Sommerferien-Ende in Niedersachsen: Polizei Cuxhaven appelliert an Verkehrsteilnehmer
Mit dem Schulstart in Niedersachsen wächst die Verantwortung im Straßenverkehr. Besonders Erstklässler sind gefährdet. Die Polizei Cuxhaven appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, wachsam und rücksichtsvoll zu sein.
Die Polizeiinspektion Cuxhaven ruft zum Schulstart in Niedersachsen zu besonderer Vorsicht im Straßenverkehr auf. Mit dem Ende der Sommerferien sind ab Donnerstag, 13. August 2026, wieder viele Schulkinder morgens im Berufsverkehr und zur Mittagszeit unterwegs. Für zahlreiche Erstklässler beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Viele legen ihren Schulweg erstmals eigenständig zurück, zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Bus, heißt es. Die Polizei Cuxhaven weist darauf hin, dass damit auch die Verantwortung aller Verkehrsteilnehmenden wachse.
Kinder nähmen den Straßenverkehr anders wahr als Erwachsene, könnten Geschwindigkeiten und Entfernungen häufig noch nicht zuverlässig einschätzen, hätten wegen ihrer Körpergröße ein eingeschränktes Sichtfeld und reagierten oft spontan. Deshalb seien sie im Straßenverkehr besonders gefährdet.
Die Polizei appelliert an alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer, vor allem an Autofahrerinnen und Autofahrer, in der Nähe von Schulen und auf Schulwegen besonders aufmerksam und rücksichtsvoll zu fahren. Sie sollten die Geschwindigkeit reduzieren, jederzeit bremsbereit sein und damit rechnen, dass Kinder unvermittelt auf die Fahrbahn treten, auch an Ein- und Ausfahrten oder auf Parkplätzen. Gehwege, Fußgängerüberwege und Ampelbereiche sollten nicht zugeparkt oder blockiert werden, weil freie Sicht entscheidend zur Sicherheit beitrage.
Empfehlungen für Eltern und Schulwege
Das Präventionsteam der Polizei in Cuxhaven empfiehlt Eltern, den Schulweg bereits vor dem ersten Schultag gemeinsam mit ihrem Kind zu üben. Bewährt habe sich dabei das Prinzip "Vormachen, erklären - vormachen lassen, erklären lassen". In den ersten Schulwochen könne es sinnvoll sein, Kinder auf dem Schulweg zu begleiten und ihr Verhalten im Straßenverkehr zu beobachten.

Für einen sicheren Schulweg rät die Polizei:
den sichersten und nicht zwingend den kürzesten Schulweg wählen (möglichst mit Fußgängerampeln oder Zebrastreifen)
mit dem Kind das richtige Verhalten beim Überqueren der Straße üben
das Kind auch für Gefahren an Ein- und Ausfahrten sowie auf Parkplätzen sensibilisieren
für gute Sichtbarkeit durch helle und reflektierende Kleidung sorgen, insbesondere in den Morgenstunden und während der dunklen Jahreszeit
Kinder nur mit einem verkehrssicheren Fahrrad und einem passenden Fahrradhelm am Straßenverkehr teilnehmen lassen
Besondere Vorsicht gilt an Bushaltestellen. Kindern sollte beigebracht werden, niemals vor oder hinter einem haltenden Bus über die Straße zu laufen. Eltern sollten im Straßenverkehr ein Vorbild sein und sich immer an die Verkehrsregeln halten
Auch sogenannte "Elterntaxis" könnten zur Gefahr werden. Fahrzeuge, die direkt vor Schulen halten oder wenden, führten häufig zu unübersichtlichen und gefährlichen Situationen. Die Polizei empfiehlt deshalb, Kinder möglichst zu Fuß zur Schule gehen zu lassen. Wenn die Fahrt mit dem Auto unvermeidbar sei, solle das Kind in ausreichender Entfernung zur Schule an einer geeigneten und sicheren Stelle aussteigen. Auch die Verkehrswacht unterstützt den Schulstart und hat nach Polizeiangaben im Stadtgebiet und im Umland Banner aufgehängt, die Verkehrsteilnehmende zu erhöhter Aufmerksamkeit auffordern.
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