Auch die Erreichbarkeit des „Sandstrands (Döse an der Kugelbake)“ mit öffentlichen Verkehrsmitteln wurde vom ADAC geprüft. Foto: dpa
Auch die Erreichbarkeit des „Sandstrands (Döse an der Kugelbake)“ mit öffentlichen Verkehrsmitteln wurde vom ADAC geprüft. Foto: dpa
Umweltfreundlicher geht es kaum

Nachhaltiger Urlaub: So schneidet Cuxhaven im Test des ADAC ab

von Redaktion | 09.03.2023

In einem Nachhaltigkeitstest des ADAC schneidet Cuxhaven überdurchschnittlich gut ab. In drei Bewertungskategorien erzielt der Urlaubsort insgesamt die Note "Gut" und lässt den Großteil der getesteten Städte hinter sich. Doch nicht alles ist top.

Urlaub in Cuxhaven ist umweltfreundlich möglich. Das ergibt eine Untersuchung des ADAC, die zwanzig Urlaubsorte in zwölf verschiedenen Bundesländern auf die Möglichkeiten nachhaltigen Reisens getestet hat. Gemeinsam mit sieben weiteren Reisezielen gehört Cuxhaven zu den Orten, die mit der zweitbesten Note "Gut" abgeschnitten haben. Übertroffen wird die Stadt an der Elbmündung nur von Lindau am Bodensee und Westerland auf Sylt, die beide mit "Sehr gut" abschneiden. Der Durchschnitt der zwanzig Urlaubsorte lag im Bereich "Ausreichend".

Um die zwanzig Destinationen auf ihre Umweltfreundlichkeit zu prüfen, untersuchte der ADAC drei Felder der lokalen Infrastruktur. So wurden Information und Kommunikation, An- und Abreise sowie Mobilität vor Ort genauestens getestet. Hier galten beispielsweise Informationen auf den lokalen Touristikwebsites zu Anreise und Mobilität, Anschlüsse und die Überbrückung der letzten Teilstrecke und der öffentliche Nahverkehr sowie die individuelle Mobilität samt ihrer Klimafreundlichkeit als Kriterien für die Autoren. In Niedersachsen bewertete der ADAC neben Cuxhaven nur noch Bispingen in der Lüneburger Heide. Das bei Touristen ebenfalls beliebte Wurster Nordseeküste fand keine Beachtung, weil der Automobil-Club lediglich die Kommunen mit weniger als 50.000 Einwohnern, die in den beliebtesten Urlaubsregionen 2019 die höchste Anzahl an Gästeankünften hatten, bewertete.

Lob für die Nachhaltigkeitskonzepte der Stadt

In Cuxhaven lobten die Autoren des Tests die Nachhaltigkeitskonzepte von Cuxhaven dafür sogar gleich an zwei Stellen. Der taktile "Umgebungsplan, der sehbehinderten und mobilitätseingeschränkten Reisenden die Orientierung erleichtert", wurde hervorgehoben sowie die am Bahnhof liegenden Fahrradparkhäuser, der Fahrradverleih und die Radservicestation. Außerdem sei der Anschluss an den Elbe-Radweg vom Bahnhof dank guter Ausschilderung gut zu finden.

Für den Kurdirektor des Nordseeheilbads Cuxhaven, Olaf Raffel, eine durchweg positive Nachricht. "Das positive Testergebnis freut uns natürlich sehr. In der Gesamtschau liegen wir in Cuxhaven im oberen Bereich. Zwar sind wir im Thema Nachhaltigkeit noch lange nicht am Ende. Wir sehen uns aber bestärkt in der Linie, die wir aktuell fahren. Die Empfehlungen aus dem Test nehmen wir natürlich in unsere Planungen auf", so Raffel. Denn auch auf Empfehlungen für ein noch nachhaltigeres Reiseerlebnis verzichtete der ADAC nicht. So sei der Radverleih im Bahnhof besser kenntlich zu machen und ein Fußgängerleitsystem müsse geprüft werden. "Da synchronisieren wir uns direkt mit der Stadt Cuxhaven. In Zusammenarbeit mit den Stadtplanern ist das Leitsystem da immer ein Thema", sagt der Kurdirektor zu den Vorschlägen. Beim Thema An- und Abreise bekam der Urlaubsort zudem eine schlechte Bewertung für eine fehlende Fernbushaltestelle in der Region. Für Olaf Raffel ist das ein Dauerthema. "Eine mögliche Haltestelle liegt da allerdings nicht allein in unserer Einflussnahme, auch die Nachfrage muss an dieser Stelle stimmen. Es bleibt aber das Ziel, die Anbindungen zu optimieren, um den Touristen verschiedene Möglichkeiten bieten zu können", lässt Raffel wissen.

Das gute Testergebnis ist für das Nordseeheilbad eine tolle Bestätigung, soll aber auch Ansporn sein, die Urlaubsregion noch umweltfreundlicher zu gestalten. "Wir leben hier ja mitten im UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer und dieses Erbe verpflichtet auch. Und da wollen wir sehen, dass wir das weiter auf den Weg bringen."

Von Levin Meis

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