Rat unterstützt Kunstrasen-Begehren des Cuxhavener Hockeysports
Für den auf Vereinsebene betriebenen Hockeysport gibt es gute Nachrichten - und am Ende wohl tatsächlich den dringend benötigten Kunstrasenplatz.
Ein entsprechendes Begehren wurde auf Ratsebene jedenfalls positiv aufgenommen. Im Fachgremium (dem Sportausschuss) soll es demnächst um Details gehen.
Auf die Tagesordnung der März-Ratssitzung war das Thema Kunstrasen-Hockeyplatz durch die CDU/"Die Demokraten"-Gruppe gehoben worden. Ratsfrau Melanie Eitzen-Fischer lobte einen Vorstoß ihrer Fraktion als "guten Antrag für unsere Sportwelt", musste sich aber anhören, dass die Initiative angeblich zu spät komme. Als Vertreter der Mehrheitskooperation wies unter anderem Rüdiger Kurmann darauf hin, dass sich die Koop seit einem Jahr mit der Frage eines entsprechenden Spielfeldes auf dem Schwarz-Weiß-Gelände am Feldweg beschäftige.
Kunstrasenplatz als existenziell beschrieben
Ungeachtet dieser ersten Replik waren sich die beiden großen Ratslager in der Sache sehr einig. Im Verwaltungsausschuss habe man sich bereits darauf verständigt, dass der Antrag von CDU und "Die Demokraten" genau "in die richtige Richtung" gehe, unterstrich der SPD-Ratsfraktionsvorsitzende Gunnar Wegener und stützte Eitzen-Fischers Argumentationslinie: Ohne die Möglichkeit, auf Kunstrasen zu spielen, sei es in Cuxhaven schlechterdings nicht mehr möglich, den Hockeysport auszuüben, sagte Wegener, nachdem seine Vorrednerin darauf hingewiesen hatte, dass ein unter Wettkampfgesichtspunkten stattfindender Spielbetrieb auf der natürlichen Grasnarbe nicht mehr praktikabel ist.
Nach Wegeners Worten hat die Politik dieses Problem bereits vor Augen gehabt, als sie "eine bestimmte Summe" in die mittelfristige Finanzplanung aufgenommen hat. Dem Vernehmen nach geht es dabei vorerst um 300.000 Euro, die als Kofinanzierungsmittel eingeplant wurden, was so viel heißt, wie dass der Verein Schwarz-Weiß sich an der Realisierung beteiligt - indem er das Drumherum (etwa Ballfangnetze oder die Tribüne) bezahlt.
Nach Fußball-Dominanz: "Jetzt sind andere Sportarten dran"
Den Löwenanteil, nämlich das Kunstrasenfeld selbst, würde die Stadt aus Haushaltsmitteln finanzieren und dafür - so sieht es der SPD-Ratsherr - "eine gehörige Summe" springen lassen. Aus Koop-Sicht geht das in Ordnung: In der Vergangenheit habe man oft genug den örtlichen Fußball unterstützt. "Jetzt sind andere Sportarten dran."
Trotz allem soll die Hockey-Abteilung nicht die Exklusivrechte an dem künftigen, auf dem Emil-Meisterhans-Platz zu errichtenden Kunstrasenplatz genießen. "Die Anlage sollte auch für andere Sportarten nutzbar sein", schreibt die Ratsgruppe CDU/"Die Demokraten" in ihrem Antragstext.
In mündlicher Debatte fokussierte sich die Ratsgruppe gleichwohl auf Hockey-Belange - und auf die Verdienste der entsprechenden Sparte bei Schwarz-Weiß Cuxhaven. "Der Verein leistet Hervorragendes, gerade in der Jugendarbeit", so Melanie Eitzen-Fischer.
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