Neujahrsempfang in Cuxhaven: OB Santjer setzt auf Jobs, Wohnraum und Investitionen
Beim Neujahrsempfang in Cuxhaven spricht OB Santjer von Investitionen in Wirtschaft und Infrastruktur. Es geht um Perspektiven für Arbeitsplätze und Wohnraum. Vor 1200 Gästen betont er die Bedeutung einer Stadt, in der Kinder eine Zukunft haben.
Rund 1200 Gäste folgten Sonntag der Einladung des Oberbürgermeisters Uwe Santjer zum Neujahrsempfang der Stadt Cuxhaven. Die Kugelbakehalle wurde zur Stätte der Begegnung, des Austauschs und der guten Wünsche. Bevor er unter der Überschrift "Dein Cuxhaven. Heimathafen" einen Rück- und Ausblick vornahm, dankte der OB unter Beifall allen haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräften während des Schneesturms und den Stunden danach: "Ihr macht einen guten Job."
Eingeladen waren alle Einwohner, auch zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung, Vereinen und Verbänden aus Stadt und Landkreis besuchten den Neujahrsempfang - allen voran Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens, Bundestagsabgeordneter Christoph Frauenpreiß und Landtagsabgeordnete Eva Viehoff.

Die Big Band Cuxhaven sorgte für den schwungvollen musikalischen Rahmen. Sowohl die Stadt Cuxhaven als auch die Volkshochschule, die BBS, die Schule am Meer, der Hort Neu-Lummerland, der Jugendbeirat, die Jugendfeuerwehr Döse und das Haus der Jugend nutzten die Chance, sich und ihre Projekt an Ständen zu präsentieren. Das Fun Kontor bot Kinderbetreuung an.
Anfangs seiner Neujahrsrede ging der OB auf die allgemeine Gemengelage ein. Vielfach seien Menschen in Sorge seien. Vehement forderte er auf, sich gegen Fake News zu stellen und Störern die Stirn zu bieten. Es müsse garantiert werden, dass Kinder hier gut groß werden können. "Es sind viel zu viele, die vom Spielfeldrand reinrufen", mahnte er jedoch und rief dazu auf, sich an der aktiven Gestaltung zu beteiligen.

Investitionen von über 100 Millionen Euro
Santjer unterstrich die Bedeutung von Arbeitsplätzen und Wirtschaft und in diesem Zuge den Bau der Liegeplätze fünf bis sieben. Weiterhin werden in Cuxhaven Investitionen im On- und Offshore-Bereich getätigt. "Ohne Cuxhaven wird es die Energiewende nicht geben", sagte der OB und nannte explizit die Unternehmen Siemens Gamesa, Titan Wind, Jupiter Wall und Northwind. Invests von mehr als 100 Millionen Euro werden in den nächsten Jahren die Wirtschaft stärken. Es sei - vernetzt mit der Hafenwirtschaft - gelungen, alle Grundstücke der benötigten 130 Hektar großen Fläche zu kaufen. Zuversicht zeigte er, dass es durch Unterstützung von Land und Bund möglich werde, die benötigte, 80 Millionen teure Bahnbrücke bauen zu können.
Zurzeit 21.000 Arbeitskräfte
Zurzeit gebe es 21.000 sozialversicherte Beschäftigte. Die Tendenz sei steigend. Allein im Tourismus, der ein wichtiger Wirtschaftszweig bleibe, seien es 8000 Menschen. Santjer freute sich über die hohen Übernachtungszahlen sowie die Qualität von Einrichtungen und Veranstaltungen.

Beim Thema Wohnraum verwies er unter anderem auf das neue Quartier unterm Funkturm, das 2000 neuen Menschen Platz bieten soll, aber auch auf Baugebiete in Altenbruch oder das Siedlungs-Mehrfamilienhaus an der Wernerstraße. Mit acht Euro Mietpreis pro Quadratmeter und sechs Euro bei der Siedlung liege man deutlich unter Bundesdurchschnitt.
Zu großen Veränderungen werde es in Altenwalde angesichts der Bedrohungslage durch Maßnahmen der Bundeswehr kommen, kündigte der OB an. In dem geplanten Ausbildungszentrum der Bundeswehr werden geschätzt mehr als 2000 Menschen sein - sowohl Soldaten als auch Zivilisten. Ausdrücklich stehe die Stadt zur Bundeswehr.

"Wir wollen eine Perspektive für Kinder schaffen. Cuxhaven soll ihr Heimathafen sein." Dabei hofft Santjer auch auf Rückkehrer. Bereits 1200 junge Cuxhavener seien hierher dauerhaft zurückgekehrt. Investitionen in Kitas nannte der OB "gut investiertes Geld". Und es gehe weiter, etwa mit den Planungen in Altenwalde und Lüdingworth. Ob Deichband oder fortgeschrittene Bauprojekte wie die Energiespundwand und das Hotel im Alten Fischereihafen oder die Cuxland-Halle durch den Landkreis nannte er ebenso wie einen geplanten Neubau der Gorch-Fock-Grundschule oder des Tierheims.
Bei allen positiven Entwicklungen in seiner Stadt, betrachtet Santjer jedoch mit Sorge den Bereich ärztliche Versorgung und sicherte zu, dass die Stadt alles tun werde, um hier die ärztliche Versorgung sicherzustellen.