Polarlichter über Cuxhaven & dem Cuxland: So stehen die Chancen in den nächsten Tagen
Ein spektakuläres Himmelsschauspiel verzauberte Cuxhaven und Umgebung: Polarlichter flimmerten in der Nacht zu Dienstag am Nachthimmel und zogen zahlreiche Begeisterte in ihren Bann. Klappt das nochmal? CNV-Medien klärt auf.
"Endlich ist es mal so weit! Endlich gibt es auch in Cuxhaven Nordlichter zu sehen und sogar für das bloße Auge sichtbar! Einfach nur überwältigend." So, wie es cnv-medien.de-Leserin Laura Haase beschreibt, ging es in der Nacht zu Dienstag (20. Januar 2026) dem halben Cuxland.
Wofür andere weit reisen, war am Montagabend (19. Januar 2026) in voller Pracht im Kreis Cuxhaven zu sehen: Polarlichter flimmerten am Himmel. Tausende von Fotos entstanden innerhalb weniger Minuten am Wattenmeer, über Feldern oder einfach aus dem Fenster heraus. Viele der CN/NEZ-Leserinnen und -Leser haben uns mit ihren Aufnahmen versorgt.
"Einfach nur überwältigend"
"Einfach nur überwältigend in dieser frostigen Polarnacht. Die Eindrücke des Lichterspektakels über den Dächern der Stadt am Abend des 19. Januar in der Zeit zwischen 22 und 23 Uhr möchte ich Ihnen und den Leserinnen und Lesern nicht vorenthalten. Leuchtende Grüße", schrieb Laura Haase aus Cuxhaven.

Von ihrem Balkon aus hatte die Otterndorferin Luisa Nisler optimale Sicht auf die Polarlichter in Richtung Norden. Gegen 21.50 Uhr entdeckte sie das Himmelsspektakel und war begeistert. Sie schaltete den Nachtmodus auf ihrer Handy-Kamera an und schon waren die Lichter - ohne Filter - klar erkennbar.
Eine Ecke ohne Licht suchen
Jan Gälzer aus Altenwalde befand sich zwischen 22.30 und 23 Uhr auf Fotojagd. Er berichtet: "Wenn man sich ganz dunkle Ecken ausgesucht hat, zum Beispiel auf ein Feld gegangen ist, brauchte man nicht die Kamera, um die Farben zu sehen, und zwar klar und deutlich. Hatte man aber zum Beispiel Straßenlaternen um sich herum, konnte man es nur ahnen und tatsächlich auch nur mit der Kamera sehen. Ohne weitere Lichter war es wunderschön."
Überall in den sozialen Netzwerken wurde das durch einen geomagnetischen Sonnensturm ausgelöste Ereignis als das Spektakulärste in den vergangenen 20 Jahren gefeiert. Die Nachricht über die Gelegenheit, Nordlichter auch in unseren Breiten zu sehen (tatsächlich war das in weiten Teilen Deutschlands der Fall), verbreitete sich trotz fortgeschrittener Uhrzeit rasend schnell.
Auch Apps ("Aurora" oder andere) werden von Natur- und Fotofans weltweit rege genutzt. Sie zeigen Ortungen, Fotos und den aktuellen KP-Index (er gibt die Stärke geomagnetischer Aktivität an). Ab einem KP-Index von sechs und mehr lohnt es sich, an einem möglichst dunklen Ort nach Polarlichtern Ausschau zu halten. Wirklich sichtbar werden diese oft erst mithilfe der (Handy-) Kamera.

Das sagt der Experte
"Polarlichter entstehen durch elektrisch geladene Teilchen, die von der Sonne auf die Erdatmosphäre treffen. Diese Teilchen werden durch Sonnenwinde in Richtung Erde befördert. Wenn sie dann auf das Magnetfeld der Erde stoßen, werden sie zu den Polen gelenkt. Dort reagieren sie mit Sauerstoff- und Stickstoffmolekülen in der Atmosphäre, wodurch die leuchtenden Farben am Himmel entstehen", verriet Experte Michael Trautmann (er arbeitete bereits in der Neumayer-Station III des Alfred-Wegener-Instituts in der Antarktis) gegenüber cnv-medien.de im Herbst 2024.
Nach dem Anfang 2025 erreichten "Sonnenmaximum" sei auch jetzt noch die Sonnenaktivität erhöht. Heftige Sonnenstürme erhöhen die Wahrscheinlichkeit für die Entstehung von Polarlichtern. Die aktuelle Phase könnte aber leider mit der Nacht zu Dienstag (20. Januar 2026) schon ihren Höhepunkt erreicht haben. Hierzu haben wir einen Experten des Alfred-Wegener-Instituts befragt, der Hoffnungen erstmal dämpft. Aber Ausschau zu halten, schadet nie...
So haben es auch die cnv-medien.de-Leser in der vergangenen Nacht getan - und uns ihre Schnappschüsse zur Verfügung gestellt.









































