Ohne Erzieherinnen oder Erzieher wäre alles nichts. Damit die Ausbildung attraktiv und machbar bleibt, gibt es verschiedene Unterstützungen. Foto: Angelika Warmuth/dpa
Ohne Erzieherinnen oder Erzieher wäre alles nichts. Damit die Ausbildung attraktiv und machbar bleibt, gibt es verschiedene Unterstützungen. Foto: Angelika Warmuth/dpa
Angebot weithin anerkannt 

Vollzeit- und Teilzeit-Perspektiven für Erzieher-Nachwuchs an den BBS Cuxhaven

von Maren Reese-Winne | 05.05.2026

An der Fachschule für Sozialpädagogik der BBS Cuxhaven führen mehrere Wege zum ersehnten Abschluss als Erzieherin oder Erzieher - auch in Teilzeit. Für diesen Sommer gibt es in der Fachschule für Sozialpädagogik noch freie Plätze.

Mit dem Angebot, die Erzieherinnen- und Erzieherausbildung an der Fachschule für Sozialpädagogik in Teilzeit zu absolvieren, stellen die Berufsbildenden Schulen Cuxhaven etwas Besonderes dar. Weit und breit bietet keine Berufsschule im Umfeld etwas Ähnliches an.

Eine Vollzeit-Ausbildung an der Fachschule für Sozialpädagogik (FSP) mit dem Abschluss als staatlich anerkannter Erzieher oder Erzieherin dauert zwei Jahre. In Teilzeit wird aufgrund der komprimierten Unterrichtsweise der Abschluss nach drei Jahren erreicht. Die Teilzeitausbildung ermöglicht Absolventen und Absolventen, nebenbei berufstätig zu sein und Geld zu verdienen oder Zeit für die Familie zu haben.

Ein attraktives Angebot, das angenommen wird: Zurzeit laufen zwei Klassen verschiedener Jahrgänge an den BBS Cuxhaven. Das sei allerdings auch der Grund dafür, dass es im kommenden August keinen weiteren Ausbildungsstart in Teilzeit geben werde, erläutert Carmen Stelzer, Leiterin der Abteilung Gesundheit/Soziales/Fachoberschulen. Es werde aber darüber nachgedacht, nach der nächsten Entlassung bereits im Februar mit der nächsten Teilzeit-Klasse zu beginnen, sonst spätestens wieder zum Schuljahr 2027/28.  

Bewerbungen für August sind noch möglich

Dennoch stünden diejenigen, die im Sommer die Erzieherausbildung starten wollten, nicht ohne Perspektive da; denn wie in jedem Jahr starte im August eine neue Vollzeit-Klasse an der FSP mit einer Kapazität von 30 Plätzen, erklärt Carmen Stelzer. Bewerbungen seien noch möglich.

Die Hürden allerdings sind nicht so gering. In der vorgeschalteten Ausbildung zur Sozialpädagogischen Assistentin und zum Sozialpädagogischen Assistenten (früher Sozialassistenten) müssen Absolventinnen und Absolventen bei der Abschlussprüfung in Deutsch, berufsbezogener Theorie und berufsbezogener Praxis jeweils mindestens eine Drei geschafft haben.

Die BBS Cuxhaven bieten verschiedene Wege für den Weg zum Abschluss als staatlich anerkannter Erzieher oder staatlich anerkannte Erzieherin an. Foto: Reese-Winne

Wenn diese Voraussetzung nicht erreicht wird, ergibt sich dennoch eine Perspektive, doch noch zur Wunsch-Ausbildung zu kommen: Nach einem Jahr Berufspraxis - die absolvierte Prüfung der Sozialpädagogischen Assistenten stellt bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung dar - können sich Interessierte erneut für die Aufnahme an der FSP bewerben.

N-Bank kann finanziell unterstützen

Personen, die noch zwischen Teil- und Vollzeit schwanken, macht Carmen Stelzer Mut für den Beginn in Vollzeit im Sommer: "Es gibt dafür inzwischen auch eine gute finanzielle Unterstützung durch die N-Bank."

Generell könne die Schule auf eine sehr gute Kooperation mit den Ausbildungseinrichtungen zählen. Das Teilzeit-Angebot werde außerdem ausdrücklich von der Landesregierung gutgeheißen und gefördert. Bereits in der  Ausbildung der Sozialpädagogischen Assistenten würden regelmäßig Teilzeit-Klassen angeboten.

Carmen Stelzer weiß, wie bedeutsam die kontinuierliche und vielfältige Erzieherausbildung für die Region ist: "Wir brauchen den Nachwuchs für die Qualität und den Betrieb der Kindertagesstätten." Die nächste BBS im Cuxland, in der ebenfalls eine Erzieherausbildung (allerdings nicht in Teilzeit) stattfindet, befindet sich in Schiffdorf. 

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Maren Reese-Winne

Redakteurin
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

reese-winne@no-spamcnv-medien.de

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