OB-Wahl im Herbst: Cuxhavener SPD-Vorstand empfiehlt Kandidatur Santjers
Oberbürgermeister Uwe Santjer soll seine Arbeit fortführen und sich ein weiteres Mal für das Amt an der Rathausspitze bewerben. Dafür plädiert der Vorstand des SPD-Ortsvereins. Santjer selbst unterstreicht seine Bereitschaft, weiterzumachen.
Das letzte Wort hat die Parteibasis. Für den Vorstand des SPD-Ortsvereins gibt es allerdings keinen Zweifel. Uwe Santjer, amtierender Oberbürgermeister, soll weitermachen und die Geschicke der Stadt nach dem Wahltag am 13. September 2026 für die nächsten acht Jahre lenken. Das bekräftigten Vorstandsmitglieder am Montag bei einem offiziellen Termin an der Kugelbake.
"Wir vom Ortsvereinsvorstand werden unseren Mitgliedern empfehlen, Uwe Santjer als Kandidat für das Oberbürgermeisteramt zu nominieren": SPD-Ortsvereinsvorsitzender Matthias Roßberg verband diese Ankündigung mit einem Verweis auf die positive Entwicklung der Stadt in der zu Ende gehenden Legislatur. Diese Entwicklung sei ganz eng mit Santjers Namen verbunden. "Und wir sind überzeugt, dass Bürgerinnen und Bürger das ganz genauso sehen", betonte Roßberg, welcher führende Genossen (unter anderem auch den designierten Kandidaten) bei frostigen Temperaturen an der Kugelbake begrüßte.
Mitglieder sprechen von "folgerichtigem" Schritt
Als Grenzpunkt zwischen Elbe und Nordsee durfte die Landmarke am Montag als Symbol für die Hafenentwicklung gesehen werden - nur ein Aspekt, auf den Vorstandsmitglied Lena Flohre zu sprechen kam, als sie während des am frühen Nachmittag anberaumten Pressetermins Bilanz zog. Als OB habe Uwe Santjer Verantwortung übernommen, Entscheidungen getroffen und mit klarem Kurs vorangeführt. "Cuxhaven geht es heute so gut wie nie", betonte Flohre, sprach aber auch davon, dass man "mittendrin" sei: Viele Projekte seien auf den Weg gebracht, würden aber erst in den kommenden Jahren abgeschlossen. "Es ist daher nur folgerichtig, dass Uwe Santjer die Geschicke Cuxhavens auch in Zukunft weiterlenkt." Mit seiner Wiederwahl würde die Stadt einen Oberbürgermeister behalten, der nicht "von oben herab" führe, sondern zuallererst den Menschen vor Ort zugewandt sei.
Der Genannte bezeichnete eine mögliche zweite Amtszeit als historisch für Cuxhaven, beschrieb diese aber auch als Teil eines Versprechens: Erklärtes Ziel sei es schon 2019 gewesen, Projekte anzugehen, "die man nicht innerhalb von drei, vier oder fünf Jahren abarbeiten kann". Kontinuität sei gefragt, gerade im Bereich der Wirtschafts- und Ansiedlungspolitik.
Der 60-Jährige zeigte sich bewegt über die Unterstützung im beruflichen, aber auch im familiären Umfeld. "Es ist schon was Besonderes, Oberbürgermeister seiner Stadt sein zu dürfen", sagte Uwe Santjer und sprach davon, dass sich politischer Erfolg daran bemesse, ob er im Alltag der Bevölkerung ankomme: in Form guter Arbeitsplätze, funktionierender Bildung, verlässlicher Infrastruktur und attraktiver Freizeitangebote. Darüber abzustimmen, wie sehr Cuxhaven unter diesen Aspekten in den letzten Jahren gewonnen habe, sei letztlich Aufgabe der Wählerinnen und Wähler. Er selbst sei jedoch "hochmotiviert", die gemeinsame Arbeit in den nächsten Jahren so erfolgreich fortzuführen wie bisher.
Herausforderungen "anders", aber nicht minder groß
Auf künftige Herausforderungen angesprochen, unterstrich der Sozialdemokrat die Notwendigkeit, konzentriert weiterzuarbeiten. Das Feld sei, bildlich gesprochen, bestellt. Insofern unterscheide sich die kommende Legislatur möglicherweise von seiner ersten. Umso wichtiger sei es jedoch, "am Ball zu bleiben", erklärte Santjer. Was (Stichwort: Hafenentwicklung) unter Kraftanstrengungen auf den Weg gebracht worden sei, dürfe man auf keinen Fall leichtfertig verstolpern.
Im Namen der SPD-Ratsfraktion sagte deren Vorsitzender Gunnar Wegener jede erdenkliche Unterstützung zu - sowohl auf den Wahlkampf als auch auf Santjers Arbeit als OB gemünzt. Dessen Wirken zeichne sich dadurch aus, dass er empathisch auf Interessen von Bürgerinnen und Bürgern eingehe. "Wir gehen davon aus, dass wir nach der Kommunalwahl am 13. September weiter mit Uwe Santjer als starke und stärkste Ratsfraktion zusammenarbeiten."