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Das Gutshaus Cadenberge  aus dem Jahr 1724 (hinteres Gebäude) steht leer, während das 1968 gebaute Bettenhaus (links) genutzt wird. Das Taubenhaus ist Privateigentum, ebenso wie ehemalige Scheunen und Stallungen des früheren Gutshofes Bremer. Foto: Kramp
Das Gutshaus Cadenberge aus dem Jahr 1724 (hinteres Gebäude) steht leer, während das 1968 gebaute Bettenhaus (links) genutzt wird. Das Taubenhaus ist Privateigentum, ebenso wie ehemalige Scheunen und Stallungen des früheren Gutshofes Bremer. Foto: Kramp
Backstein-Leerstand

So geht es in Cadenberge weiter mit dem Bahnhof und dem Herrenhaus

von Wiebke Kramp | 05.10.2024 Zuletzt aktualisiert: 05.10.2024 17:09 Uhr

Sie sind markante Zeugen ihrer Zeit und prägend für das Ortsbild. Doch die zwei riesigen Gebäudekomplexe aus Backstein stehen leer. Welche Pläne gibt es für das Gutshaus, welche für den Bahnhof Cadenberge? So sieht der Stand der Dinge aus.

Das Gutshaus Cadenberge aus dem Jahr 1724 (hinteres Gebäude) steht leer, während das 1968 gebaute Bettenhaus (links) genutzt wird. Das Taubenhaus ist Privateigentum, ebenso wie ehemalige Scheunen und Stallungen des früheren Gutshofes Bremer. Foto: Kramp

Das im Jahr 1724 erbaute  Gutshaus in Cadenberge war ursprünglich das Herrschaftsgebäude des Gutes Bremer. Gutsherr Diederich Bremer war Bauherr. Es ist - wie der benachbarte und einst dazu gehörende Taubenhof - ein Zeugnis der Familie Bremer und eines der wenigen erhaltenen Gebäude in Cadenberge. Das Herrenhaus, auch Schloss genannt, wurde vom Landkreis Cuxhaven als Eigentümer jahrelang als Internatsgebäude für die Berufsbildenden Schulen (BBS) in der Nachbarschaft genutzt. Doch mit Fertigstellung des neuen Übernachtungshauses ist diese Aufgabe überflüssig geworden.

Was plant der Landkreis?

Was aber plant der Landkreis mit diesem Backsteinkoloss? "Für das ehemalige Internatsgebäude steht ein neues Nutzungskonzept noch aus. Der Landkreis sammelt und bewertet derzeit Ideen für eine weitere Nutzung. Das sogenannte Bettenhaus, ein Nebengebäude auf dem alten Internatsgelände, wird weiterhin für den Betrieb des Gästehauses genutzt", teilt die Kreis-Pressestelle auf Nachfrage unseres Medienhauses mit. Solange der Landkreis als Eigentümer noch in der Findungsphase über eine künftige Nutzung sei, warte man als Gemeinde erst einmal ab, sagte Cadenberges Gemeindedirektor Frank Thielebeule. Anders sehe es jedoch beim anderen Komplex, dem Bahnhof, aus.

Demnächst fällt eine Entscheidung

Der Komplex gehört der Gemeinde. Demnächst stehe die Entscheidung an, den Auftrag zur Modernisierungsuntersuchung zu vergeben. Dabei gehe es darum, wie saniert wird und welche Nutzung es in dem Gebäude geben wird. "Ich bin guter Hoffnung, dass wir am Bahnhof in 2025 die ersten Steine setzen können", sagt Thielebeule.

Das Bahnhofsgebäude aus der Kaiserzeit ist Eingangsportal des Ortes. Seit Sommer 2022 ist es im Besitz der Gemeinde. Doch das gesamte Bahnhofgebäude ist ein Sanierungsfall. Die Grundstücksfläche ist 2075 Quadratmeter groß. Das Gebäude  - erbaut um 1895 - in einem Fördergebiet mehrerer Programme. Daher kann die Gemeinde Cadenberge für die Herrichtung mit erheblicher öffentlicher Förderung rechnen. Die Modernisierungsvoruntersuchung ist Thema des nächsten Umweltausschusses der Gemeinde am 16. Oktober um 18.30 Uhr im Rathaus.

Eine wichtige Chance, um die städtebaulichen Herausforderungen und Missstände besser zu bewältigen, sieht man gemeindeseits in der Aufnahme Cadenberges in das Städtebauförderungsprogramm "Lebendige Zentren".  Besonders durch die finanzielle Unterstützung von Bund und Land könnten dringend benötigte Maßnahmen ergriffen werden. Ein zentrales Projekt im Rahmen dieses Städtebauförderprogramms ist für Cadenberge die Umgestaltung des Bahnhofes samt Bahnhofsumfeld. Erster Schritt war der Erwerb. Nunmehr soll nach erfolgten Begutachtungen des baulichen Gesamtzustandes im Rahmen einer Modernisierungsvoruntersuchung die Sanierung und Neugestaltung vorgenommen werden.

Es zeichnet sich ab, dass sich beim nahezu leerstehenden Bahnhof Cadenberge etwas tut. Archivfoto: Kramp

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Wiebke Kramp

Redakteurin
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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