So behandelt die Cuxhavenerin Jutta Rieger-Küster kranke Tiere
Haustiere gehören für viele Menschen zum Leben dazu - und oft auch zur Familie. Umso wichtiger ist es für die Tierhalter sich um das Wohlergehen ihrer Fellfreunde zu kümmern. Doch wo ist das Tier gut aufgehoben? Beim Tierarzt oder Tierheilpraktiker?
Laut der Diplombiologin und ausgebildeten Tierheilpraktikerin Jutta Rieger-Küster sollte sich die Frage gar nicht erst stellen. "Ich schätze die Zusammenarbeit mit den Tierärzten sehr. Ich denke, dass Tierärzte und -heilpraktiker Hand in Hand arbeiten sollten, um die Tiere bestmöglich zu behandeln", so die Cuxhavenerin.
Seit 2010 ist Jutta Rieger-Küster selbstständig als Tierheilpraktikerin tätig und behandelt Kleintiere und Pferde. Vor ihrem Biologiestudium hat die Cuxhavenerin eine Ausbildung zur technischen Assistentin abgeschlossen. Nach ihrem Studium hat sie sich berufsbegleitend zur Tierheilpraktikerin ausbilden lassen.
Das "Problem" mit der Berufsbezeichnung
Da der Begriff Tierheilpraktiker keine geschützte Berufsbezeichnung sei, dürfe sich theoretisch jeder so nennen und als Tierheilpraktiker arbeiten. Rieger-Küster weiß: "Das stellt ein großes Problem dar." Denn es seien auch Menschen dazwischen, die über kein Fachwissen verfügen würden und damit großen Schaden anrichten können. Daher müsse jeder Tierhalter darauf achten, ob der Heilpraktiker auch seriös ist.
Die Cuxhavenerin hat ihre Lehre an einer Ausbildungsstätte abgeschlossen, an der die Dozenten studierte Tiermediziner waren und sie eine Abschlussprüfung absolvieren musste. Leider sei das nicht bei allen Tierheilpraktikern der Fall.
"Jeder Tierheilpraktiker sollte seine Grenzen kennen. Mit den Methoden, die ich anwende, kann ich nicht immer helfen. Wenn ich merke, dass das der Fall ist, leite ich die Patienten entsprechend zum Tierarzt weiter", erklärt die Diplombiologin.
Naturheilverfahren und Behandlungsmethoden
Zu den "Methoden", die die gelernte Tierheilpraktikerin anwendet, gehört in erster Linie die Akupunktur. Bei dieser Methode nutzt Rieger-Küster Nadeln oder einen Laser und bringt so den Organismus der Tiere wieder ins Gleichgewicht. Des Weiteren arbeitet die Cuxhavenerin homöopathisch und isopathisch. Außerdem wendet sie die Phytotherapie oder auch Kräutertherapie genannt an, bei der sie die Tiere mit verschiednen Kräutern behandelt. Zudem setzt sie die Magnetfeldtherapie und die Pferdemassage ein.
Eine weite Therapieform ist die Blutegeltherapie. Bei dieser Therapieform werden Blutegel an eine betroffene Stelle des Tieres gesetzt und sorgen dafür für eine Schmerz-, Blutgerinnungs- und Entzündungshemmung. "Allerdings gibt es seit Januar 2023 eine Änderung des Arzneimittelgesetzes. Laut diesem Beschluss darf die Blutegeltherapie nur noch auf Verordnung vom Tierarzt angewendet werden", erklärt die Cuxhavenerin.
Diagnosen und Behandlungszeiträume
Wenn die Patienten erstmals bei ihr in Behandlung sind, führt Rieger-Küster ein Anamnesegespräch mit den Tierhaltern, um mehr über die Haltung und Ernährung des Tieres zu erfahren. Folgend lässt sie sich das Problem von dem Halter schildern und untersucht das Tier anschließend umfassend. Bei der Untersuchung nutzt sie - wenn vorhanden - auch Blut- oder Röntgenbilder, um den Zustand des Tieres noch besser beurteilen zu können.
Einige Tiere muss die Tierheilpraktikerin öfter behandeln. "Es sind dann meist chronische Erkrankungen, die über einen längeren Zeitraum hinweg therapiert werden müssen. Besonders die Arthrosepatienten sind auf eine längere Behandlung angewiesen", erklärt Rieger-Küster.