Das bestehende Baugebiet am Elvenring (Bild) soll nach dem Willen des Lüdingworther Ortsrates endlich seine Erweiterung bekommen. Foto: Koppe
Das bestehende Baugebiet am Elvenring (Bild) soll nach dem Willen des Lüdingworther Ortsrates endlich seine Erweiterung bekommen. Foto: Koppe
"Elvenring II"

Lüdingworth drängt auf neues Baugebiet: Verwaltung soll Nägel mit Köpfen machen

von Kai Koppe | 15.12.2025

Im Cuxhavener Stadtteil Lüdingworth wird der Druck auf ein neues Baugebiet größer. Der Ortsrat möchte das Bauvorhaben Elvenring II schnell vorantreiben - und damit dringend benötigte Wohnkapazitäten schaffen.

Im Stadtteil Lüdingworth hat der Ortsrat in seiner jüngsten Sitzung den Bedarf an einem weiteren Baugebiet unterstrichen. Nach den Worten von Ortsbürgermeister Thomas Brunken geht es um eine Erweiterung des bestehenden Siedlungsraums nördlich der Jacobistraße. Unter dem Namen Elvenring II sollen zeitnah weitere Kapazitäten entstehen.

Die Zeitschiene war ein entscheidender Aspekt in der Dezember-Sitzung im "Norddeutschen Hof". Dass man in Lüdingworth nicht darauf warten wolle, bis ein weiteres, elf Grundstücke umfassendes Neubaugebiet (Am Südfeld) "vollgelaufen" sei, hatten Ortsratsmitglieder bereits vor zwei Jahren bekräftigt.

Lange Vorlaufzeit bis gebaut werden kann

Seinerzeit hatte ein Verwaltungsvertreter das Ergebnis einer Standortprüfung vorgetragen: "Elvenring II" erschien den Stadtplanern im Rathaus als geeignete Option, wobei verwaltungsseitig von Anfang an darauf hingewiesen wurde, dass man im fraglichen Gebiet nicht allein auf Einfamilienhäuser, sondern auch auf eine stärker verdichtete Bebauung sowie auf Tiny- oder auf Reihenhäuser setzen wolle. Hinsichtlich der zu veranschlagenden Vorlaufzeit einer solchen Gebietsentwicklung, machte Stadtplaner Ronny Budach den Lüdingworthern schon damals keine falschen Hoffnungen: Bis ein Bebauungsplanverfahren abgeschlossen sei, gingen "zwölf bis 80 Monate" ins Land. 

Umso wichtiger war es Brunken, das Thema aktuell noch einmal zu forcieren: Entweder harre man aus oder schlage man einen anderen Weg ein, setzte er den Mitgliedern des Gremiums in der jüngsten Ortsratssitzung auseinander. Die zweite Variante war es dann, die im Ortsrat auf Zustimmung stieß. Sie sieht vor, sich über den Stadtrat direkt an den Oberbürgermeister zu wenden. Der wiederum soll seine Verwaltung beauftragen, in Schen Elvenring II Nägel mit Köpfen zu machen. Besagter Weg wird aus Brunkens Sicht schneller zum Ziel führen, als die Ochsentour durch die Fachausschüsse anzutreten. "Jedem Ortsteil sein Baugebiet" - so oder so ähnlich habe es OB Uwe Santjer schließlich in seiner Neujahrsrede 2021 ausgedrückt, rief der Ortsbürgermeister den Ortratsmitgliedern in Erinnerung - eine Bemerkung, mit der Brunken deutlich machte, dass sich die Lüdingworther in Sachen Bauplätze nicht vertrösten lassen möchten.

Angebot schafft Nachfrage 

Wie wichtig entsprechende Kapazitäten seien, machte am Freitag (12. Dezember 2025) auch Brunkens Stellvertreter Hagen Friedrichs deutlich. Friedrichs bekräftigte, dass man vor Ort nicht nur an einer klassischen Einfamilienhaus-Bebauung, sondern auch an Sonderformen wie "Wohnen im Alter" interessiert sei. Dass sich Nachfrage in jedem Fall einstellt, sobald es nur ein entsprechendes Angebot gibt, ist eine Erfahrung, die man in Lüdingworth nach seinen Worten schon vor Jahren, nämlich bei der Realisierung des Baugebiets Elvenring (I), gemacht hat.

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