Geversdorf: Löscharbeiten nach Großbrand - Glutnester flammen wieder auf (mit Video)
Nach dem verheerenden Großbrand in Geversdorf (Kreis Cuxhaven) kommt die Feuerwehr nicht zur Ruhe: Am Tag danach flammen erneut Glutnester auf und sorgen für einen weiteren Einsatz.
Nach dem verheerenden Großbrand am Montagabend (23. März 2026) zeigt sich im Geversdorfer Ortsteil Laak das ganze Ausmaß der Zerstörung: Ein Wohnhaus ist vollständig niedergebrannt, zurück bleiben Trümmer, Schutt und verkohlte Überreste.
Gegen 21 Uhr hatte ein bislang unbekannter Autofahrer den Brand entdeckt und den Notruf abgesetzt. Bereits auf der Anfahrt bot sich den ersten Einsatzkräften ein dramatisches Bild: Ein glutroter Himmel und meterhohe Flammen waren weithin sichtbar. Beim Eintreffen der Feuerwehren aus Geversdorf und Neuhaus/Oste stand der Dachstuhl des Hauses bereits in Vollbrand. Innerhalb kürzester Zeit griff das Feuer auf ein Nebengebäude sowie angrenzende Gebäudeteile über.

Rund 85 Einsatzkräfte kämpften unter schwierigen Bedingungen bis in die frühen Morgenstunden gegen die Flammen. Über eine rund 300 Meter lange Strecke wurde Löschwasser aus dem Laaker Fleet sowie aus Hydranten gefördert. Besonders problematisch gestalteten sich die Löscharbeiten durch eingestürzte Gebäudeteile und zahlreiche Glutnester unter Trümmern, die teilweise mit schwerem Gerät freigelegt werden mussten. Trotz des massiven Einsatzes war das Gebäude nicht mehr zu retten. Menschen wurden nicht verletzt. Der Schaden wird auf rund 200.000 Euro geschätzt.
Glutnester flammen erneut auf
Doch auch nach dem eigentlichen Großeinsatz kehrte keine Ruhe ein: Am Dienstag (24. März 2026) bemerkten Anwohner am Nachmittag erneut Rauchentwicklung an dem abgebrannten Objekt und alarmierten die Feuerwehr.
Die Einsatzkräfte hatten die Brandstelle zuvor gegen 3 Uhr nachts verlassen, eine Brandwache durch die Ortswehr Geversdorf war noch bis etwa 5 Uhr vor Ort gewesen. Dennoch flammten im Tagesverlauf mehrere Glutnester wieder auf.

Da die Feuerwehr Geversdorf nach dem nächtlichen Einsatz noch mit Nacharbeiten und der Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft beschäftigt war, übernahm die Feuerwehr Neuhaus/Oste die Brandnachschau. Vor Ort bestätigte sich die Lage: An mehreren Stellen hatten sich erneut Brandherde gebildet.
Mit einem C-Rohr wurden die Glutnester gezielt abgelöscht. Anschließend kontrollierten die Einsatzkräfte den Bereich mit einer Wärmebildkamera, um versteckte Hitzequellen aufzuspüren und ein erneutes Aufflammen zu verhindern. Nach rund einer Stunde war auch dieser Einsatz beendet.

Dritter Einsatz innerhalb eines Tages
Für die Feuerwehr Neuhaus blieb es jedoch nicht bei diesem Einsatz: Noch am selben Abend wurde die Wehr gegen 20.10 Uhr bereits zum dritten Mal innerhalb von 24 Stunden alarmiert. Im Ortsgebiet von Neuhaus galt es, eine Ölspur zu beseitigen.
Die Einsatzkräfte streuten die Verunreinigung mit Ölbindemittel ab und sicherten die Gefahrenstelle. Nach etwa 30 Minuten konnte auch dieser Einsatz abgeschlossen werden. Neben der Feuerwehr Neuhaus war erneut Gemeindebrandmeister Matthias Papke vor Ort.
Von Jürgen Lange