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Verteidigungsminister Boris Pistorius (r.) wird vom Kommandeur der Marineflieger, Kapitän zur See Broder Nielsen, begrüßt. Pistorius plant den Ausbau des Stützpunktes in Nordholz. Foto: Larschow
Verteidigungsminister Boris Pistorius (r.) wird vom Kommandeur der Marineflieger, Kapitän zur See Broder Nielsen, begrüßt. Pistorius plant den Ausbau des Stützpunktes in Nordholz. Foto: Larschow
Zu Besuch bei den Marinefliegern

Wie Verteidigungsminister Pistorius Nordholz zur europäischen Spitze machen will

von Tim Larschow | 10.01.2025 Zuletzt aktualisiert: 11.01.2025 14:57 Uhr

Verteidigungsminister Boris Pistorius hat am Freitag (10. Januar) die Marineflieger in Nordholz besucht. Nach der Landung sprach er mit den Soldatinnen und Soldaten und verkündete Wegweisendes für den Stützpunkt im Landkreis Cuxhaven. (Mit Video)

Kurz vor sechs Uhr am Freitagmorgen: Wie immer rollen Hunderte Autos auf den Stützpunkt in Nordholz. Doch es ist kein gewöhnlicher Tag: In wenigen Stunden soll Verteidigungsminister Boris Pistorius landen - mit großen Neuigkeiten für den Standort im Gepäck.

Die Werfthalle auf dem Gelände ist schon vorbereitet. Eine große Deutschlandfahne hängt in der Halle, Hubschrauber und Flugzeuge stehen bereit. Kurz nach neun ist es dann soweit und Boris Pistorius landet mit der Regierungsmaschine. Begrüßt wird Pistorius im Regen vom Kommandeur der Marineflieger, Kapitän zur See Broder Nielsen.

Pistorius verschafft sich einen Einblick bei der "fliegenden Flotte" in Nordholz. Foto: Larschow

Riesensprung für die Marineflieger

Bei dem anschließenden Rundgang durch die Werfthalle gab es Gelegenheit zu Gesprächen mit Soldatinnen und Soldaten über die zahlreichen anstehenden Veränderungen am Standort. Begleitet wurde der Minister von Oliver Ottmüller, Kommodore des Marinefliegergeschwaders 3 "Graf Zeppelin", Carsten Holtgreve, Kommodore des Marinefliegergeschwaders 5, und Holger Schmitt, Stellvertreter des Kommandeurs und Chef des Stabes.

Pistorius kündigte an, dass in den kommenden zehn Jahren weitere 400 Millionen Euro in Nordholz investiert werden sollen. Damit sollen unter anderem neue Hubschrauber, Flugzeuge, Werkstätten und Hallen beschafft und errichtet werden. Der Stützpunkt soll nach und nach mit 18 Mehrzweckhubschraubern NH-90 NTH "Sea Lion", 31 Bordhubschraubern NH-90 "Sea Tiger" und acht Seefernaufklärern P-8A "Poseidon" ausgestattet werden. Genau dafür muss auch die Infrastruktur angepasst werden.

Mit dieser Regierungsmaschine landete der Verteidigungsminister am Freitagmorgen in Nordholz. Foto: Larschow

"Wir richten unser Kommando konsequent auf die Landes- und Bündnisverteidigung aus und das mit Hochdruck", sagte Pistorius. Dies sei ein wichtiger Baustein, um den Auftrag der Landes- und Bündnisverteidigung erfüllen zu können. Die Beschaffung der neuen Hubschrauber "Sea Lion" und "Sea Tiger" sowie der P-8 "Poseidon" sei ein großer Sprung für die Marineflieger. Mit letzterem könnten Seeräume weiträumig überwacht, U-Boote in der Tiefe aufgespürt und gegebenenfalls bekämpft werden, so Pistorius. "Der 'Sea Tiger' und die 'P-8 Poseidon' werden unsere Fähigkeiten über Wasser und bei der U-Boot-Jagd deutlich verbessern", sagte der Minister. Die Umstellung der Waffensysteme bringe aber viele Herausforderungen mit sich. Soldatinnen und Soldaten müssten beispielsweise geschult oder umgeschult werden. Die Umstellung während des laufenden Betriebs sei ein enormer Kraftakt, sagte Pistorius. "Es ist großartig, wie das hier bewältigt wird", betonte der Bundesverteidigungsminister am Freitag.

Pistorius verschafft sich einen Einblick bei der "fliegenden Flotte" in Nordholz. Foto: Larschow

"Dieser Standort wird, das kann man ohne Übertreibung sagen, der modernste Luftlandeplatz in Europa", sagte Pistorius und fügte hinzu: "Damit das funktioniert, brauchen wir Frauen und Männer, die Mut zur Veränderung haben und die sich mit Energie und Herzblut in diese Transformation einbringen." Der Minister freute sich, verkünden zu können, dass der Stützpunkt Nordholz zu einem noch hochmoderneren und leistungsfähigeren Standort ausgebaut wird. "Das ist notwendig angesichts der Bedrohungslage", betonte der Bundesverteidigungsminister. Seit dem russischen Krieg gegen die Ukraine kommt es nach Angaben des Bundesverteidigungsministers täglich zu Angriffen auf westliche Staaten - auch in der Ostsee. 

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Tim Larschow

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