Die Cuxhavener Seeschleuse soll am Donnerstag nicht besetzt sein. Das kündigte die Gewerkschaft Verdi in Verbindung mit einem Warnstreik-Aufruf an. Foto: Larschow
Die Cuxhavener Seeschleuse soll am Donnerstag nicht besetzt sein. Das kündigte die Gewerkschaft Verdi in Verbindung mit einem Warnstreik-Aufruf an. Foto: Larschow
Tarifstreit im öffentlichen Dienst

Warnstreik auch in Cuxhaven: Hafenbetrieb läuft am Donnerstag mit Einschränkungen

von Kai Koppe | 04.02.2026

Am Donnerstag kommt es im Cuxhavener Hafen zu Einschränkungen, da Verdi-Beschäftigte im Tarifkonflikt streiken. CNV-Medien gibt einen Überblick, welche Bereiche betroffen sein könnten.

Wegen des Tarifkonflikts im öffentlichen Dienst ist am Donnerstag (5. Januar 2026) auch im Cuxhavener Hafen mit Einschränkungen zu rechnen. Die Gewerkschaft Verdi hat Beschäftigte der Hafenbetreiber-GmbH zu einem Warnstreik aufgerufen. Es geht um mehr Gehalt.

Betroffen sein könnte nach übereinstimmenden Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und der landeseigenen Hafenbetreibergesellschaft Niedersachsen Ports der Schiffsverkehr im Bereich des Neuen Fischereihafens. Mit Warnstreiks, die bereits am Mittwoch (4. Januar 2026) begannen, versucht Verdi in der festgefahrenen Debatte um mehr Geld für Landesbedienstete, den Druck zu erhöhen.

Sicherheit bleibt laut NPorts gewährleistet

Man könne noch nicht genau absehen, welche Streik-Schwerpunkte gesetzt würden, erklärte NPorts-Sprecherin Dörte Schmitz auf Anfrage von cnv-medien.de. Fest stehe jedoch, dass die Sicherheit im Hafenbereich auch während möglicher Warnstreik-Aktionen gewährleistet bleibe. Verdi sprach von einem "Notdienst", Schmitz betonte analog dazu, dass der Sturmflut- und der Winterdienst auch am Donnerstag aufrechterhalten werde. "Auch die Hafenaufsicht ist gesichert", so die NPorts-Sprecherin weiter. Auf CN/NEZ-Nachfrage bestätigte sie zudem, dass der Verkehr zu den Terminals voraussichtlich reibungslos rollen werde.

Kein Notdienst für die Seeschleuse vereinbart

Anders verhält es sich bei der Zufahrt zum Neuen Fischereihafen: Hier gab es - anders als im Emden und in Brake - bis zum Mittwochabend keine Notdienstvereinbarung. Daher wird das Binnenhaupt der Seeschleuse für den Schiffsverkehr geschlossen bleiben. Das bestätigte Gewerkschaftssekretärin Imke Hennemann-Kreikenbohm am Mittwoch gegenüber cnv-medien.de. Der Betrieb der Kanalschleuse Otterndorf werde jedoch aufrechterhalten - selbst wenn Mitarbeiter des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz ebenfalls dem Verdi-Aufruf folgen werden.

Verdi kritisiert Haltung des Landes

Mit dem Warnstreik unterstreichen die Landesbediensteten die Forderungen nach sieben Prozent mehr Gehalt, einer Erhöhung der Ausbildungsvergütung und einem Plus von 20 Prozent bei den Zeitzuschlägen. Angebote der Arbeitgeberseite seien bislang "nicht gerade wertschätzend ausgefallen", kritisierte Hennemann-Kreikenbohm den Verlauf der sich mittlerweile über zwei Runden hinziehenden Tarifverhandlungen. Was sich Beschäftigte von ihrem Dienstherrn wünschen, werden Teilnehmer der Verdi-Aktionen am Donnerstagvormittag im Bereich des früheren Cuxhavener Seefischmarktes artikulieren.

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