Dämpfer bei Schwimmbadsanierung in Hemmoor
In Hemmoor muss das Hallenbad "Ostewelle" baulich auf Vordermann gebracht werden. Leichter gesagt, als getan: Bei der Finanzierung gibt es einen empfindlichen Rückschlag. Was bedeutet das für die Projektumsetzung?
Herber Rückschlag für die Samtgemeinde Hemmoor bei der geplanten Sanierung des Hemmoorer Schwimmbades "Ostewelle": Erst vor wenigen Tagen hatte unsere Redaktion über das Projekt berichtet. Jetzt gab die stellvertretende Verwaltungschefin Karina Kramer bekannt, dass es mit erhofften Fördermitteln des Bundes nichts wird. Saniert werden soll trotzdem - der Umfang der Maßnahme ist nach der jüngsten Entwicklung aber noch nicht bekannt.
Bereits mehrfach berichtet, waren in den vergangenen fünf Jahrzehnten Sanierungs- und Unterhaltungsmaßnahmen nötig gewesen, um den Schwimmbadbetrieb zu gewährleisten. Nun sollte es die nächste größere Modernisierungsphase geben. Und dabei hoffte die Kommune auch auf die Unterstützung durch das Förderprogramm "Sanierung kommunaler Sportstätten", das der Bund aufgelegt hat. Wenig überraschend: Hemmoor befindet sich in guter Gesellschaft, denn insgesamt reichten bundesweit rund 900 Kommunen Anträge auf Bezuschussung ein.
Ende September einigte sich dann der Haushaltsausschuss des Bundestages auf eine Liste von 195 Vorhaben, unter denen die zur Verfügung stehenden 250 Millionen Euro verteilt werden. Klar ist nunmehr: Hemmoor steht nicht auf der Liste. Dabei hatte man an der Oste auf einen Betrag von 1,6 Millionen Euro gehofft.
Ist damit das Projekt beendet, bevor es begonnen hat? Nein, denn dringend erforderlich sind nach Kramers Angaben auf jeden Fall die Sanierung des Toilettenbereiches und einer Teilfläche des Daches.
500.000 Euro hat der Landkreis als Zuschuss bereits bewilligt. Außerdem hat die Samtgemeinde Fördermittel des Landes aus dem sogenannten "Pakt für Kommunalinvestitionen" in Höhe von über 530.000 Euro erhalten und wird sie für dieses Projekt einsetzen.
Doch dass das reicht, um das Vorhaben zu stemmen, ist nicht zu erwarten. So wird es unter anderem ohne einen externen Projektplaner als Fachmann nicht gehen.
Art, Umfang und Dauer der Sanierungsmaßnahme stehen noch nicht fest. Karina Kramer setzt jetzt darauf, dass möglicherweise noch andere Fördertöpfe gefunden werden, um das Projekt möglichst umfassend umzusetzen. Um hohe Eigenmittel wird die Samtgemeinde Hemmoor aber nicht herumkommen.
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