Elemente per Autokran eingehoben: So steht es um die A27-Baustelle bei Hagen
Die Arbeiten auf der Durchlass-Baustelle schreiten voran, der Ausbau der A27 bei Hagen (Kreis Cuxhaven) geht in die letzte Phase. Trotz winterlicher Verzögerungen wurden wichtige Baufortschritte erzielt.
Die Winterpause an der Durchlass-Baustelle auf der A27 bei Hagen ist durch Schnee und Frost eine Woche länger ausgefallen als geplant. Seit Dienstag (20. Januar 2026) gehen die Arbeiten nun weiter. Wie Michael Wendt, Pressesprecher der Autobahn GmbH des Bundes, mitteilt, folgte am Mittwoch sogleich ein wichtiger Schritt im Bauablauf: Die Fertigbetonteile für den westlichen Teil des Durchlasses wurden per Autokran eingehoben.

Die Autobahn GmbH ersetzt die Durchlässe, durch die der Königsmoorgraben und der Bauerngutsgraben unter der A27 hindurchfließen. Die rund 50 Jahre alten Wellstahl-Durchlässe sind teilweise verrostet und weichen zeitgemäßen Stahlbeton-Bauwerken.

Nun beginnt die letzte Bauphase. Die Baugrube kann jetzt verfüllt werden, anschließend wird die Fahrbahn über dem Durchlass geschlossen. Dabei sind weitere witterungsbedingte Verzögerungen nicht ausgeschlossen. Nach Restarbeiten an Geländer, Böschung und Schutzeinrichtungen, nach Reinigung und Markierung der Fahrbahn wird die Baustellenverkehrsführung voraussichtlich Ende Februar aufgehoben.

Die Baumaßnahme ist im September 2025 mit der Erneuerung des südlichen der beiden Durchlässe (Bauerngutsgraben) gestartet. Voraussichtlich im März 2026, so war der Plan der Autobahn GmbH, soll dann die Erneuerung des Durchlasses für den Königsmoorgraben beginnen, der etwa zwei Kilometer weiter nördlich liegt.

Die alten Wellstahl-Durchlässe stammen aus den Jahren 1974 und 1975: Sie sind somit bereits über 50 Jahre alt. Die alten Bauteile haben eine Gesamtlänge von 43 beziehungsweise 55 Metern und sind jeweils etwa zweieinhalb Meter breit. Die werktägliche Verkehrsbelastung der A27 über den Durchlässen liegt nach Angaben der Autobahn GmbH des Bundes bei 27.800 Fahrzeugen. Darunter befinden sich 3700 Lastwagen mit einem Gewicht von über 7,5 Tonnen. Die Kosten der Maßnahme liegen bei etwa fünf Millionen Euro.