Auch die Grund- und Oberschule Süderwisch ist als Startchancenschule ausgewählt worden, wodurch sich für die Schule neue Wege eröffnen können sollen. Foto: Reese-Winne
Auch die Grund- und Oberschule Süderwisch ist als Startchancenschule ausgewählt worden, wodurch sich für die Schule neue Wege eröffnen können sollen. Foto: Reese-Winne
Bildung

Millionenförderung für Bildung: Schulen aus Cuxhaven und Otterndorf sind dabei

von Maren Reese-Winne | 02.06.2024

Bildung darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen: Daher sind auch sechs Schulen aus der Stadt Cuxhaven und zwei aus dem Landkreis für das Startchancenprogramm des Bundes und der Länder ausgewählt worden. 

Die insgesamt 390 Schulen, die besonders gefördert werden sollen, hat Kultusministerin Julia Willie Hamburg am Donnerstag vorgestellt.

Diese Schulen sind berücksichtigt

Es sind Schulen, in denen der Anteil nicht deutsch sprechender Kinder und der Kinder mit anerkanntem Inklusionsbedarf besonders hoch ist: die Grundschulen Groden, Ritzebüttel, Gorch Fock, die Grund- und Oberschule Süderwisch, die Oberschule Cuxhaven-Mitte, die Grund- und Hauptschule Altenbruch, die Hauptschule Otterndorf und die Max-Eyth-Schule (BBS Schiffdorf).

Vorliegende Daten ausgewertet

Die Auswahl ausschließlich auf der Grundlage "schulscharfer" Sozialdaten erfolgt, heißt es aus dem Kultusministerium. Für die Schulen entstehe kein zusätzlicher Arbeitsaufwand. Bund und Länder hatten sich Anfang Februar auf eine Verteilung der Mittel nach den Kriterien Armut und Migration verständigt und damit erstmals Abstand von einer reinen Gießkannenverteilung der Mittel genommen.

"Noch immer hängt der Bildungserfolg zu sehr vom Geldbeutel oder vom Status der Eltern ab. Mit dem Startchancenprogramm und vielen weiteren bereits ergriffenen Maßnahmen wollen wir diesen Zusammenhang aufbrechen, den Bildungserfolg von der sozialen Herkunft entkoppeln und für mehr Chancengerechtigkeit sorgen", sagt Kultusministerin Julia Willie Hamburg.

Bildungserfolg vom Geldbeutel abkoppeln

Die 390 ausgewählten Schulen sollen bis 2034 gezielt unterstützt werden, und zwar nicht nur finanziell. Gute Bildung entstehe, wenn sich Schule an den Bedürfnissen der Schulgemeinschaft ausrichte. Die Häuser sollten daher zur Schulentwicklung befähigt werden. Neue Wege seien erwünscht, um die Abhängigkeit des Bildungserfolgs vom Elternhaus durchbrechen zu können.

Miliardenprogramm des Bundes

Der Bund fördert das Programm mit einer Milliarde Euro pro Jahr und flankiert damit die finanziellen Anstrengungen der Länder. Niedersachsen erhält jährlich rund 96 Millionen Euro an Bundesmitteln aus dem Programm, die in Investitionen, Lösungen zur Schul- und Unterrichtsentwicklung und Personal fließen sollen. 

Das Programm wird wissenschaftlich begleitet und evaluiert.

Die SPD-Ratsfraktion aus der Stadt Cuxhaven begrüßt in einer Pressemitteilung den angewendeten Verteilungsschlüssel. Auch die Verdopplung der 96 Millionen vom Bund durch das Land um weitere 96 Millionen sei ein starkes Signal zur Förderung benachteiligter Kinder.

Die bildungspolitische Sprecherin Ulla Bergen freut sich, dass die ausgewählten Schulen nun beispielsweise die Lesekompetenz der Kinder fördern, Sozialarbeiterinnen einstellen oder in Gewaltprävention investieren können. Damit soll die Zahl der Kinder, die die Mindeststandards in Deutsch und Mathematik verfehlen, mindestens halbiert werden.

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Maren Reese-Winne

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Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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