"Türen öffnen im Viertel": Austausch an der Ape in Alt-Cuxhaven
In Alt-Cuxhaven startet eine innovative Aktion: Die Ape von "Tante Emma" wird zum Treffpunkt im Viertel. Sie lädt die Bewohner ein, Ideen und Wünsche zu teilen und gemeinsam die Nachbarschaft zu gestalten.
Geputzt, entrostet und auf Vordermann gebracht - die Ape von "Tante Emma" ist pünktlich zum ersten Einsatz von "WIR sind Alt-Cuxhaven" einsatzbereit. Unter dem Motto "Türen öffnen im Viertel" soll ein Austausch mit den Menschen vor Ort angeregt werden.
Gemeinwesenarbeiter Sven Mangels wusste, dass eine Ape (ein dreirädriges Fahrzeug) zur Verfügung steht. "Die machen wir schick", hatte er beschlossen. In einem kleinen Team wurde überlegt, wie die Ape aufbereitet werden könne. Andrea Volck begab sich auf die Suche nach Menschen, die mit Wissen über die Fahrzeuge unterstützen könnten und kam mit Joachim Steffens in Kontakt. Er besitzt eine Ape und ist Teil der "Ape Freunde Elbe-Weser-Dreieck". Er habe mit Andrea geschrieben und festgestellt: "Ach, das ist ja bei mir um die Ecke." Kurz darauf hat er sich die Ape angeschaut.
Joachim Steffens wohnt in Alt-Cuxhaven, erläutert Mangels. Dadurch habe die Aktion schon ihren Zweck erfüllt: "Wir möchten erreichen, dass die Menschen aus dem Viertel sich engagieren", beschreibt der Gemeinwesenarbeiter. "Joachim war direkt Feuer und Flamme." Am Motor der Ape musste ebenfalls etwas gemacht werden. "Für den Motor habe ich jemanden", sagte Steffens. So wurde Patrick Menke involviert.
Wünsche und Anregungen stehen im Fokus
Am Freitag (24. Juli 2026) wird die Ape auf dem Kaemmererplatz in Cuxhaven stehen. Insgesamt soll es acht bis zehn Termine geben, zu denen sie im Viertel anzutreffen ist. Sven Mangels, Andrea Volck, Elvira Heymann und Ilja Letzig-Michalski werden dann vor Ort sein. Entstehen soll ein Austausch mit den Menschen. "Wir sind völlig ergebnisoffen, was die Termine bringen", sagt Mangels. Es gehe um die Wünsche und Anregungen der Menschen aus dem Viertel für das Viertel. "Die Ideen sollen aus dem Viertel kommen", betont der Gemeinwesenarbeiter. Daher wird es die Möglichkeit geben, Notizen auf Zettel zu schreiben und diese dann mit Magneten an der Ape zu befestigen. Danach wird versucht, auf Basis der Wünsche Formate zu finden, wie die Menschen ihre Ideen umsetzen können, erläutert Mangels.
Genaue Termine werden über Postkarten bekanntgegeben
Bei einigen Terminen werden sie auch ein Spiel dabei haben. "Ein Spiel ist die einfachste Form, Interaktion entstehen zu lassen", sagen die Initiatoren. Zusätzlich wollen sie Buttons verteilen, auf denen auch die Ape abgebildet ist. Bevor die Ape an einem Ort Halt macht, werden ungefähr eine Woche im Voraus Postkarten in den umliegenden Straßen mit dem genauen Datum verteilt. Mitte August soll der Austausch auf dem sogenannten "Sammeleinstellplatz Alt Cuxhaven" an der Annenstraße und in der letzten Augustwoche auf dem Schillerplatz stattfinden. Am 12. September wird die Ape auch beim Fest zur Interkulturellen Woche am Begegnungszentrum dabei sein.
Der ehrenamtliche Bereichsleiter Soziales "Tante Emma", Sven Wersien, freut sich über diesen Schritt: Die Ape ermögliche es, rauszugehen und die Bedarfe der Menschen abzufragen. "Der Auftritt der Ape verkörpert, wofür das Begegnungszentrum steht", betont er.
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