CNV Medien

Die Tunnelbohrmaschine „Elsa“ hat laut Tennet bereits mehr als die Hälfte der 5,2 Kilometer langen Strecke gemeistert. Foto: Tennet
Die Tunnelbohrmaschine „Elsa“ hat laut Tennet bereits mehr als die Hälfte der 5,2 Kilometer langen Strecke gemeistert. Foto: Tennet
Bohrmaschine hat Hälfte geschafft

Energieleitung Suedlink: Arbeiten am Tunnel unter der Elbe machen große Fortschritte

von Redaktion | 09.12.2025 Zuletzt aktualisiert: 31.08.2026 20:47 Uhr

Die Arbeiten am Suedlink-Tunnel unter der Elbe machen deutliche Fortschritte: Wie Tennet berichtet, hat die Bohrmaschine "Elsa" bereits mehr als die Hälfte der 5,2 Kilometer langen Strecke geschafft.

Beim Bau des ElbX-Tunnels unter der Elbe ist ein zentraler Meilenstein erreicht: Wie der Übertragungsnetzbetreiber Tennet mitteilt, hat die Tunnelbohrmaschine "Elsa" mehr als die Hälfte der insgesamt 5,2 Kilometer langen Strecke geschafft. Seit dem Start im Januar 2025 legte sie demnach bereits rund 2,8 Kilometer zurück und hat auch den tiefsten Punkt unter dem Fluss durchfahren.

Anlässlich des Barbara-Tages - die heilige Barbara gilt als Schutzpatronin der Bergleute - besuchte die Tunnelpatin Jette Waldinger-Thiering, Vizepräsidentin des schleswig-holsteinischen Landtags, die Baustelle. Laut Tennet zeigte sie sich "sichtlich beeindruckt" vom Fortschritt des technisch anspruchsvollen Abschnitts der Erdkabeltrasse Suedlink.

Anspruchsvolle Geologie und hohe Sicherheitsanforderungen

Der Tunnel unter der Elbe gilt als eines der komplexesten Bauwerke des Großprojekts. Die Bohrmaschine arbeitet sich nach Angaben von Tennet derzeit durch den sogenannten Lauenburger Ton - ein schwieriges Material, das bei Wasserkontakt quillt und als wenig stabil gilt. Dank genauer Vorerkundungen habe die Maschine diesen Abschnitt sicher bewältigt, so Tennet.

Parallel dazu laufen Druckluftarbeiten mit bis zu 4,8 bar, insbesondere unter der Schifffahrtsrinne. Um die Sicherheit zu gewährleisten, halten Tennet und der Baupartner Porr nach eigenen Angaben rund um die Uhr eine eigene Feuerwehr mit Rettungssanitätern bereit. Regelmäßige Übungen sollen schnelle Hilfe im Ernstfall sichern.

Arbeiten an beiden Elbufern im Plan

Nicht nur im Tunnel selbst, sondern auch an den Schächten beiderseits der Elbe geht es voran. Die Schächte dienen dem Zugang zum Tunnel sowie der technischen Überwachung.

Im Startschacht in Wewelsfleth seien bereits drei von fünf Untergeschossen des 23 Meter tiefen Bauwerks fertiggestellt, teilt Tennet mit. Auf niedersächsischer Seite in Wischhafen ist die 21 Meter tiefe Zielgrube laut Unternehmen vollständig ausgehoben. Der Ingenieurbau arbeitet dort an der Bodenplatte. Die Spezialtiefbauarbeiten wurden bereits im Herbst abgeschlossen.

Bedeutung für die Energiewende

Suedlink soll künftig Windstrom aus Norddeutschland nach Bayern und Baden-Württemberg transportieren. Nach Angaben der Projektpartner gilt die 700 Kilometer lange Gleichstromverbindung als eines der größten Infrastrukturvorhaben der Energiewende. Sie soll das Netz stabilisieren, Kosten senken und die industrielle Stärke Deutschlands sichern.

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?

(1 Stern: Nicht gut | 5 Sterne: Sehr gut)

Feedback senden

CNV-Newsletter

Wissen, was im Cuxland los ist: Alle wichtigen Nachrichten aus der Stadt und dem Landkreis Cuxhaven direkt in Ihr Postfach. Hier für den CNV-Newsletter anmelden.


Top Nachrichten



Bild von Redaktion
Redaktion

Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung
Tel.: 04721 585 360

redaktion@no-spamcnv-medien.de

Lesen Sie auch...
Neubauten am Elberadweg

Neue Hallen im Hafen Cuxhaven: So weit sind die Arbeiten bei Siemens und Jupiter Bach

Einkaufszentrum Abschnede

Leerstand und Hoffnung in Cuxhaven: Große Unbekannte nach Räumungs-Aktion bei Hammer

Pistorius in Bremen

Milliarden-Deal für Bremerhaven: Macht der Nato-Hafen die Stadt zum Angriffsziel?