosten in Rechnung zu stellen. Die Summe, um die es hier geht, beläuft sich (abzüglich eines vom Landkreis zu leistenden Investitionskostenzuschusses) auf rund 4,5 Millionen Euro.
Neubau verbessert die Arbeitsbedingungen
Das Geld reicht, um eine vierzügige Tagesstätte zu realisieren: Zwei Kindergarten- und zwei Krippengruppen mit in Summe 80 Plätzen sollen den Betreuungsbedarf im Ortsteil auch in kommenden Jahren decken können. Joachim Büchsenschütz, Abteilungsleiter für Kindertagesstätten beim DRK Cuxhaven / Hadeln lenkte den Blick zudem auf das vor Ort beschäftigte Personal: Von "zeitgemäßen Arbeitsbedingungen", die durch den Neubau geschaffen würden, sprach er in der Ortsratssitzung. "Davon profitieren auch die Eltern."
Eine "runde Sache" erkennt man, Thema Kita-Bau, auch in der Stadtverwaltung. Dort erinnert man daran, dass eine Neubau-Lösung bereits im Jahr 2023 im Verwaltungsausschuss priorisiert wurde. Nach gut drei Jahren liegen alle baurechtlichen Voraussetzungen vor. "Ein langer Weg", kommentierte Stadträtin Wüst, nach deren Worten in der Bauphase eine Baustraße eingerichtet werden muss. Gespräche mit einer von dieser Maßnahme betroffenen Anliegerin wurden bereits geführt: Die Kirchengemeinde soll sich bereiterklärt haben, einen 20 Meter breiten Grundstücksstreifen interimsmäßig zur Verfügung zu stellen.
Der Altbau weicht nach dem Umzug
Bis der Neubau steht, wird das 1975 eröffnete Bestandsgebäude weiterhin als Domizil für die Kita-Kinder und ihre Betreuer herhalten müssen. Erst wenn der Umzug in die auf demselben Grundstück errichteten neuen Räumlichkeiten erfolgt ist, werde man den "Altbau" abreißen: Auch davon war in der vergangenen Woche auf Gremienebene die Rede.
Dass die Kommunalaufsicht die Lüdingworther Kita-Pläne absegnen muss, hat mit dem oben beschriebenen Finanzierungskonzept zu tun. Als kreditähnliches Rechtsgeschäft wirkt es sich auf zukünftige Haushalte aus und bedarf deshalb einer Genehmigung aus dem Ministerium.
CNV-Newsletter
Wissen, was im Cuxland los ist: Alle wichtigen Nachrichten aus der Stadt und dem Landkreis Cuxhaven direkt in Ihr Postfach. Hier für den CNV-Newsletter anmelden.