Einsatzkräfte der Wasserrettung brachten zwei Wattwanderer von der Rettungsbake 8 zwischen Sahlenburg und Neuwerk sicher an Land. Foto: Freiwillige Feuerwehr Duhnen-Stickenbüttel
Einsatzkräfte der Wasserrettung brachten zwei Wattwanderer von der Rettungsbake 8 zwischen Sahlenburg und Neuwerk sicher an Land. Foto: Freiwillige Feuerwehr Duhnen-Stickenbüttel
Gefahren der Flut

Wattwanderer vor Neuwerk gerettet: Wasserrettung holt zwei Personen von Rettungsbake

von Redaktion | 23.06.2026

Zwei Wattwanderer mussten am Sonnabend von der Rettungsbake 8 zwischen Sahlenburg und Neuwerk von der Wasserrettung geborgen werden. Die Feuerwehr Duhnen-Stickenbüttel warnt erneut vor den Gefahren der auflaufenden Flut im Watt.

Zwei Wattwanderer sind am Sonnabend (20. Juni 2026) von Einsatzkräften der Wasserrettung von einer Rettungsbake zwischen Sahlenburg und Neuwerk geborgen worden. Darüber informiert die Freiwillige Feuerwehr Duhnen-Stickenbüttel.

Nach Angaben der Feuerwehr erhielt die Seenotleitung Bremen rund zwei Stunden vor Hochwasser, um 15.55 Uhr, die Meldung, dass sich zwei Personen auf der Rettungsbake 8 befanden. Da zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich weitere Personen im Watt in einer Notlage befanden, wurden die Cuxhavener Wasserrettungseinheiten alarmiert.

Mit einem Rettungsboot fuhren die Einsatzkräfte zur Rettungsbake, auf der sich zwei Wattwanderer befanden. Foto: Freiwillige Feuerwehr Duhnen-Stickenbüttel

Rettungsboot nimmt Wattwanderer auf

Zu diesem Zeitpunkt hatte das Wasser den Strand bereits erreicht, sodass das Rettungsboot direkt vom Strand aus zu Wasser gelassen werden konnte. Nach etwa zehn Minuten Fahrzeit erreichten die Einsatzkräfte die Rettungsbake und nahmen die beiden Personen an Bord. Die Wattwanderer befanden sich nach Angaben der Feuerwehr in guter Verfassung. Nach der Rückkehr zum Strand in Duhnen wurden sie vorsorglich dem Rettungsdienst der Berufsfeuerwehr zur kurzen Untersuchung übergeben. Anschließend war der Einsatz beendet.

Die Freiwillige Feuerwehr Duhnen-Stickenbüttel weist darauf hin, dass Wattwanderungen sorgfältig geplant werden sollten. Foto: Freiwillige Feuerwehr Duhnen-Stickenbüttel

Wie die Freiwillige Feuerwehr Duhnen-Stickenbüttel weiter mitteilt, hatte sich die Situation für die beiden Betroffenen zuvor deutlich schwieriger dargestellt. Das Wasser sei bereits weit aufgelaufen gewesen, sodass die Wattwanderer stellenweise durch tieferes Wasser waten und schwimmen mussten, um die Rettungsbake zu erreichen.

Rettungsbaken dienen im Watt als Zufluchtsorte bei plötzlich auflaufendem Wasser. Foto: Freiwillige Feuerwehr Duhnen-Stickenbüttel

Vom Land aus kaum zu erkennen

Vom Festland aus blieb dies nach Angaben der Feuerwehr aufgrund der großen Entfernung und der Sichtverhältnisse unbemerkt. Auch technische Hilfsmittel wie Radar- oder Wärmebildkameras könnten in solchen Fällen an ihre Grenzen stoßen, da Menschen auf größere Distanz im Wasser nur schwer auszumachen seien. Hinzu kam, dass sich die beiden Personen auf der Rettungsbake niedergelassen hatten und dadurch von den Rettungsstationen nur schwer erkannt werden konnten.

Die Cuxhavener Wasserrettungseinheiten wurden vorsorglich alarmiert, da zunächst unklar war, ob sich weitere Personen im Watt befanden. Foto: Freiwillige Feuerwehr Duhnen-Stickenbüttel

Feuerwehr weist auf Risiken hin

Die Feuerwehr weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass insbesondere die Strömung bei auflaufender Flut häufig unterschätzt werde. Gerade beim Schwimmen könne das Ziel, eine Rettungsbake zu erreichen, leicht verfehlt werden. Ein Abtreiben im Watt könne schwerwiegende Folgen haben.

Insgesamt sei der Einsatz jedoch glimpflich verlaufen, teilt die Freiwillige Feuerwehr Duhnen-Stickenbüttel mit.

Die Feuerwehr rät zudem, Wattwanderungen sorgfältig zu planen. Unerfahrene und untrainierte Wattwanderer könnten die Strecke zwischen dem Festland und der Insel Neuwerk in der Regel nicht in beide Richtungen bewältigen. Vor dem Start sollten deshalb die aktuellen Gezeiten sowie mögliche wetterbedingte Veränderungen berücksichtigt werden. Zudem empfiehlt die Feuerwehr, stets ein Mobiltelefon mitzuführen, um im Notfall über die Notrufnummern 112 oder 110 Hilfe anfordern zu können. Nach Angaben der Einsatzkräfte können die Leitstellen bei einem Notruf den Standort des Anrufers technisch bestimmen.

Die Freiwillige Feuerwehr Duhnen-Stickenbüttel empfiehlt Wattwanderern, sich vor dem Start über die Gezeiten zu informieren. Foto: Freiwillige Feuerwehr Duhnen-Stickenbüttel

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