Der Hotelflur wird später 260 Meter lang sein. Foto: Larschow
Der Hotelflur wird später 260 Meter lang sein. Foto: Larschow
Baustelle Alter Fischereihafen

Baustellenbesuch in Cuxhaven: Große Fortschritte im AFH und "Henri Hotel" (mit Video)

von Tim Larschow | 07.08.2025

Wie geht es voran im Alten Fischereihafen (AFH)? Ein exklusiver Rundgang gewährt nun Einblicke in die Baustelle, den Kaimauer-Bau und den Fortschritt des "Henri Hotels". Bilder und Video zeigen den aktuellen Stand.

Am Mittwochabend (6. August 2025) machten sich die Mitglieder der Tourismuswirtschaftsgemeinschaft (TWG) und einige Gäste ein Bild vom Fortschritt im Alten Fischereihafen (AFH). Neben dem Rundgang über die Baustelle erhielten die Teilnehmer exklusive Einblicke in die Planungen für das zukünftige "Henri Hotel" sowie die umfassende Sanierung der Kaimauer.

Beim exklusiven Rundgang bekamen TWG-Mitglieder und Gäste Einblicke in die Baustelle, den Kaimauerbau und den Fortschritt des "Henri Hotels". Foto: Larschow

Erste Musterzimmer wurden vorgestellt und geben bereits einen konkreten Eindruck vom künftigen Erscheinungsbild des Hotels. Zunächst jedoch stand die aktuelle Baustelle im Fokus. Jörg Staiger, Geschäftsführer der AFH Alter Fischereihafen Cuxhaven GmbH, erläuterte den Stand der Dinge und beantwortete zahlreiche Fragen - die Fortschritte sind inzwischen deutlich sichtbar.

Kaimauersanierung in vollem Gange

Die neuen Spundwände sind bereits nahezu vollständig rund um das Hafenbecken bis zu 22 Meter tief in den Boden gerüttelt worden. In einem nächsten Bauabschnitt wird der Bereich zwischen der alten Kaimauer und den neuen Profilen mit Sand verfüllt - dabei bleibt ausreichend Raum für die Verlegung von Strom- und Versorgungskabeln, unter anderem für die Stromsäulen der Krabbenkutter.

Die Arbeiten an der neuen Kaimauer laufen auf Hochtouren. Foto: Larschow

Trotz der intensiven Bauarbeiten und der damit verbundenen Erschütterungen kam es lediglich zu kleineren Setzungen an der Kaifläche - nicht jedoch an den Fischhallen.

Die Arbeiten an der neuen Kaimauer laufen auf Hochtouren. Foto: Larschow

In den Fischhallen verläuft das Gelände mit einem Gefälle von rund 70 Zentimetern - von der Präsident-Herwig-Straße hinunter zum Hafenbecken. "Das wurde damals so gebaut, damit Wasser und Eis bei der Fischverarbeitung in Richtung Hafen abfließen konnten", erklärte Staiger.

Die TWG-Mitglieder im unteren Teil der Fischhallen. Foto: Larschow

Um den energetischen KfW-70-Standard zu erreichen, wurde die komplette Sohl- und Bodenplatte entfernt. Aktuell entsteht ein neuer Aufbau mit einer 20 Zentimeter starken Wärmedämmung. Das bestehende Gefälle soll dabei in Teilbereichen ausgeglichen werden.

Im unteren Teil der Fischhallen wird nach KfW-70-Standard saniert. Foto: Larschow

Auch die bestehenden Mieter sollen weiterhin Platz im AFH finden: Die Fahrradvermietung und der kleine Buddelshop bleiben an Ort und Stelle. Andere Betriebe - darunter ein fischverarbeitender Betrieb und mehrere Restaurants - müssen vorübergehend umziehen oder erhalten Ersatzflächen.

Im unteren Teil der Fischhallen sollen zukünftig die Restaurants und Fischhändler einziehen. Foto: Larschow

Hotelrundgang sorgt für Staunen

Im Anschluss führte Jörg Staiger die Gäste durch die zukünftigen Räume des Henri Hotels - und die Besucher zeigten sich beeindruckt. "Erst jetzt, wo alles entkernt ist, wird die wahre Dimension dieses Projekts sichtbar", bemerkte Staiger. Besonders der 260 Meter lange Flur, der sich bereits abzeichnet, sorgte für Staunen.

In der Mitte der historischen Hallen wurde eine zusätzliche Technikebene aus Holzbalken eingezogen, auf der unter anderem die Elektroinstallationen verlaufen sollen.

So könnten die Hotelzimmer zukünftig aussehen. Foto: Larschow

Zwei Musterräume sind bereits weitgehend fertiggestellt. In Anlehnung an die Architektur der Fischhallen werden die Zimmer unterschiedlich groß und individuell gestaltet - eine Standardisierung ist hier nicht vorgesehen. Für die Konzeption holten sich die Planer unter anderem Inspiration im Museum "Windstärke 10". Insgesamt sollen 145 Zimmer entstehen.

"Henri Hotels haben viel Erfahrung damit, individuelle Räume in Bestandsgebäuden zu realisieren. Dabei bleibt der ursprüngliche Charakter des Hauses erhalten", erklärte Staiger.

Mittig entsteht der Hotelflur, rechts und links die Hotelzimmer. Foto: Larschow

Energieeffizienz und Komfort im Fokus

Die Hotelräume werden mit neuen Holzfenstern ausgestattet, auch das Dach wird vollständig erneuert und den Anforderungen des KfW-70-Standards angepasst. Dafür sind 32 Zentimeter Dämmung vorgesehen. Ein Aufzug ist ebenfalls Teil des Bauvorhabens.

Bis zur geplanten Eröffnung im September 2026 bleibt noch viel zu tun. Doch der Fortschritt ist unübersehbar - es geht voran im Alten Fischereihafen.

Hier entsteht das neue Hotel. Foto: Larschow
Norbert Plambeck, Vorsitzender der TWG. Foto: Larschow

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Tim Larschow

Redakteur
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

tlarschow@no-spamcuxonline.de

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