Warnung vom Cuxhavener Tierarzt: Warum Kastanien gefährlich für Hunde werden können
Kreis Cuxhaven. Schnell greift man als Hundebesitzer zur Kastanie, um diese als Ballersatz zu werfen - doch die Folgen können dramatisch sein.
Nicht nur Kinder haben während der Kastanienzeit Spaß am Spielen mit den glänzenden braunen Kugeln. Doch wenn Hunde damit im Laub herumtollen und vielleicht eine Kastanie verschlucken, kann dies zu einer Vergiftung oder einem lebensbedrohlichen Darmverschluss führen, warnt Peter Burfeindt, Tierarzt von der Tierarztpraxis Ahlemeyer und Burfeindt in Cuxhaven.
Gefährliche Giftstoffe in Kastanien
Hundebesitzer sollten im Herbst deshalb besonders wachsam sein, wenn sie mit ihrem vierbeinigen Freund spazieren gehen. "Am besten hat man seinen Hund immer im Blick, damit er erst gar keine Kastanien oder andere Sachen verschluckt", sagt der Tierarzt.
Die Giftstoffe in Kastanien (Saponine und Glykoside) befinden sich in der Schale und im Kern der Hülsenfrucht. Beim Zerkauen der Früchte werden diese Stoffe freigesetzt und gelangen auf direktem Wege in die Schleimhäute des Hundes und beim Herunterschlucken auch in den Magen. "Wie schlimm ein Hund auf die Giftstoffe reagiert, kommt immer darauf an, wie hoch die Dosis ist", weiß der Tierarzt. Dabei komme es unter anderem auf die Größe und das Gewicht des Hundes, aber auch auf die Menge der zerkauten Kastanien an."
Kastanie verschluckt: Möglichst schnell zum Tierarzt
Natürlich kann es aber auch passieren, dass der Hunde die Kastanie beim Spielen im Ganzen herunterschluckt. "Dann kann es zu einem Darmverschluss kommen", sagt Peter Burfeindt. Erste Anzeichen für einen Verschluss seien Erbrechen oder mangelnder Kotabsatz, beschreibt der Tierarzt die anfänglichen Symptome. "Dann sollte so schnell wie möglich der Tierarzt aufgesucht werden", sagt Peter Burfeindt. Die Klassiker die verschluckt würden, seien Steine, Avocadokerne und Abschnitte von Maiskolben."