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Baufortschritt am Alten Fischereihafen: Der erste Bauabschnitt läuft planmäßig. Im Außenbereich werden die Vorbauten und Arkaden gebaut. Foto: Larschow
Baufortschritt am Alten Fischereihafen: Der erste Bauabschnitt läuft planmäßig. Im Außenbereich werden die Vorbauten und Arkaden gebaut. Foto: Larschow
Brawo-Krise sorgt für Unsicherheit

Nur erster Bauabschnitt "safe": So geht's im Alten Fischereihafen in Cuxhaven weiter

von Tim Larschow | 23.09.2026

Die Krise und die Neuausrichtung der Volksbank Brawo sorgen für Unsicherheit in Cuxhaven. Um den Alten Fischereihafen hielten sich Gerüchte über mögliche Folgen. Nun ist klar: Der erste Bauabschnitt ist "safe", bei zwei und drei bleiben Fragen offen.

Die Krise bei der Volksbank Brawo hat in Cuxhaven in den vergangenen Monaten für Unsicherheit gesorgt. Rund um den Alten Fischereihafen (AFH) machten Gerüchte die Runde, ob und wie das Großprojekt weitergeführt wird. Schließlich ist eine Immobilientochter der Brawo am Umbau des AFH beteiligt. Die Projektgesellschaft stellt nun klar: Der erste Bauabschnitt läuft planmäßig.

Für den Alten Fischereihafen gibt es trotz der angekündigten Neuausrichtung der Volksbank BRAWO derzeit keinen Grund zur Sorge, betonen Norbert Plambeck (AFH GmbH) und Martin Kreienbaum, Gesellschaftervertreter der BRAWO und Geschäftsführer der AFH Fischhallen GmbH & Co. KG. Die Bauarbeiten des ersten Bauabschnitts des Projekts AFH entlang der Präsident-Herwig-Straße laufen nach Angaben der Projektgesellschaft planmäßig. Auf der Baustelle werden derzeit mehrere zentrale Gewerke parallel umgesetzt - und der Fortschritt wird zunehmend sichtbar.

Zukunft für die Abschnitte zwei und drei unklar

Die Brawo Projekt Holding ist gemeinsam mit der Plambeck Holding Gesellschafterin der AFH Alter Fischereihafen Cuxhaven GmbH. Deshalb waren in der Stadt Gerüchte aufgekommen, ob das Projekt möglicherweise nicht wie geplant weitergeführt werden könnte.

Die Projektgesellschaft widerspricht solchen Spekulationen zumindest mit Blick auf den ersten Bauabschnitt. Dieser werde wie geplant fertiggestellt und den Alten Fischereihafen deutlich aufwerten. Zu den weiteren Bauabschnitten zwei und drei könne derzeit allerdings keine detaillierte Aussage getroffen werden. Während im zweiten Bauabschnitt weitere Flächen des Areals entlang der Kapitän-Alexander-Straße entwickelt werden sollen, geht es im dritten Bauabschnitt um das geplante "Tor zur Welt" am Hafenkopf. Entsprechende Planungs- und Abstimmungsprozesse seien weiterhin nicht abgeschlossen. Über weitere Entwicklungen werde zu gegebener Zeit informiert.

Norbert Plambeck betont unterdessen die Fortschritte auf der Baustelle. "Wir sind nach wie vor froh, einen Partner wie die Volksbank BRAWO eG an der Seite zu haben", sagt er.

Ein wichtiger Meilenstein ist bei der Sanierung der historischen Fischhallen erreicht. Die Gebäudehülle mit Dach, sanierter Fassade und Fenstern ist zu 95 Prozent fertiggestellt. Lediglich die Fenster- und Türanlagen im Erdgeschoss fehlen noch.

Auch im Inneren geht es voran. Bei der technischen Gebäudeausrüstung sind in rund 50 der insgesamt 145 Hotelzimmer die Rohinstallationen abgeschlossen. In diesen Bereichen laufen bereits die Estricharbeiten. Parallel werden die Installationen in weiteren Zimmern fortgesetzt. Nach dem aktuellen Bauablaufplan sollen die Estricharbeiten bis Mitte November abgeschlossen sein.

Die Arkaden erinnern an die Versteigerungshallen 

Auch außerhalb des Gebäudes sind die Arbeiten angelaufen. Die Stahlbauarbeiten für die Vorbauten und Arkaden auf der Hafenseite haben begonnen. Gleichzeitig entstehen die Außenanlagen, die künftig das Gebäudeensemble mit dem Hafenbereich verbinden sollen.

Die geplanten Vorbauten im Außenbereich sollen die ehemaligen Versteigerungshallen aufgreifen und nachbilden. Sie können zusammengefasst oder geteilt werden und sollen belüftet und beheizt werden. Damit sollen sie ganzjährig nutzbar sein und zur Saisonverlängerung beitragen. "Wir freuen uns über Ideen von Leuten, die auch kleinere Flächen bespielen wollen", sagt Plambeck. Denkbar seien beispielsweise Manufakturen.

"Wir wollen einen Ort schaffen, der etwas Besonderes ist", sagt Kreienbaum. Das zentrale Ziel bleibt die Eröffnung des Hotels "Henri" zu Beginn des zweiten Quartals 2027. In den kommenden Monaten stehen unter anderem die Fertigstellung der Gebäudehülle, der weitere Ausbau der Hotelzimmer und öffentlichen Bereiche sowie die Gestaltung der Außenanlagen auf dem Programm.

Auch erste Gewerbeflächen werden bereits ausgebaut. Bei der Fischbörse, die zurückkehren wird, und dem geplanten Eiscafé "La Luna" laufen die Arbeiten. Damit nimmt auch das gastronomische und touristische Angebot des neuen Quartiers zunehmend Gestalt an.

Die Stahlbauarbeiten für die Vorbauten und Arkaden auf der Hafenseite haben begonnen. Auf dem im Bild sichtbaren Fundament soll künftig das Eiscafé "La Luna" Platz finden.

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Tim Larschow

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