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In der Küddowstraße in Cuxhaven soll ein 23-Jähriger zwei Molotow-Cocktails auf ein Wohnhaus und ein Auto geworfen haben. Foto: Larschow
In der Küddowstraße in Cuxhaven soll ein 23-Jähriger zwei Molotow-Cocktails auf ein Wohnhaus und ein Auto geworfen haben. Foto: Larschow
Haftbefehl wegen Mordversuchs

Nach Massenschlägerei in Cuxhaven: 23-Jähriger wegen versuchten Mordes in U-Haft

von Redaktion | 08.10.2026 Zuletzt aktualisiert: 08.10.2026 16:05 Uhr

Bereits vor der Massenschlägerei an der Brockeswalder Chaussee in Cuxhaven soll es zu versuchten Brandanschlägen gekommen sein. Ein 23-Jähriger sitzt deshalb nun wegen versuchten Mordes in Untersuchungshaft.

Im Zusammenhang mit den Auseinandersetzungen zwischen zwei Familien in Cuxhaven hat die Polizei am Donnerstagmorgen (8. Oktober 2026) einen 23-jährigen Mann festgenommen. Gegen ihn hatte das Amtsgericht Stade auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Untersuchungshaftbefehl wegen versuchten Mordes erlassen. Hintergrund sind zwei mutmaßliche Brandanschläge, die sich bereits in der Nacht vor der Massenschlägerei an der Brockeswalder Chaussee ereignet haben sollen.

Molotow-Cocktails auf Wohnhaus und Auto geworfen

Nach Angaben der Polizei soll der 23-Jährige in der Nacht zum 29. September im Bereich der Küddowstraße zwei sogenannte Molotow-Cocktails geworfen haben. Ziel waren demnach ein Fenster des Wohnhauses eines 68-jährigen Cuxhaveners sowie das Auto eines 35-jährigen Mannes.

Mit den Brandsätzen soll der Tatverdächtige versucht haben, das Wohnhaus und das Fahrzeug in Brand zu setzen. Beide Molotow-Cocktails entzündeten sich jedoch nicht. Dadurch kam es weder zu größeren Sachschäden noch zu Verletzten.

Nach intensiven Ermittlungen in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Stade erließ das Amtsgericht Stade schließlich Haftbefehl gegen den 23-Jährigen wegen versuchten Mordes.

Polizei vollstreckt Haftbefehl am Donnerstagmorgen

Am Donnerstagmorgen wurde der Haftbefehl vollstreckt. Gleichzeitig durchsuchten die Ermittler Räumlichkeiten und stellten dabei verschiedene Beweismittel sicher. Deren Auswertung steht nach Polizeiangaben noch aus.

Der 23-Jährige wurde anschließend einem Haftrichter vorgeführt und in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Taten dauern weiterhin an.

Rund 30 Männer an Brockeswalder Chaussee aneinandergeraten

Die mutmaßlichen Brandanschläge stehen im Zusammenhang mit Streitigkeiten zwischen zwei Familien in Cuxhaven. Am 30. September waren gegen 16 Uhr rund 30 Männer an der Brockeswalder Chaussee in eine Schlägerei verwickelt. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an, um die Situation zu beruhigen. Eine Person wurde leicht verletzt. Die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung dauern an.

Auch nach der Festnahme des 23-Jährigen sucht die Polizei weiterhin Zeugen der Schlägerei. Fotos und Videos können über ein Hinweisportal (https://nds.hinweisportal.de/koerperverletzung_innenstadt) hochgeladen werden - auch vollständig anonym. Weitere Hinweise nimmt die Polizei Cuxhaven unter (0 47 21) 57 30 entgegen.

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