Weiterer Kandidat auf der Liste für die Oberbürgermeisterwahl in Cuxhaven
Morgens informierte er den Amtsinhaber Uwe Santjer, am Nachmittag wurde in der Nordersteinstraße offiziell die Katze aus dem Sack gelassen: Günter Wichert wird als FDP-Kandidat bei der Oberbürgermeisterwahl in Cuxhaven antreten.
Vor knapp 20 Anhängerinnen und Anhängern sowie einigen Passanten lüftete Martin Herz, stellvertretender Vorsitzender des FDP-Stadtverbands Cuxhaven, das Geheimnis in der Nordersteinstraße, indem er ein bis dahin verklebtes Schaufenster freilegte und dahinter das Konterfei des Kandidaten offenbarte. In dem leer stehenden Ladengeschäft hat die FDP einen Pop-up-Store (Geschäft auf Zeit) eröffnet. Wo früher Reisekataloge auslagen, werden Interessierte nun aufgefordert, ihre Ideen für Cuxhaven zu hinterlassen.
"Günter geht für uns ins Rennen", verkündete Martin Herz. Der QR-Code auf dem Plakat führt zur Website des Kandidaten. Wichert versicherte, dass es ihm eine Ehre sei, voller Demut und unterstützt durch ein "wunderbares Team" um das Amt des Oberbürgermeisters der Stadt anzutreten.
Innenstadt ist sein zentrales Thema
Bis zum Wahltag am 13. September möchte Wichert, der auch FDP-Ratsmitglied ist, jeden Tag in den sozialen Netzwerken seine Ideen für Cuxhaven äußern. Im Mittelpunkt solle dabei die Innenstadt stehen. Er wünsche sich, dass es dort jeden Tag so lebendig zugehe wie beim Blumenmarkt (dessen Organisator er ist), bekräftigte er im Gespräch mit unserer Redaktion. Eine frequentierte Innenstadt mit vermieteten Geschäften verspreche mehr Lebensqualität, aber auch Gewerbesteuereinnahmen. Die Vision: Einmal in der Woche als OB im Container der Wirtschaftsförderung in der City Position zu beziehen, Eigentümer und Interessenten zusammenzubringen und "aus Leerstand Mittelstand zu machen".

Als zweiten großen Schwerpunkt nennt Wichert den Bereich Bildung und Schulsanierungen. Die Grundschulen mit der größten Raumnot - Sahlenburg, Gorch Fock, Süderwisch und Abendrothschule - müssten allesamt zügig erweitert beziehungsweise der Auftrag für den Neubau der Gorch-Fock-Schule wie durch die Verwaltung versprochen nach der Kommunalwahl vergeben werden.
"Ich kämpfe nicht gegen jemanden"
Seine Kandidatur sieht Wichert auch als einen demokratischen Akt und geradezu als Verpflichtung, um den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zu einer echten Wahl zu geben: "Ich kämpfe nicht gegen jemanden, sondern für meine Ideen und die meines Teams", sagt er.